Pärchen im 50s-Retro-Style
Katharina Meyer am 24.04.2017

Wir wissen alle, dass Rollenbild und Gleichberechtigung in den 50ern stark von dem von heute abweichen – zum Glück! Diese bescheuerten Ratschläge haben Frauen damals nämlich tatsächlich bekommen, um ihren Ehemann zu behalten.

Warnung: Nach dem Lesen dieser „Tipps“, die von Mentalfloss zusammengestellt wurden, wirst du dir wahrscheinlich eine Zeitmaschine wünschen, um den Männern von damals, die ihre Frauen so behandelt haben (und den Frauen, die das mit sich haben machen lassen), ordentlich eine zu pfeffern.

#1 Halte den Mund

Die goldene Regel für Frauen aus den 50ern: Du hast nichts zu melden! Deinen Mann interessieren deine trivialen Probleme nicht, also musst du sie auch gar nicht ansprechen. So steht es zumindest in den ersten vier Regeln zum Thema „Wie man eine gute Ehefrau wird“ aus dem Buch „Sex in Leben von Verheirateten“ von Edward Podolsky aus dem Jahr 1943.

  • „Belästige deinen Mann nicht mit kleinlichen Problemen und Beschwerden, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt.“
  • „Sei ein guter Zuhörer. Lass ihn dir seine Probleme erzählen; deine werden im Vergleich dazu trivial erscheinen.“
  • „Vergiss nicht, dass dein wichtigster Job ist, sein Ego aufzubauen und zu stärken (welches im Geschäftsleben immer wieder verletzt wird). Eine gute Stimmung ist Aufgabe der Frau.“
  • „Lass ihn vor dem Abendessen ausspannen. Diskutiere Familienangelegenheiten erst, wenn der innere Mann befriedigt ist.“

#2 Frauen an den Herd!

Frauen gehören in die Küche? Ähhhmmm, jaaaa.

Frauen gehören in die Küche? Ähhhmmm, nein.

Dass es damals die verbreitete Norm war, dass die Frau in der Küche zu stehen und dem Mann das Essen zuzubereiten hat, wissen wir zwar alle, aber wusstest du, dass schlechte Kochkünste deinen Mann zum Alkoholiker machen? Dr. William Josephus Robinson drückte es damals besonders „eindrucksvoll“ aus:

  • „Schlechtes Kochen ist verantwortlich für Verdauungsprobleme, Verdauungsprobleme sind verantwortlich für Miesepetrigkeit und Reizbarkeit, Miesepetrigkeit und Reizbarkeit sorgen für Streitereien und Unstimmigkeiten. Schlechtes Kochen ist somit ein großer Faktor darin, Männer in Bars und Kneipen zu treiben.“

Auch für Reverend Alfred Henry Tyrer, der 1951 das Buch „Sex, Befriedigung und eine glückliche Ehe“ herausbrachte, spielt eine geregelte Verdauung (seltsamerweise) eine große Rolle für die Qualität der Beziehung. Außerdem gibt es für ihn auch keine Entschuldigungen dafür, dass das Essen nicht pünktlich auf dem Tisch steht:

  • „Eine gesellschaftliche Verpflichtung, ein Nachmittagstee, eine Matinee und was sonst noch sind keine Ausrede dafür, dass das Abendessen nicht fertig ist, wenn der Ehemann nach einen harten Arbeitstag nach Hause kommt.“

– „Ein ordentlich geführter Haushalt und gute Kochkünste sind, natürlich, eine Selbstverständlichkeit in einem wahren Zuhause und jede Frau sollte stolz auf ihre Fähigkeiten sein. Glückseligkeit entspringt nicht aus einer gestörten Verdauung.“

#3 Sei selbst „das Essen“

Gutes Essen, das pünktlich auf dem Tisch landet, ist ja schön und gut. Doch Reverend Tyrer gibt zu bedenken, dass auch die Frau zu den appetitlichen Dingen gehört, die abends auf den Mann warten sollten. Mit dieser wunderschönen Metapher, bei der wir irgendwie an alles andere als an Essen denken müssen:

