Closeup portrait of scared woman raising hands up in defense afraid about to be attacked or avoiding unpleasant situation, isolated on gray background. Negative human emotion facial expression feeling
Juliane Timmam 25.01.2017

Wurdest Du einmal von der Liebe enttäuscht, wirst Du vorsichtiger. Schon der Gedanke vor einer neuen Liebe, die Dir wieder weh tun könnte, bekommst Du Angst. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass man sich Angst bei anderen abschauen kann.

Die Angst ist ein uralter, in uns verankerter, Instinkt. Das Herz rast, Du reißt Deine Augen auf, Deine Hormone spielen verrückt – so reagiert jeder Körper in einer Angstsituation. Die generelle Angst vor potenziellen Bedrohungen ist aber – laut Experten – ein soziales Problem, das wir uns bei anderen Menschen auch abschauen können.

Das wissenschaftliche Experiment

Bei einer Studie der Psychologen Armita Golkar und Andreas Olsson schauten Versuchsteilnehmer einer Person zu, die sich selbst Gesichter von anderen Personen auf einem Bildschirm ansah. Bei bestimmten Gesichtern auf dem Bildschirm bekam die Person vor dem Bildschirm eine leichten Stromschlag. So entwickelte die Person vor dem Bildschirm eine Angst vor dem Gesicht, das die Stromschläge auslöst. Die Angst entstand auch dann, wenn sie gar keine Stromschläge bekam. Die eigentlichen Versuchsteilnehmer, die keine Stromschläge bekamen und nur zusahen, entwickelten ebenfalls Angst vor den Gesichtern im Bildschirm, die die Stromschläge bei den anderen Versuchspersonen auslösten.

Aber: Gab es keine Stromschläge beim Beobachten am Bildschirm, entwickelten auch keine der Teilnehmer, die nur zusahen, irgendwelche Ängste vor den Gesichtern auf dem Bildschirm.

Das bedeutet: Deine Phobie im Alltag, zum Beispiel vor Spinnen oder engen Räumen, kannst Du Dir von anderen Menschen abgeschaut haben.

Deine Angst vor der Liebe schaust Du Dir ab

Ebenso ist es in der Liebe. Deine Eltern haben sich getrennt, als Du ein Kind warst. Also hast Du in Deiner Beziehung eine große Angst vor dem Verlassenwerden entwickelt. Oder Du lässt Dich erst gar nicht auf eine ernsthafte Beziehung ein, weil Du das Gesicht Deiner traurigen Mutter bei der Scheidung nicht vergessen kannst. Du hast miterlebt, wie leicht eine Liebe zerbrechen kann und hast Angst vor den gleichen Bildern in Deiner Beziehung.

Die Amygdala im limbischen System, in Deinem Gehirn, ist für Deine körperlichen Reaktion bei Angst zuständig. Das Herzrasen, die Stresshormone und das Aufreißen der Augen kannst Du nicht verhindern, aber es liegt an Dir, Dich an schönen Erinnerungen festzuhalten und Dich, trotz der großen Angst, manchmal auf bestimmte Risiken, wie die Liebe, einzulassen.

Lach der Angst ins Gesicht und stecke andere Menschen lieber mit frohen Gedanken an. Es liegt ganz an Dir, wie Du auf Angst reagierst.

Bildquelle: iStock/SIphotography


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