Ahnungslose Männer

Verhütungsring

Verhütungsring

Die hormonelle Verhütung ist seit Einführung der Antibabypille Frauensache. Das Wissen um moderne hormonelle Verhütungsmittel ebenso, obwohl Paare heute oft gemeinsam darüber entscheiden. Eine Umfrage unter Männern im Alter von 18 bis 49 Jahren enthüllte am Beispiel des Verhütungsrings, wieviel die Herren der Schöpfung wirklich über Verhütung wissen.

Eine von dem Marktforschungsunternehmen Kantar Health im Auftrag der MSD SHARP & DOHME GmbH durchgeführte Umfrage unter Männern im Alter von 18 bis 49 Jahren zeigte: Während die Mehrzahl der Befragten die Pille kannte, hatte rund ein Drittel von ihnen noch nie etwas über die Hormonspirale gehört. Den Verhütungsring kannten 40 % als hormonelle Verhütungsmethode, 26 % war das Verhütungsstäbchen bekannt.

Verhütungsring: So funktioniert`s

Die Frau führt den flexiblen Kunststoffring ähnlich wie einen Tampon in die Scheide ein, wo er drei Wochen verbleibt. Dort gibt er gleichmäßig Hormone ab, die über die Scheidenschleimhaut vom Körper aufgenommen werden. Die empfängnisverhütende Wirkung beruht wie bei der Antibabypille auf einer Kombination der Sexualhormone Östrogen und Gestagen und ist im Hinblick auf die Zuverlässigkeit mit dieser vergleichbar. In der vierten Zykluswoche wird der Ring entfernt, die empfängnisverhütende Wirkung bleibt in dieser Woche erhalten. Anschließend wird ein neuer Ring eingelegt. Auch bei einer Magenverstimmung, Erbrechung oder Durchfall bleibt die Wirkung des Verhütungsrings bestehen, da die Hormone direkt in der Scheide wirken und den Magen-Darm-Trakt gar nicht passieren.

Dennoch kann es bei der Anwendung des Verhütungsrings wie auch bei anderen kombinierten Verhütungsmitteln zu Nebenwirkungen kommen. Dabei sind Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Brustspannen, Depressionen oder Hautunreinheiten am häufigsten. Seltener können Veränderungen der Blutgerinnung bzw. Thrombosen auftreten. Ungeeignet ist die Methode vor allem für Frauen, die keine Hormone zur Empfängnisverhütung einsetzen dürfen, weil sie z.B. eine Thrombose hatten oder noch haben, an Herz-Kreislauferkrankungen, bestimmten Tumorerkrankungen oder Migräne leiden.

Verhütungsring: Das denken die Männer

In der Umfrage wurde das Detailwissen der Männer am Beispiel des Verhütungsringes abgefragt. Weniger als die Hälfte der Männer, die angaben, den Verhütungsring zu kennen, wussten, dass dessen Wirkweise mit der Antibabypille vergleichbar ist. Rund ein Drittel der Männer hielt den Verhütungsring für ein „Kondom für Frauen“, fast ebenso viele glaubten, er funktioniere wie eine Art Dichtungsring, der keine Spermien durchlässt. Weitere Missverständnisse in Sachen Funktionsweise: Zehn Prozent der "Verhütungsring-Kenner" dachten, dass dieser bei Bedarf über den Penis gestülpt werden muss. Fast ebenso viele glaubten, der Ring entfalte seine empfängnisverhütende Wirkung, wenn ihn die Partnerin für einen Monat am Handgelenk trägt.

Verhütungsring: Fast jeder Zweite empfiehlt ihn seiner Partnerin

Nahezu zwei Drittel der Männer gaben in der Umfrage zum Verhütungswissen an, dass sie Verhütungsfragen gemeinsam mit ihrer Partnerin entscheiden. Umso wichtiger ist die Kenntnis über die verschiedenen Methoden, die heute als zuverlässiger Empfängnisschutz zur Verfügung stehen. Nach dem Lesen der Produktbeschreibung würde fast jeder zweite Mann seiner Partnerin den Verhütungsring empfehlen. Aus Männersicht waren die wichtigsten Vorteile dieser Methode die einmal monatliche Anwendung (65% fanden dies positiv), die hohe Zuverlässigkeit (62%), die niedrige Östrogendosis (59%) und die einfache Anwendung (58%).

Ob der Verhütungsring auch für Dich geeignet ist, solltest Du in einem Beratungsgespräch mit deinem Frauenarzt besprechen. Vor der Verordnung eines neuen Verhütungsmittels wird der Arzt die Vor- und Nachteile individuell erörtern. Weitere Informationen zum Thema Verhütung erhältst Du unter www.femaleaffairs.de, ein Informationsangebot der Firma MSD.

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