  • „Sie erinnert sich an sein Lieblingsfleisch und hat ein besonders gutes und hochwertiges Stück besorgt… sie hat das beste Besteck und die feinsten Tischtücher hervorgeholt und mit einem kleinen bunten Farbtupfer geschmackvoll dekoriert… und sobald er ins Haus kommt, begrüßt sie ihn mit einem willkommenden Lächeln und einer Berührung, die tiefste Liebe suggeriert.“

#4 Aber hab bloß nicht zu viel „Appetit“

Es gibt jedoch auch zu viel (sexuellen) Appetit seitens uns Frauen (vor allem denen über 30), wie Dr. Robinson anmerkt:

  • „So wie ein Vampir das Blut seiner Opfer im Schlaf aussaugt, so saugt die Vampirfrau das Leben und die Vitalität aus ihrem männlichen Partner – oder ‘Opfer‘.“
  • „Es sollte im Hinterkopf behalten werden, dass es vor allem ältere Mädchen sind – Mädchen zwischen dreißig und fünfzig –, die dazu neigen, in ihren Anforderungen an den Ehemann unvernünftig zu sein.“

#5 Kommunikation ist… überbewertet

Das geht zwar schon mit #1 einher, aber auch bei Unstimmigkeiten im Bett sollte frau am besten ihre Klappe halten. Oder mit den Worten von Dr. Robinson:

  • „Wenn du eine dieser frigiden oder sexuell narkotisierten Frauen bist, dann überstürze es nicht, dies deinem Ehemann zu sagen. Für den Mann macht es keinen Unterschied im Vergnügen am Liebesakt, ob du frigide bist oder nicht, es sei denn er weiß, dass du frigide bist. Und er wird es nicht wissen, es sei denn du sagst es ihm. Was er nicht weiß, kann ihn nicht verletzen. Halte dich an diesen Rat. Es hat tausende Frauen vor Problemen bewahrt.“

#6 Trage pinke Unterwäsche

Sexy pinke Unterwäsche

Na gut, diese hier finden wir auch hübsch…

Auch zu dem, was Frauen damals drunter tragen sollten, haben sich die „Experten“ zu Wort gemeldet.

  • „Dass die Unterwäsche makellos sauber sein sollte, ist Ehrensache, aber jede Frau sollte Wäsche in der besten Qualität tragen, die sie sich leisten kann. Und die Farbe sollte vorzugsweise pink sein. Und Spitze und Rüschen, tut mir leid, das zu sagen, steigern die Attraktivität der Unterwäsche und werden vom durchschnittlichen Mann gemocht.“

#7 Gönne deinem Mann seinen Spaß

Dein Liebster geht dir gerne mal fremd? Wahrscheinlich kannst du einfach nicht kochen und bist daher selbst Schuld Doch auch dazu hat Dr. Robinson einen Rat:

  • „Im Falle eines gelegentlichen Fehltritts von Seiten des Ehemanns – hier ein kleiner Ratschlag, der sich als akzeptabel herausstellen sollte: Vergeben und vergessen. Oder noch besser – tu so, als wüsstest du von nichts. Ein gelegentlicher Ausrutscher vom rechten Weg heißt nicht, dass er dich nicht mehr liebt.“

#8 Dein Mann ist dein Boss

Eigentlich kann man alle diese Ratschläge jedoch unter einem einzigen zusammenfassen – wie es auch Professor B. G. Jefferis in seinem Werk „Die Wissenschaft der Rassenhygiene“ (Jap.) macht.

  • „Die Regel Nummer eins. Verehre deinen Ehemann. Er beinhaltet durch Gottes Willen eine Position der Erhabenheit als Oberhaupt der Familie und Oberhaupt der Frau. Jede Verletzung dieser Ordnung zeigt einen Fehler in der Union oder eine Abweichung der Pflicht.“

So, wer von euch ist jetzt auch drauf und dran, diesen Herren das Leben auszusaugen, dabei schlechtes Essen auf dreckigen Tischtüchern aufzutischen und mit unseren fleckigen Omahöschen vor ihnen zu herumwedeln?

Bildquellen: iStock/twentyfourworks, iStock/Adehoidar, iStock/Magryt


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