Mal wieder ein Desaster

Warum sind Familienfeiern immer so schrecklich?

Familienfeiern: Immer ein Albtraum?

Was soll ich sagen? Nachdem ich mir tagelang darüber Gedanken gemacht, einen Streit mit Marc vom Zaun gebrochen und jeden anderen Menschen in meinem Umfeld mit meinen Problemchen belästigt habe… war es natürlich so schlimm wie erwartet!

Es war ein Nachmittag voller Peinlichkeiten und Fettnäpfchen. Eigentlich kenne ich Marcs Familie bereits und habe mit seiner Oma Elli und seinem Opa schon das ein oder andere Mal geplaudert, aber irgendwie habe ich nach wie vor das Gefühl, dass ich mit solchen Veranstaltungen einfach nicht warm werde.

Wie immer gab es die typischen Fragen, wie „Wann heiratet ihr endlich?“ oder „Wann gibt es endlich Nachwuchs?“. Ich ließ alles über mich ergehen, antwortete mit einem Schwiegerenkelinnen-Lächeln und bemühte mich wie immer darum, eine möglichst unpeinliche Begleitung für meinen Freund zu sein. Irgendwann ist jedoch aus jeder Familienfeier die Luft raus, sofern nicht in Massen der Alkohol fließt, was in Marcs Familie eher selten der Fall ist. So kam es, dass wir irgendwann schweigend am Kaffeetisch saßen.

Marc hatte mir vor einiger Zeit erzählt, dass er früher immer mit dem Hund seiner Großeltern gespielt habe. Ohne darüber nachzudenken, hatte ich die glorreiche Idee, mich nach dem Hund zu erkundigen, um die Stimmung etwas aufzulockern. Plötzlich wurde es still am Tisch und ich fing langsam an zu bemerken, dass ich auf ein ganz schlechtes Thema gestoßen war. Jetzt mal ganz ehrlich… woher sollte ich denn wissen, dass dieser Hund vor ein paar Jahren bei einem tragischen Unfall auf der Straße direkt vor den Augen von Marcs Großmutter gestorben ist? Während sich die gesamte Familie also rührend darum kümmerte, die Tränen von Marcs Großmutter zu trocknen und ihr gut zuzureden, stand ich etwas außen vor und begann peinlich berührt den Tisch abzuräumen.

Ich stapelte Teller und Gläser auf ein Tablett und machte mich mit all dem Geschirr auf den Weg in die Küche. Als ich mir auf dem Weg dorthin noch darüber Gedanken machte, wie ich den Vorfall wieder gut machen könnte, war es schon zu spät. Ich stolperte und nach drei Ausfallschritten, einem heruntergerissenen Vorhang, an dem ich mich festhalten wollte, stand ich zwar wieder kerzengerade im Flur, hörte aber, wie all das gute Geschirr Stück für Stück auf dem Marmorboden von Marcs Großeltern zebrach. Noch bevor ich es selbst realisiert hatte, stand Marc bereits mit seiner Mutter im Türrahmen und sah, wie ich wie ein Häufchen Elend und mit verzweifeltem Blick in einem Haufen von Scherben stand. Was folgte war eine kopfschüttelnde Tante, eine grummelnder Onkel und eine vollkommen aufgelöste Großmutter. Immerhin schenkte Marc mir ein mitleidiges Grinsen.

Ich hoffe, ich konnte euch wenigstens mit meinen zwei Highlights des Nachmittags etwas zum Lachen bringen, denn für mich war das ganze weniger lustig. Wie auch immer, auf in ein nächstes Abenteuer, bis nächste Woche!

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