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Schicksalhaft

Liebe auf den ersten Blick

Liebe auf den ersten Blick

Die Liebe auf den ersten Blick – gibt es sie wirklich oder ist diese Vorstellung nur eine erfundene Utopie aus der Filmindustrie? Springt der Funke manchmal sofort über oder braucht man erst ein paar Treffen, um zu erkennen, ob er der Richtige ist? Wir sind dem Mythos der Liebe auf den ersten Blick mal auf den Grund gegangen und haben die wichtigsten Fakten für Dich niedergeschrieben.

Liebe auf den ersten Blick ist der Mythos, über den schon so viele Lieder gesungen, Filme gedreht und Geschichten geschrieben wurden. Viele Menschen träumen davon, jemandem zu begegnen, der einen ab der ersten Sekunde umhaut – jemanden, mit dem man sich sofort verbunden fühlt und bei dem man das Gefühl hat, man würde ihn schon ewig kennen. In dieser Wunschvorstellung beruht diese magische Anziehung dann natürlich auch auf Gegenseitigkeit. Doch in der Regel sind solche Fälle von Liebe auf den ersten Blick sehr selten. Denn damit aus dem Funken der ersten Begegnung letztlich eine Beziehung werden kann, müsste die Person, in die man sich vom Fleck weg verliebt hat, einen selbst erst einmal so interessant finden, dass sie einen überhaupt näher kennenlernen möchte – und selbst dann sind noch keine Gefühle im Spiel. Die Chancen dafür stehen eher schlecht und Umfragen bei Paaren zeigen, dass es eben meist nicht Liebe auf den ersten Blick war, sondern dass die Liebe sich erst nach einer Zeit des näheren Kennenlernens entwickelt hat.

Liebe auf den ersten Blick: Existiert sie wirklich?
Die Liebe auf den ersten Blick trifft Menschen wie ein Schlag

Seit wann spricht man von „Liebe auf den ersten Blick“?

Schon in der Antike wurde die Liebe auf den ersten Blick thematisiert. Die Metapher, nach der zwei Menschen von Amors oder Eros` Pfeil getroffen werden, drückt die Unvermitteltheit der Liebe sehr treffend aus. Im alten Griechenland hatte man einen anderen Begriff dafür gefunden: Kairos, eine göttliche Gelegenheit, die es zu ergreifen gilt und die neben der Liebe auf den ersten Blick auch viele andere besondere Momente umfasst, die lebensverändernd wirken können. Die alten Griechen sahen Kairos als Gott mit Glatze und einem Haarschopf an der Stirn, den es zu packen galt – da kommt einem doch gleich das Sprichwort „Die Gelegenheit beim Schopfe packen“ ins Gedächtnis. Verpasste man den richtigen Moment, rutschte die Hand jedoch über den blanken Schädel ins Nichts und die perfekte Gelegenheit war passé.

Liebe auf den ersten Blick = Anziehungskraft und Sympathie?

In der heutigen Zeit ist die Liebe auf den ersten Blick für viele Menschen der ersehnte Anfang einer Beziehung. Und tatsächlich behaupten auch viele, diesen magischen Moment schon einmal erlebt zu haben. Dabei handelt es sich in Wahrheit doch meistens um eine einseitige Bewunderung, von der der Andere vielleicht noch nicht einmal etwas mitbekommt. Wenn Menschen von Liebe auf den ersten Blick sprechen, meinen sie damit meistens, dass sie binnen weniger Minuten nach dem ersten Aufeinandertreffen wissen, ob sie sich in ihr Date verlieben könnten oder nicht. In einer Umfrage der Online-Partnerbörse Elitepartner.de aus dem Jahr 2011, in der knapp 2.500 Singles befragt wurden, bestätigen dies stolze 46 Prozent. Doch woran liegt diese enorme Wichtigkeit der ersten Sekunden und Minuten? „Es mag verblüffend klingen, aber tatsächlich erspüren wir Sympathie und Anziehungskraft innerhalb weniger Minuten und wissen, ob wir jemanden mögen oder nicht. Blitzschnell scannen wir die wichtigsten Informationen, beurteilen sie unbewusst und senden sie anschliessend als positives oder negatives Signal ans Grosshirn. Das ist eine reflexartige Reaktion, die wir nicht kontrollieren können“, erklärt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach auf „Elitepartner.de“. Der passendere Begriff für dieses Verhalten wäre aber wohl eher „der erste Eindruck“, denn mit Liebe hat das wenig zu tun.

