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Der Kuss: Wissenswerte Facts

Lippenbekenntnis

Der Kuss: Wissenswerte Facts

Die Verabredung war wunderschön. Ein netter Film, gemütliches Beisammensitzen im Restaurant, stundenlange Gespräche über Gott und die Welt. Das erste Date bringt uns nach Hause bis vor die Tür, man muss sich jetzt verabschieden, macht die nächste Verabredung fest und da ist es: Das Verlangen, die Lippen des anderen zu berühren und sie zu küssen. Es kribbelt, der Moment vor dem ersten Kuss ist unbeschreiblich. Wie durch Anziehungskraft gelenkt beugt man sich gleichzeitig vor, schaut sich tief in die Augen, dann auf die Lippen. Der Kopf wird etwas zur Seite geneigt, Nase an Nase, und die Lippen treffen sich – zu einem Kuss.

Alles über den Kuss_Opti_iStock_PIKSEL

Der Kuss begegnet uns überall: in der eigenen Beziehung, auf der Straße, bei Freunden und Familie, in Filmen und Büchern. In Filmen kann ein Kuss die gesamte Geschichte verändern. Dieser kleine Moment verbindet zwei Menschen sofort, auch ohne Worte, und ist meistens von großer Bedeutung. Deshalb möchten wir der schönsten Kommunikationsform der Welt auf den Grund gehen. Wie entstand das Küssen? Küsst man überall gleich? Gibt es verschiedene Kusstechniken?

Das Kussorgan

Die Lippen sind ein hochempfindliches und sensibles Organ mit vielen Nervenenden. Die sind der Grund für die hohe Empfindlichkeit der Lippen, weshalb die kleinste Berührung so intensiv spürbar ist und ein Kuss überhaupt so ein tolles Gefühl bereitet. Die Lippenhaut ist mit drei bis fünf Zellschichten im Vergleich zu der Gesichtshaut sehr dünn. Durch die dünne Haut schimmert das Blut, weshalb unsere Lippen auch so eine rötliche Farbe haben. Mit einem Kuss wird die Blutzirkulation angeregt, was Eure Lippen rosig strahlen lässt. Lippen sind zudem ein Symbol für Leidenschaft und Sinnlichkeit. Spätestens seit Angelina Jolie wissen wir, was für eine Wirkung volle rosige Lippen auf Männer und Frauen haben.

Die Geschichte des Küssens

Der Ursprung des Küssens liegt im Säuglings- und Kleinkindalter, da sind sich die Forscher einig. Schon als Säugling werden die Lippen stimuliert, das Saugen an der Mutterbrust bereitet dem Kind Freude und Befriedigung seiner Nahrungstriebe. Der Tiefenpsychologe Siegmund Freud hat in seinem Entwicklungsphasenmodell auf das Füttern mit der Brust die Theorie des Lustzentrums Mund aufgebaut. Mutter und Kind werden durch den Mund miteinander verbunden, das Kind stillt seinen Hunger und spürt die Nähe seiner Mutter. Der Mund ist ein Lustzentrum, natürlich auch wegen der hohen Sensibilität der Lippen. Dieses Lustzentrum bleibt das ganze Leben bestehen. Andere Forscher sehen den Ursprung in der Phase der Menschheitsgeschichte, als Mütter ihre Kleinen noch mit vorgekautem Brei von Mund zu Mund gefüttert haben.

Früher wurde viel mehr geküsst

Doch egal wo der Kuss auch her kommt, er schmeckte uns schon immer hervorragend: Früher gab es beim Küssen keine Grenzen. Jeder küsste jeden und das wann, wie und wo er wollte. Selbst Menschen, die sich nicht kannten, gaben sich einen Kuss auf den Mund zur Begrüßung. Erst die Kirche machte dem Geknutsche ein Ende. Sie stellte strenge Gebote auf, die alle Berührungen, die nicht der Fortpflanzung dienten, verbat. Dies hielt Jahrhunderte an bis die Macht der Kirche immer mehr abnahm und niemand Konsequenzen zu befürchten hatte.


