Typisch Mann!

Bei Fußball vergessen Männer alles, auch die Frauen

Wenn Männer Fußball gucken, sind Frauen
egal!

Traurig, aber wahr: Wenn Fußball läuft, ist man bei den Männern nur noch zweite Wahl. Warum Frau die 90 Minuten des Leidens miterleben muss, ist wirklich fragwürdig. Aber vielleicht wird man ja danach für die Geduld entschädigt.

Eine Minute und 38 Sekunden sind seit Anpfiff bereits gespielt worden. Und die Ideen, wie ich die restlichen 89 Minuten überstehen soll, sind mir jetzt schon ausgegangen. Fußball läuft! Schwarz-Gelb gekleidete Männer spielen gegen grün-weiße Männer. Fragen, warum der Schiri jetzt gepfiffen hat oder eben nicht, sind hier entweder überflüssig oder unerwünscht, denn spätestens beim zweiten Wort wird man durch heftiges Gebrüll unterbrochen. Frauen sind jetzt nur noch die zweite Wahl. Wenn Fußball läuft, vergessen Männer einfach alles. Auch die eigene Freundin. Und so ist es auch bei Marc.

Die vergangenen Wochenenden konnte ich mich äußerst gut um die Fußball-Spiele drücken. Hier war eine Party, dort war eine Veranstaltung. Doch dieses Mal gab es keinen Ausweg. „Lass uns doch in die Kneipe gehen, wir schauen ein bisschen Fußball, unterhalten uns, können etwas essen und trinken“, schlug Marc vor. Eine relativ verlockende Einladung und seine Worte klangen weniger schlimm, als es in Wirklichkeit war. Mit rund fünfzig brüllenden, grölenden und teilweise betrunkenen Männern saßen wir in einer winzigen Eckkneipe und schauten Fußball. Grün gegen Gelb. 13 brünette gegen neun blonde Spieler. Zwei wütende Trainer und ein kollerrischer Torwart. Ein glücklicher Marc und eine gelangweilte Freundin. Ich fing an die Wanddekoration aus alten Bierdeckeln, Fußballwimpeln und Zeitungsartikeln zu betrachten. Wenn Marc freudig zu mir rüber schaute, versuchte ich ein gequältes Lächeln hervorzubringen. „Spannendes Spiel, was?“ Nicht wirklich dachte ich und überlegte, welche Aktivitäten mir besser gefallen würden als Fußball.

Ich war bei Nummer 23 angekommen, als endlich der Halbzeitpfiff ertönte und Marc seinen Blick von dem Flachbildschirmfernseher abwandte. „Wie konnte man so ein Tor nicht machen? Der stand doch völlig frei. So ein Idiot“, schüttelte Marc fluchend den Kopf. Bei Fußball werden Männer irgendwie wieder zu kleinen Jungs. Sie jammern und weinen und wenn der favorisierte Verein ein Gegentor kassiert, ist das Geheul groß. „Leichter konnte man es doch nicht haben“, faselte er weiter und steckte damit seinen Banknachbarn an, der lallend in die Diskussion – beziehungsweise den Monolog – einstieg. 72. Spielminute und die beiden hatten ihre Diskussion mit der zweiten Halbzeit verknüpft. Meine Laune sank mit jeder Sekunde, die ich noch länger gelangweilt auf den Fernseher starren musste.

Wenigstens hatte ich so etwas Zeit, mir zu überlegen, wie Marc unseren Fußball-Nachmittag wieder gut machen könnte. Ein Abendessen, Kinobesuch, Ausflug auf den Jahrmarkt? Das war irgendwie alles nicht das Richtige. Aber weil Valentinstag naht, fällt mir da sicherlich eine Kleinigkeit ein.

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