Eifersucht ist eine Leidenschaft…

Ich war das erste Mal eifersüchtig

Die Eifersucht hat mich heimgesucht

Da könnte man jetzt sagen: „Es ist doch alles perfekt. Was willst du denn mehr?!“ Eigentlich ist es ja auch wirklich so, aber eben nur eigentlich. Denn: Ich bin eifersüchtig!

Ich verstehe mich momentan leider selbst nicht. Eigentlich bin ich gar nicht der Typ, der schnell eifersüchtig wird. Bis jetzt war eher das Gegenteil der Fall. Da konnte selbst meine beste Freundin das ein oder andere Mal nicht verstehen, warum ich in manchen Situationen nicht eifersüchtig wurde, sondern total entspannt blieb. Doch irgendwie ist mit Tim alles anders und meine Gefühle fahren Achterbahn.
Aber am besten fange ich ganz vorne an: Am letzten Samstag wollte Tim unbedingt auf eine Hip-Hop-Party, auf der schon länger nicht mehr war, früher aber gerne hingegangen ist. Natürlich hat mich Tim direkt gefragt, ob ich auch mitkommen möchte. Er würde sogar lieber mit mir dorthin gehen, als den Abend ohne mich zu verbringen. Naja, hab ich gedacht, eigentlich bin ich kein Fan dieser Musik. Aber meine Neugier, zu sehen, mit wem Tim früher so abgehangen hat, war einfach zu groß. Außerdem wollte ich ja auch Zeit mit Tim verbringen. Damit stand die Planung für das Wochenende fest.

Am Samstagabend ging es dann also auf die Party. Ich bin vorher schon zu Tim gefahren, weil ich bei ihm übernachten wollte. Wir machten uns zusammen schick und ab ging es in die Disco. Die Musik war ok und auch die Leute, die Tim mir zuhauf vorstellte, waren sehr nett. Irgendwann musste ich jedoch zur Toilette und als ich wieder kam, war Tim von einer Traube Mädchen umlagert. Ich dachte zuerst nur: „Wie toll! Mein Freund wird ja echt umschwärmt auf dieser Party. Und das Wichtigste: Tim gehört nur mir!“ Ich habe mich also wieder neben Tim gestellt und versuchte, mich in die Gesprächsrunde zu integrieren. Leider bekam ich durch die laute Musik aber nur die Hälfte mit und dadurch war mir schnell langweilig. Also wollte ich mit Tim tanzen gehen. Der meinte aber nur, dass er sich gerade so gut unterhalte und ich doch alleine gehen solle. Das verletzte mich schon ein bisschen, schließlich war ich für ihn auf diese Party gekommen und da hätte er ja wohl kurz mit mir tanzen können. Aber nein, er wollte lieber mit diesen Mädels reden, die er schon so lange nicht mehr gesehen hatte. Aus Trotz stiefelte ich also alleine auf die Tanzfläche. Als ich nach ein paar Songs wieder zu Tim gehen wollte, sah ich jedoch, dass ein Mädchen ihm doch sehr nahe gerückt war und ihn immer wieder am Arm berührte. Tim schien das nicht zu stören. Im Gegenteil, es schien ihm sogar zu gefallen. Und schwups. Da war meine Eifersucht erwacht. Ich dachte nur: „Wie kann die es wagen, so mit meinem Freund zu flirten? Die hat einfach ihre Chance genutzt, als ich ihr den Rücken zugedreht habe! Warum ignoriert Tim sie nicht einfach?“

Eifersucht: Wird sie zum Dauerbegleiter?

Wie ich nun mal bin, habe ich mir meinen Teil nur gedacht, was rückblickend keine gute Idee war. Ich hätte direkt dazwischen gehen sollen. Irgendwann war ich jedenfalls so verletzt und sauer, dass ich Tim angefahren habe, ich würde jetzt allein nach Hause gehen. Er guckte mich total verdattert an und meinte nur: „Wieso? Die Party ist doch der Hammer!“ Ich habe mich dadurch innerlich nur noch weiter aufgeregt, weil er einfach nicht darauf kam, warum ich sauer war. Ich habe irgendwas in meinen – nicht vorhandenen – Bart genuschelt und bin dann gegangen. Natürlich kam Tim direkt hinterher und wir sind dann zu ihm nach Hause gefahren. Auf der gesamten Heimfahrt und die halbe Nacht lang wollte Tim wissen, was denn mit mir los sei. Ich war aber noch so aufgewühlt, dass ich nicht mit ihm darüber reden konnte. Nach einer fast schlaflosen Nacht habe ich Tim am nächsten Tag doch gesagt, dass ich es total doof fand, wie das eine Mädel ihn immer angegrabscht hätte. Er sagte dazu nur: „Bist du etwa eifersüchtig? Wie süß!“ Nein, das war nicht süß und ich bin NICHT eifersüchtig. Naja, eben doch. Ich habe es zwar vehement bestritten, aber Tim hatte mich verständlicherweise durchschaut. Er versuchte mir zu erklären, dass Eva nur eine gute Freundin von früher sei, die beiden aber nie etwas miteinander gehabt hätten, weil sie gar nicht sein Typ sei. Stattdessen hätte er jetzt eine Freundin, auf die er total abfahre und ohne die er keinen Abend mehr verbringen wolle. Tim sagte mir noch ein paar schöne Dinge und irgendwann lachten wir nur noch über den ganzen Abend und mein Verhalten.

Auch wenn ich immer noch ein bisschen eifersüchtig bin, haben mich Tims Worte beruhigt. Ich weiß schließlich, dass er mich liebt und alles für mich tun würde. Und wenn ich jetzt an diesen Abend zurückdenke, ist es mir fast peinlich, wie kindisch ich doch war. Dennoch ertappe ich mich auch jetzt immer mal wieder dabei, wie ich die Mädchen, mit denen Tim sich unterhält, mustere und abschätze. Ich möchte das eigentlich gar nicht, aber es passiert automatisch, wie ein Reflex. Kann das denn gesund für eine Beziehung sein? Vertrauen ist doch die Basis und letztendlich vertraue ich Tim ja auch. Dennoch scheint die Eifersucht mich gefangen genommen zu haben und nicht mehr loszulassen. Heißt das, dass der Spruch „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft“ jetzt zu meinem Lebensmotto geworden ist? Warum kann ich nicht einfach wieder ganz entspannt sein? Ich bin mir ja sicher, dass Tim mich liebt und er mich nie betrügen würde… Liebe ich ihn einfach zu sehr?

Bildquelle: dreamstime


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