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Diana Heuschkelam 23.02.2018

Seit elf Jahren sind Sandra* und ihr Mann bereits zusammen, seit sieben Jahren verheiratet, als sie im Frühjahr 2017 eine Nachricht in seinem Handy – einem geheimen Zweithandy! – findet, die ihre Ehe für immer verändert. Darin liest sie: „Es riecht alles so gut nach dir.“ Die Nachricht hatte ihr Mann an eine andere Frau geschrieben.

Schon zuvor hatte Sandra vermutet, dass er ihr etwas verheimlicht. Abends blieb er lange weg, kleidete sich plötzlich völlig neu. Doch Schwarz auf Weiß zu lesen, dass ihr Mann eine Affäre hat, schockiert Sandra zutiefst. „Als ich die Nachrichten in seinem Handy las, hat es mir wortwörtlich den Boden unter den Füßen weggerissen“, erzählt sie uns. „Ich bin einfach zusammengesackt.“

Kurz darauf konfrontiert sie ihren Mann mit seiner Untreue. „Er hat alles bagatellisiert und abgestritten“, erinnert sich Sandra. Trotzdem erklärt er sich sofort bereit, mit ihr zusammen zur Eheberatung zu gehen und den Kontakt zu der anderen Frau abzubrechen.

Symbolbild

Sandra ist sich sicher: Ihr Mann hatte nie vor, sie zu verlassen. „Ich spürte recht früh eindeutig, dass die Beziehung zu dieser Frau unseren Problemen und nicht mangelnder Liebe zu schulden war.“ Sandra entscheidet sich dazu, ihrem Mann noch eine Chance zu geben und die Situation zu nutzen, um an ihrer Beziehung zu arbeiten. Ein schwieriger Prozess, der sie bis heute viel Kraft kostet. Der Schmerz komme immer noch in Wellen, sagt sie.

Um ihre Gefühle besser verarbeiten zu können beschließt Sandra, einen offenen Brief an die Geliebte ihres Mannes zu verfassen. Sie wendet sich an uns, um ihre Worte öffentlich zu machen.

Worte an die Geliebte meines Mannes:

Quelle: Privat

„Liebe ist mehr als Treue“

Warum sie sich dafür entschieden hat, den Brief an die ehemalige Geliebte ihres Mannes öffentlich zu machen, fragen wir Sandra. „Ich gehe nicht davon aus, dass sie ihn je liest. Oder ihn mir zuordnen kann“, erklärt sie uns. „Ich halte die Überzeugung, dass wir ein Anrecht auf unseren Partner haben und wir ihn zu einem bestimmten Verhalten zwingen können für nur bedingt beziehungstauglich. Sofern beide an der Partnerschaft arbeiten wollen, gibt es sicherlich Wege gemeinsam zu wachsen. Der Brief ist also ein Weg zu verarbeiten und Frauen in ähnlichen Situationen zu zeigen, dass Liebe mehr ist als Treue.“

Was sagst du zu Sandras Botschaft an die ehemalige Geliebte ihres Ehemanns? Warst du vielleicht sogar schon mal in einer ähnlichen Situation und kannst ihre Entscheidung, den Brief zu schreiben und sogar öffentlich zu machen nachvollziehen? Verrate uns deine Meinung in den Kommentaren unter dem Artikel oder auf Facebook!

*Name von der Redaktion geändert

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/loveischiangrai, iStock/Getty Images Plus/PATCHARIN SIMALHEK


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