Marken-Vorliebe als Beziehungskiller
Juliane Timmam 21.08.2017

Cola oder Pepsi? Domino’s Pizza oder Pizza Hut? Ein kleiner Streit darüber, was es zum Abendessen geben soll, wird jedes Paar schon erlebt haben. US-Forscher haben nun entdeckt, dass die unterschiedliche Vorliebe zu einer bestimmten Marke die Beziehung auf Dauer viel stärker belastet, als es bisher bekannt war.

„Mögen wir die gleichen Bands, lesen wir die gleichen Bücher, haben wir die gleiche Weltansicht?“ Solche Fragen stellt man sich oft, wenn man seinen Partner besser kennenlernt und nach Gemeinsamkeiten sucht. Forscher aus dem US-Bundestaat North Carolina haben entdeckt, dass noch ganz andere Faktoren eine wichtige Rolle spielen, damit es in der Beziehung harmonisch bleibt.

Zufriedenheit in der Beziehung und „relationship power“

Partner, die wenig Autorität in ihrer Beziehung haben –die Forscher reden dabei von „relationship power“ – glauben, dass sie das Verhalten des Partners nicht ändern können. Sie bleiben laut Studie daher oft an der Markenauswahl ihres Partners hängen. „Die meisten Paare werden sich nicht wegen Marken-Unvereinbarkeit trennen, aber es führt dazu, dass der Partner mit der geringeren Macht immer weniger zufrieden ist“, erklärt eine der Studienleiter, Danielle Bricks.

Marken-Vorliebe als Beziehungskiller

Pepsi oder Cola? Wenn Partner verschiedene Marken bevorzugen, kann das zu einem Konflikt führen.

Kaffee, Autos, Schokolade und Bier im Vergleich

Die Wissenschaftler verglichen Limos, Kaffee, Schokolade, Bier und Autos, analysieren Einzelpersonen und Paare, einige von ihnen sogar über zwei Jahre lang. Der Effekt von Marken-Vereinbarkeit sei in der Vergangenheit immer stärker geworden und spielt im täglichen Leben heute eine größere Rolle. Sie haben aber nicht den gleichen Stellenwert wie andere beziehungsbeeinflussenden Faktoren, weil sie nicht als bedeutend gesehen werden.

„Menschen glauben, dass Vereinbarkeit in Beziehungen etwas mit dem gleichen Hintergrund, gleicher Religion oder Ausbildung zu tun hat“, so Marketing-Professor Gavan Fitzsimons. „Aber wir haben herausgefunden, dass diese Dinge nicht erklären, wie glücklich du in deinem Leben bist, nicht so wie das Konzept der Marken-Vereinbarkeit.“

Tägliche Marken-Unvereinbarkeit führt zu Konflikt

Wissenschaftlerin Brick erklärt es an einem Alltagsgegenstand wie Cola. „Wenn du Coca-Cola magst, dein Partner mag Pepsi, wird du dich wahrscheinlich nicht von ihm trennen – aber nach elf Jahren in der Beziehung, wenn er oder sie weiterhin mit Pepsi nach Hause kommt, jeden Tag, wird es einen Konflikt auslösen. Wenn du die Person in der Beziehung bist mit weniger Macht, die andauernd ihre Marke aufgibt und bei der Auswahl ihres Partners hängen bleibt, wirst du weniger zufrieden sein.“

Wissenschaftler geben hilfreichen Tipp fürs Online-Dating

„Leute, die einen Partner suchen, sollten darüber nachdenken, ob sie nicht ihre Marken-Vorliebe in ihr Dating-Profil aufnehmen sollten“, rät Fitzsimons. Aber wie kommt die Harmonie in einer langjährigen Beziehung zurück? Die Forscher schlagen vor, dass Partner mit verschiedenen Vorlieben sich eine gemeinsame Marke suchen, mit denen sie beide glücklich sind, das könnte die Zufriedenheit des Partners verbessern, der sonst unzufrieden wäre.

Was denkst du, hat dich die Vorliebe einer bestimmten Marke in deiner Beziehung schon mal gestört? Verrate es uns auf Facebook.

Bildquelle: iStock/nd3000, iStock/Radu Bercan


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