Liebe auf den ersten Blick vs. langsam wachsende Liebe

Es gibt ein weiteres Argument, dass gegen die Existenz von Liebe auf den ersten Blick sprechen könnte. Denn wie wir alle wissen, kommt Liebe nicht per Sturzgeburt zur Welt, sondern muss langsam wachsen – im Miteinander, durch gelebtes Leben und gemeinsamen Alltag. Von „Du bist interessant“ über „Du bist toll“ und „Ich bin verknallt“ geht es zu „Ich bin verliebt“, bis die Schmetterlinge irgendwann verflogen sind, sich die Liebe festigt und man „Ich liebe Dich“ sagt. Andererseits ist es völlig normal, dass Frischverliebte nicht viel von „langsam machen“ halten und die sekundenschnell entstandene Mischung aus gemeinsamem Wohlfühlen, sexueller Anziehung und Neugier für die tiefe, echte, ewige Liebe verantwortlich machen, die sie empfinden. Ist die Liebe also vielleicht doch bereits von Beginn an im Ansatz vorhanden, sodass die Liebe auf den ersten Blick tatsächlich existiert?

Liebe auf den ersten Blick – aber bitte lang genug

„Schau mir in die Augen, Kleines“ – an diesem berühmten Filmzitat soll, wenn es nach einer britischen Studie geht, im Bezug auf die Liebe auf den ersten Blick viel mehr dran sein, als die meisten glauben. Dr. Ben Jones und seine Kollegen haben nämlich herausgefunden, dass Menschen direkten Blickkontakt höher bewerten als einen abwesenden Gesichtsausdruck. Zum Beweis sollten Probanden die Attraktivität von Personen auf verschiedenen Porträtfotos bewerten. Diejenigen, die direkt in die Kamera schauten, schnitten durchweg am besten ab – unabhängig von Gesichtsform, Haarfarbe und anderen körperlichen Merkmalen. Möchtest Du Deinen Schwarm also auf Dich aufmerksam machen, solltest Du ihm mit einem intensiven, offenen Blickkontakt begegnen. Einen kleinen Haken gibt es allerdings. Denn laut einer Studie der Max-Planck-Gesellschaft sollte der Blickkontakt mindestens 30 Sekunden andauern. Verfolge mal den Sekundenzeiger Deiner Uhr – ob sich bei so langem, offensiven Anstarren Liebe auf den ersten Blick einstellen wird, bleibt eher fraglich..

Das Gefühl, den Anderen schon ewig zu kennen

Charakteristisch für die Liebe auf den ersten Blick ist neben der starken Anziehungskraft noch etwas Anderes: das Gefühl, den Anderen schon ewig zu kennen. Eine unerklärliche Vertrautheit, die nicht wachsen muss, sondern von Anfang an da ist. Wissenschaftler und Psychologen sind der Meinung, dass solch ein tiefes Gefühl auf chemische und visuelle Reize zurückzuführen sei – und dass wir ihnen daher auch keine große Bedeutung beimessen sollen. Doch das halten wir für Quatsch! Schließlich gibt es diese Empfindungen nicht ohne Grund! Warum sollten wir uns diese intensiven Erlebnisse und Erfahrungen also absichtlich ausreden? Selbst wenn die Liebe auf den ersten Blick sich irgendwann doch als Irrtum herausstellt, weil zwei Menschen herausfinden, dass sie langfristig doch nicht zusammenpassen, so bedeutet es nicht, dass dann keine Liebe existiert hat. Also traue Deinem Gefühl. Ob es nun die Chemie ist, eine bestimmte Nasenform oder ganz einfach Liebe auf den ersten Blick. Du spürst es nicht ohne Grund!

Ob Du nun eine stolze Verfechterin der Liebe auf den ersten Blick bist oder denkst, dass sich Liebe erst mit der Zeit entwickeln kann – fest steht, dass der erste Eindruck manchmal doch wichtiger ist, als man vermuten mag, und „Liebe auf den ersten Blick“ nicht nur ein Mythos ist. Dennoch solltest Du natürlich auch einen zweiten oder dritten Blick wagen, bevor Du Dich Hals über Kopf in eine Beziehung mit jemandem stürzt, mit dem Du Dich vielleicht nur am Anfang gut verstanden hast. Denn zu Liebe gehört mehr als nur ein Blitz zu Beginn – auch wenn es natürlich ein sehr vielversprechender Start sein kann...

Bildquelle: iStock/Nicholas77

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