Entliebt - Und nun?

Es war alles so schön. Die perfekte Beziehung, man akzeptierte die Fehler des anderen, war ständig unterwegs und schmiedete Pläne für die Zukunft. Klar, da gab es die eine oder andere Meinungsverschiedenheit, doch letztlich war immer irgendein Kompromiss zu finden. Doch manchmal passiert es, dass es plötzlich nicht mehr so ist. Der Alltag trudelt ein, es wird nicht mehr alles durch die rosarote Brille gesehen, der Sex stimmt nicht mehr und die Beziehung gleicht eher einer Lebensgemeinschaft. Da kann es leicht passieren, dass die Liebe langsam verfliegt. Da sind plötzlich keine oder nur noch wenig Gefühle für den vorher so sehr geliebten Freund vorhanden.

manchmal gehen Partner sich auf die Nerven

Für die ewige Liebe gibt es keine Garantie.

Die Jungs auf der Straße und beim Ausgehen sehen plötzlich irgendwie alle besser aus als der eigene Freund. Auch das Gefühl, in die Welt hinausschreien zu wollen, dass man glücklich vergeben ist, ist kaum noch vorhanden. Dann kann es leicht passieren, dass ein neuer Typ in Unser Leben tritt und die Gefühle verrückt spielen, wenn man sich beim Sex mit dem Freund eher das neue Objekt der Begierde vorstellt und mit den Gedanken ganz woanders ist. Auch eine räumliche Trennung kann ein Grund sein. Bei der Abreise des Angebeteten in ein fernes Land für ein Semester oder zwei, hat man noch das Gefühl zu sterben, hält es kaum aus, jeder Gedanke kreist um ihn und die Tränen kommen von ganz allein, sobald man natürlich immer nur überglückliche Pärchen auf der Straße Händchen halten sehen muss.

Doch mit der Zeit ist es zur Gewohnheit geworden, nur zu telefonieren und Sms zu schreiben. Erst jeden Tag, dann dreimal in der Woche. Tja – und dann sagt man nicht mal mehr das Ausgehen mit den Mädels ab, nur weil er vom anderen Ende der Welt anrufen wollte. Er wird mehr und mehr zur Nebensache. Da ist intensive Überlegung und guter Rat von Freundinnen gefragt: Liebe ich ihn noch? Die Vorstellung in einer Beziehung glücklich zu sein, das Leben mit jemandem teilen zu dürfen, ist wunderbar. Aber das dann bitte fast jeden Tag und nicht nur alle zwei Wochen per Email. Die Liebe ist weg. Doch was jetzt? Auch wenn die Gefühle verflogen sind, bedeutet der andere einem irgendwie doch noch sehr viel. Die gemeinsamen Erlebnisse und alleine, dass er von einem geliebt wurde, macht ihn doch zu etwas besonderem. Also ist eine kleine „Du, wir haben uns auseinander gelebt“-Email ziemlich unangebracht, erst recht, wenn er sich nicht im Ausland, sondern neben Dir im Bett befindet. Jetzt sind ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Werde Dir über Deine Gefühle klar

Du musst Dir über deine Gefühle schon genau im Klaren sein, Dich entschieden haben, Dich zu trennen. Denn wenn die Worte „Ich liebe Dich nicht mehr!“ einmal ausgesprochen sind, gibt es kein zurück mehr. Niemand würde es glauben, wenn nach so einem Satz jemand dann wieder angekrochen käme. Alle Versicherungen, dass man sich getäuscht hat und seine Gefühle für denjenigen aber doch noch stark sind, werden die Erinnerung nicht löschen können und alle dann auftretenden Probleme, die mit Eurer Beziehung zu tun haben, werden einen bitteren Beigeschmack haben. Deshalb besprich das ausführlich mit Deinen Freundinnen, wäge ab, mache eventuell eine eine Pro- und Contra-Liste, wenn Du Dir nicht sicher bist. Stell Dir einfach vor, wie Dein Alltag ohne ihn aussehen würde. Bei einer räumlichen Trennung ist es leichter zu sagen, dass man nichts mehr empfindet. Der andere ist so weit weg, es gibt kaum noch Gespräche miteinander und hat keine vertrauten Momente. Viele Paare haben gezweifelt während der Trennungszeit, doch dann wieder zusammen gefunden und daran gearbeitet. Ordnung in der Gefühlswelt ist wichtig, damit Du hinterher nichts bereust.

