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Du wirst zur Frau

Weiblicher Zyklus

Weiblicher Zyklus

Im zarten Alter von ungefähr 11 bis 15 Jahren holt uns Mädels der Ernst des Lebens ein und wir müssen ihm ins Auge sehen – ein erster weiblicher Zyklus kündigt sich an. Von jetzt an ticken unsere Uhren ein bisschen anders und die Hormone fangen an, nach ihren eigenen Regeln zu spielen. Dabei geht es nicht um die Wurst, sondern ums Ei, denn der Eisprung ist sozusagen das Highlight, auf das ein weiblicher Zyklus zusteuert.

Weiblicher Zyklus: Manchmal wirkt er sich auf die Stimmung aus
Weiblicher Zyklus: Manchmal verhagelt er einem die Laune

Um zu verstehen, was sich in Deinem Körper abspielt und warum Dein weiblicher Zyklus ungefähr 28 Tage und ganze drei Phasen braucht, nur um wieder von vorne anzufangen, musst Du Dir etwas genauer anschauen, wie viel Motivation Dein Ei braucht, um den Sprung in die große weite Welt zu wagen. Ein weiblicher Zyklus ist schließlich eine hochkomplizierte Angelegenheit, die sogar so manchen Zykluskalender zum Verzweifeln bringen kann.

Weiblicher Zyklus: Phase 1 – Follikel in Hülle und Fülle

Ein weiblicher Zyklus ist ein bisschen wie ein gutes Buch. Er hat eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss – und in der Mitte liegt der Eisprung als spannender Höhepunkt. Die Einleitung, mit der Dein weiblicher Zyklus startet, beginnt mit dem ersten Tag der Periode. Im Fachjargon wird diese Zeit auch Follikelphase genannt. In dieser Phase reifen in den Eierstöcken die Eibläschen. Da wir Mädels ja gerne in die Vollen greifen, produzieren wir mit Hilfe des Hormons FHS gleich 40-100 Stück – für schlechte Zeiten sozusagen. Und das ist auch gut so, denn diese kleinen Bläschen sind dafür zuständig, dass wir immer genug vom weiblichen Geschlechtshormon Östrogen zur Verfügung haben und nicht etwa anfangen, einen Bart zu züchten. Normalerweise entwickelt sich, sobald ein weiblicher Zyklus angelaufen ist, nur eines der Eibläschen zur Eizelle. Sollte die Atmosphäre in den Eierstöcken allerdings doch einmal so gut sein, dass sich gleich mehrere Eibläschen nicht bremsen können und zur Eizelle heranwachsen, stehen die Chancen für eine Mehrlingsgeburt sehr gut. Wenn sich die Follikelphase ihrem Höhepunkt nähert und das Ei so langsam flügge wird, steigt der Östrogenspiegel so stark an, dass sich der Gebärmutterhalskanal (in der Medizin Zervixkanal genannt) weitet und der dort abgelagerte Zervixschleim besonders durchlässig für Spermien wird. Unser Körper schafft sozusagen bereits eine einladende Atmosphäre, während ein weiblicher Zyklus im Gang ist. Die Länge der Follikelphase ist bei jedem weiblichen Zyklus unterschiedlich. Fest steht jedenfalls, dass der Eisprung die Phase beendet und die zweite Zyklushälfte einläutet.