Doch auch im 20 Jahrhundert war es immer noch verpönt, sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Das ist glücklicherweise heutzutage nicht mehr so, doch es kommt noch recht häufig vor, dass Menschen auf Pärchen, die auf der Straße wild rumknutschen und sich fast „auffressen“, negativ reagieren und sich gestört fühlen. Auch in Filmen wurde das Küssen immer salonfähiger. Erst waren nur kurze Schmatzer auf den Mund zu sehen, doch heutzutage ist auch das wieder von gestern und Küsse und Sexszenen jeglicher Art sind in Film und Fernsehen zu bestaunen.

Einmal Küssen um die Welt

Reist Ihr mit Eurem Schatz um die Welt, ist beim Küssen Vorsicht geboten. Überall wird Küssen zwar gleich praktiziert, doch nicht überall ist in der Öffentlichkeit das gleiche erlaubt und verboten. Der Zungenkuss ist in der westlichen Welt offiziell erlaubt, niemand würde etwas sagen, wenn Ihr mit Eurem Freund auf der Bank im Park sitzt und kleine Zärtlichkeiten austauscht. Doch in traditionellen und muslimischen Ländern solltet Ihr Euch das eher für das Hotelzimmer aufsparen. Das gleiche gilt für Japan, wo Küssen in der Öffentlichkeit komplett untersagt ist, weil dieses schon als sexuelles Vorspiel gilt. Überhaupt gelten für alle, auch für Touristen, die Gesetze des jeweiligen Landes. Lest beim nächsten Trip in die Ferne den Reiseführer etwas genauer durch, informiert Euch, ob ein sinnlicher Kuss in Eurem Urlaubsziel erlaubt ist.

Ist küssen gesund?

Der Kuss ist nicht nur eine wunderbare Art, um Zuneigung zu zeigen, sondern er hat auch eine positive Wirkung auf Körper und Psyche. Werden die Nervenenden beim Küssen angeregt, schüttet der Körper das Glückshormon Endorphin aus. Ihr fühlt Euch wohler in Eurer Haut und es fühlt sich ein bisschen so an, als würde man schweben. Andere Hormone lassen Euer Herz schneller schlagen und es wird ganz warm, die Körpertemperatur steigt. Ein Zungenkuss verbrennt im Durchschnitt bis zu 15 Kalorien pro Minute und beansprucht viele Gesichtsmuskeln. Deshalb strafft regelmäßiges Küssen die Gesichtshaut, sie wird besser durchblutet, Ihr bekommt einen rosigen Teint und die berühmten roten „Bäckchen“. Tut etwas für Eure Gesundheit, Mädels! Küssen tut Eurem Körper und Eurer Seele gut, steigert das Selbstwertgefühl und macht gute Laune.

Kuss = Kuss?

Jeder Mensch hat eine eigene Art und Weise zu küssen: Der eine mag es kurz und knackig, der andere lang und innig, der Nachbar küsst mit viel Zunge und eher feucht, die Eltern busseln sich mehrmals hintereinander auf die Lippen, die beste Freundin hat gern die Augen geöffnet, um sich ihren Kusspartner genau anzuschauen, und der Exfreund mochte es gern spielerisch. Nicht jeder ist mit jedem kompatibel was die Kusstechnik angeht, Zähne können aneinander stoßen oder es wird aus Versehen mal auf die Unterlippe gebissen. Wenn das Glück aber noch durch Kribbeln im Bauch und Verliebtsein untermalt wird, ist der Kuss in jedem Fall etwas Besonderes. Generell ist Übung alles – und küssen erlernbar – je mehr man über die Vorlieben des anderen weiß, desto besser wird man harmonieren. Also: küsst, was das Zeug hält!

Bildquellen: iStock/PIKSEL, iStock/gemphotography

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