Sei ehrlich und lege die Karten offen auf den Tisch

Die Gefühle sind weg, weit und breit keine Liebe mehr zu entdecken – jetzt heißt es ehrlich zu sein. Wenn Du nichts mehr für Deinen Freund empfindest, gibt es keinen Grund, weiterhin mit ihm zusammen zu sein. Es sei denn, nur er kann Dir die täglichen Shoppingtrips ermöglichen, in denen Du Deinen Schuhschrank um bis zu sechs Paar Manolos bereicherst. Ist das nicht der Fall, überlege Dir, wie Du Dich fühlen würdest, wärst Du anstelle Deines Freundes. Wie würdest Du es am liebsten erfahren? Eher knallhart oder sanft durch die Blume? Wie ist es bei Deinem Freund? Kann er gut mit schlechten Nachrichten umgehen? Reagiert er impulsiv oder zurückgezogen bei Problemen? Wenn Du das analysiert hast, weißt Du ungefähr, wie Du es ihm sagen kannst und ihn damit am wenigsten verletzt. Verletzen wirst Du ihn, keine Frage, aber man sollte den Schaden so klein wie möglich halten. Teile ihm Deine Gefühlslage in jedem Fall persönlich mit! Alles andere, sei es Sms, Email oder Post-It, wie in „Sex and the City“, ist respektlos und wirft kein gutes Licht auf Dich. Sei mutig! Pobacken zusammenkneifen und offen darüber sprechen. Dann fühlst auch Du Dich besser.

Treffen in einem Café in Boston, Madrid oder Rom?

In einer Email oder Sms ist viel falsch zu verstehen. Der Freund in einer fernen Stadt schaut in seinen Posteingang und freut sich auf Mails aus Deutschland, Grüße von Freunden und wahrscheinlich auf eine Nachricht von Dir. Die bekommt er auch – doch mit hochexplosivem Inhalt. Es wird ihn natürlich umhauen und er kann sich dann nicht dazu äußern. Die eigene Gefühlslage schriftlich darzustellen ist schwer, nicht nur für ihn, falls er Dir antworten sollte, sondern auch für Dich. Ihn anzurufen und mit ihm zu sprechen, ist das mindeste, was Du tun kannst. So kann ein Dialog entstehen und Gefühlen wird freier Lauf gelassen. Je nachdem, wie viel er Dir noch bedeutet und natürlich wie weit er weg ist, könntest Du für einen Tag zu ihm fahren und die Beziehung persönlich beenden. Aber es ist wichtig, dass dieses unangenehme Gespräch, sei es per Telefon oder persönlich, nicht dahin verschoben wird, wenn er wieder zuhause ist. Dann kommt er nach Hause und eine böse Überraschung wartet auf ihn, während er sich freut, Dich wieder in die Arme schließen zu können.

Getrennte Wege – getrennte Betten?

Problematisch wird es, wenn Ihr bereits zusammen wohnt. Ihr habt eure Wohnung gemeinsam entdeckt und Euch gegen 21 andere interessierte Pärchen durchgesetzt, sie zusammen eingerichtet und, wie es sich gehört, die Kosten durch zwei geteilt. Für Beziehungen gibt es keinen Vertrag mit einer Gütertrennungsklausel, die Euch die Entscheidung, wer den gemeinsamen Hund oder das nagelneue Bett bekommt. Eine Möglichkeit wäre alles in zwei Teile zu teilen, aber spätestens beim Bett oder beim Kühlschrank würden unlösbare Probleme auftreten. Da bleibt nur eins: an einen Tisch setzen und verhandeln wie im Gerichtssaal. Die Vernunft sollte Dein Anwalt sein, stets hinter Dir. Er hält Dich davon ab, Dich um die geblümte Vase von Tante Elisabeth zu streiten, die Dir eigentlich gar nicht gefällt und die Du am liebsten schon am selben Weihnachten wieder zurück geschenkt hättest. Versuch Kompromisse einzugehen und ihm Dinge zuzugestehen, die ihm wirklich wichtig sind.

Und dann?

Ihr seid getrennt, das ist geschafft. Für Dich geht das Leben als Single wieder los. Ab auf die Piste mit Freundinnen, shoppen, neue Leute kennenlernen und flirten, was das Zeug hält. Du hängst gefühlsmäßig ja nicht mehr an Deinem Freund. Den Alltag wieder alleine zu gestalten und die neugewonnene freie Zeit zu füllen ist nicht sonderlich schwer. Doch Du solltest aufpassen, wie es jetzt weitergeht zwischen Euch. Eine Freundschaft ist natürlich okay, aber da solltest Du Dir nichts vormachen. Wenn er noch Gefühle für Dich hat, wird er versuchen, Dich zurück zu gewinnen. Mache ihm da keine falschen Hoffnungen. So wie das Leben für Dich weitergeht, wird auch er sich ablenken und die goldenen Regeln bei Liebskummer nach Beziehungsende befolgen: damit abschließen, sich ablenken und sich neu orientieren.

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