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Kaum zu glauben, aber wahr: Im Vergleich zum Rest Europas ist Deutschland in Sachen Verhütung ein Entwicklungsland. Bis heute ist die Pille sprichwörtlich in vieler Frauen Munde, obwohl gerade das tägliche „dran denken müssen“ nicht unbedingt unserem modernen Lebensstil und -gefühl entspricht. Der Grund für die ungebrochene Beliebtheit des Klassikers Pille: Viele Frauen wissen nicht, dass es mit den Langzeitmethoden mittlerweile moderne Alternativen gibt, die bequem und mindestens genauso sicher sind wie die altbewährte Pille.

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Verhütung geht jeden etwas an.

Neu ist beispielsweise das „Verhütungsschirmchen“ – eine sehr zuverlässige Methode mit dreijähriger bzw. fünfjähriger Verhütungsdauer, die das Thema Langzeitverhütung für viele Frauen interessanter machen könnte. Das niedrig dosierte Gestagen wird lokal in der Gebärmutter abgegeben und entfaltet direkt dort seinen kontrazeptiven Schutz, wobei der Zyklus und der natürliche Hormonhaushalt der Frau in der Regel unbeeinflusst bleiben. Weitere, hierzulande noch wenig bekannte Langzeitmethoden sind beispielsweise das Hormonimplantat oder die Hormonspritze. Das Hormonimplantat ist gerade mal so groß wie ein Streichholz und wirkt nach der Implantation in den Oberarm für drei Jahre. Die Spritze schützt drei Monate vor einer ungewollten Schwangerschaft.

Welche Methode passt zu mir und meinem Lebensstil? Warum werden zur Verhütung vor allem hormonelle Methoden genutzt? Und was tun, wenn es doch einmal zu einer Verhütungspanne gekommen ist? Diese und weitere individuelle Fragen beantwortete der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe Prof. Dr. med. Thomas Römer aus der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Evangelischen Krankenhauses Köln-Weyertal, der sich speziell mit den Bedürfnissen junger Frauen in Sachen Verhütung beschäftigt, bei der exklusiven Chat-Aktion zum „Tag der Verhütung“ am 26. September 2014. Ihr habt euch eingeloggt, drauf los gefragt und Infos eingeholt!

Prof. Dr. med. Thomas Römer beantwortet Fragen im Expertenchat

roemer_thomas_gyn_01-_1_„Stimmt es, dass der NUVA-Ring gesünder ist, weil die Hormone nicht durch den ganzen Körper müssen?“

Prof. Römer Verhütungs-Experte: „Der Ring hat den Vorteil einer relativ gleichmäßigen Hormonabgabe und weniger Belastung für die Leber. Bei gesunden Frauen ist die Pille aber genauso unbedenklich.“

„Welche Verhütungsmethoden ohne Hormone gibt es?“

Prof. Römer Verhütungs-Experte: „Es gibt Kondome oder Spiralen mit Kupfer. Hormonspiralen sind aber mittlerweile sehr niedrig dosiert und geben die Hormone lokal in der Gebärmutter ab.“

„Ist die Spirale auch für junge Mädchen geeignet? Also unter 20?“

Prof. Römer Verhütungs-Experte: „In diesem Fall ist sie nicht die 1. Wahl, aber wenn es mit anderen Methoden Probleme gibt oder diese nicht angewendet werden können, ist dies möglich und auch gut untersucht.“

Die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten wurden anonym auf dem Verhütungsportal www.meine-verhuetung.de veröffentlicht.

Die moderne Frau ist frei und flexibel und möchte sich, auch was das wichtige Thema Verhütung angeht, nicht einschränken lassen. Jeden Tag aufs Neue an die Pille zu denken, passt da nicht immer in den Tagesplan. Prof. Dr. med. Thomas Römer ging im Skype-Chat auf individuelle Fragestellungen und Bedürfnisse ein.

 

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