Weiblicher Zyklus: Phase 2 – Ein sprunghafter Zeitgenosse

Es ist so weit: Das Ei möchte etwas von der Welt sehen. Da man als Hauptdarsteller der Vorstellung „Weiblicher Zyklus“ aber ruhig ein paar Allüren an den Tag legen darf, besteht es zuvor auf einer geballten Ladung der Hormone LH und Progesteron. Erst wenn eine ausreichende Menge dieser beiden Hormone ausgeschüttet wurde und der sogenannte „LH-Peak“ erreicht ist, erklärt sich das Ei ungefähr 12 Stunden später zum großen Sprung bereit. Dein weiblicher Zyklus tritt damit in die nächste heiße Phase ein. Dabei ist der Eisprung gar nicht so freiwillig, wie man annehmen könnte. Vielmehr ist es so, dass das arme Ei aus dem warmen Nest des Eierstocks ausgestoßen und in die Eileiter geschubst wird. Und wäre das alles nicht schon genug Stress, fängt der Zeitdruck jetzt erst richtig an, denn nach dem Eisprung ist das Ei nur noch ungefähr 12 bis 24 Stunden bereit zur Befruchtung. Ein weiblicher Zyklus bietet also nur ein ganz schön kleines Fenster für die „spannendste Zeit des Lebens“.

Weiblicher Zyklus: Phase 3 – Die Gelbkörperphase

Keine Sorge, in der Gelbkörperphase musst Du keine gelben Flecken im Gesicht überschminken. Diese Zeit, mit der Dein weiblicher Zyklus nach dem Eisprung beginnt, heißt Gelbkörperphase (oder auch Lutealphase), weil die im Eierstock verbliebenen Eibläschen jetzt den Gelbkörper (oder auch Corpus luteum) bilden. Schließlich sollen auch diese nicht ohne Nutzen eingehen, weshalb der Gelbkörper fleißig Progesteron produziert und damit dafür sorgt, dass es im Körper heiß hergeht. Um ungefähr 0,3 Grad Celsius steigt Deine Körpertemperatur in dieser Zeit an. Ein weiblicher Zyklus hat also Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Nach so viel Aufregung wird es für unser Ei Zeit, sesshaft zu werden. Und wo könnte man das besser als in einer kuscheligen Gebärmutterschleimhaut, die jetzt durch die Hormone Progesteron und Östrogen aufgebaut wird. Hat das Ei ernsthafte Absichten, eine feste Bindung mit einer Samenzelle einzugehen, kann es jetzt in sein neues Nest einziehen und wir können für eine ganze Weile die Tampons in der Tasche lassen. Falls aber der Richtige für unser Ei einfach noch nicht dabei war, fällt der Einzug ins Eigenheim aus. Der Gelbkörper baut sich wieder ab und die Gebärmutterschleimhaut wird in Form der uns bestens bekannten Regelblutung ausgeschieden. Und dann? Dann beginnt ein neuer weiblicher Zyklus.

Weiblicher Zyklus: PMS

Wer kennt sie nicht, die kleinen Nettigkeiten, mit denen uns ein weiblicher Zyklus Monat für Monat beglückt. Und wer sie nicht am eigenen Leibe zu spüren bekommt, hat bestimmt schon die eine oder andere Party verpasst, weil die beste Freundin sich einfach nicht danach gefühlt hat mitzugehen. Unterleibsschmerzen, spannende Brüste, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen – all das sind die „Freuden“, die ein weiblicher Zyklus auslösen kann. Sie treten bei allen Mädchen und Frauen unterschiedlich auf und manchmal fragt man sich, warum man selbst einmal im Monat mit der Wärmflasche auf der Couch liegt, während die beste Freundin Bäume ausreißen könnte. Aber die Hormone, die ein weiblicher Zyklus zur Folge hat, sind unberechenbar. Auch die Medizin hat bis heute keine eindeutige Ursache für PMS gefunden, geschweige denn ein Allheilmittel. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als es gelassen hinzunehmen. Immerhin wissen wir jetzt, dass ein weiblicher Zyklus in unserem Körper eine Menge spannender und wichtiger Dinge auslöst, während wir mies gelaunt auf der Couch liegen.

Ein weiblicher Zyklus und die damit verbundenen Schwankungen der Hormone machen uns Frauen manchmal ganz schön unberechenbar und launisch, aber manchmal eben auch zu bezaubernden Energiebündeln. Das kann manchmal ganz schon aufreibend sein. Aber seien wir mal ehrlich: Lieber erdulden wir die Hormonschwankungen, die unser weiblicher Zyklus auslöst, als ein Mann zu sein!

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