naked man with a condom in his hands
Katharina Lübkeam 24.06.2016

Mit oder ohne? Besser mit, als ohne, ganz klar. Für manche Männer ist das so klar aber nicht. Wann sie zum Kondom greifen und wann nicht, lässt sich offenbar unter Umständen vorhersehen. Zumindest, wenn man britischen Wissenschaftlern glaubt. Die haben herausgefunden, wann Männer ein Präservativ benutzen und wann sie lieber darauf verzichten würden, wenn man sie denn ließe.

Zu eng, zu unbequem, wahre Lustkiller? Viele Männer verzichten beim Sex lieber auf den Gummischutz. Fast jeder Dritte berichtet von Erektionsproblemen bei den letzten drei Kondom-Anwendungen und nur 5 Prozent aller Männer weltweit tragen überhaupt Kondome. Hierzulande schützen sich immerhin rund 71 Prozent der 16- bis 65-Jährigen bei spontanen Sexualkontakten mit Unbekannten.

Kondom oder kein Kondom? Je nach dem, finden Männer.

Kondom oder kein Kondom? Je nach dem, finden Männer.

Fast 30 Prozent schützen sich nicht

Blöd nur für die restlichen 29 Prozent, wenn plötzlich ein Kind unterwegs ist oder sich HI-Viren, Chlamydien, Humane Papillomviren und Gonorrhoe im Körper ausbreiten. Wann Männer dazu bereit sind und wann nicht, haben britische Forscher jetzt untersucht.

Die Forscher befragten 51 Männer im Alter von 18 bis 69 Jahren, von denen knapp die Hälfte Single war und 41 Prozent in einer monogamen Beziehung lebten, knapp 8 Prozent waren in einer offenen Beziehung. Im Durchschnitt hatten die Männer in ihrem bisherigen Leben rund 9 Sexualpartner.

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Mit oder ohne Kondom? Je nachdem

Die Wissenschaftler zeigten den Männern Porträts von 20 Frauen und ließen sie deren Attraktivität bewerten. Außerdem sollten sie entscheiden, ob sie gerne mit den jeweiligen Frauen Sex hätten und ob sie ein Kondom verwenden würden.

Dabei kam heraus, dass die freiwillige Bereitschaft zum Safer Sex stieg, je unattraktiver die Frau auf den Mann wirkte. Je attraktiver die Frau wahrgenommen wurde, desto weniger wollten die Herren die Überzieher nutzen und über risikorelevante Themen diskutieren.

Geschlechtskrankheiten spannend

Je unattraktiver die Frau, desto eher ein Kondom.

Je unattraktiver die Frau, desto eher ein Kondom.

Offenbar glaubten die männlichen Teilnehmer, dass Frauen von hoher Attraktivität weniger riskant für sexuell übertragbare Krankheiten seien und schon für sich selbst sorgen, und zwar mehr als weniger attraktive Frauen. Andererseits werden attraktive Frauen als promiskuitiver wahrgenommen. Die Forscher beließen es bei Hypothesen.

Einige der Männer fanden die Gefahr einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten nach eigenen Aussagen sogar „spannend“ und fühlten sich dadurch motiviert. Diese risikofreudigen Männer fühlten sich insbesondere zu Frauen hingezogen, die eine „besondere Gefahr“ ausstrahlten. Auch interessant: Je attraktiver ein Mann sich selbst einschätzte, desto eher verzichtete er auf Kondome.

Bildquelle: iStock/diego cervo, iStock/UruphongK


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