Marc Elsberg: ZERO – Sie wissen, was du tust

Seit seinem Debütroman „Blackout – Morgen ist es zu spät“, der vor zwei Jahren erschien, gehört Marc Elsberg zu den absoluten Shootingstars der deutschsprachigen Thrillerszene. Schließlich gelang es dem Österreicher nicht nur, sein Werk in Abertausenden von Exemplaren über die Ladentische wandern zu lassen, sondern er schaffte es auch, seine Leser mit einem überaus realistisch dargestellten terroristischen Angriff auf die europäischen Stromnetze zum Nachdenken zu bringen. Doch auch mit seinem neuen Roman „ZERO – Sie wissen, was Du tust“ wird Marc Elsberg wieder für die eine oder andere Gänsehaut sorgen…

Marc Elsberg: ZERO - Sie wissen, was du tust

Marc Elsberg ist zurück

Dass Marc Elsberg keine Angst vor ebenso brisanten wie hochaktuellen Themen hat, bewies der Erfolgsautor bereits mit seinem Werk „Blackout“. In einem nicht nur äußerst spannenden, sondern auch hervorragend recherchierten Buch schilderte der 47-Jährige in schockierender Realitätsnähe einen terroristischen Angriff auf die europäischen Stromnetze, der nicht nur die Versorgung mit Energie, Wasser und Lebensmitteln zum Erliegen bringt, sondern auch die Gesellschaft an sich gefährlich ins Wanken bringt. Auch sein neuer Bestseller „ZERO“ legt wieder den Finger in die Wunde und präsentiert die gesamte Zerbrechlichkeit unseres Zusammenlebens. Schließlich ist der Strom nicht der einzige Klebstoff, der die heutige Gesellschaft zusammenhält. Auch das World Wide Web spinnt immer unübersichtlichere Fäden um den modernen Menschen…

Marc Elsberg schreibt wieder einen actiongeladenen Bestseller

Doch zunächst beginnt der frische Roman von Marc Elsberg wie so viele Thriller vor ihm: In der britischen Hauptstadt London wird ein Junge während einer Verfolgungsjagd erschossen. Als die Journalistin Cynthia Bonsant die Hintergründe recherchieren will, stößt sie auf die rätselhafte Onlineplattform „Freemee“, deren Angebote von Millionen von Nutzern gefeiert werden. Nur einer scheint dem Frieden nicht zu trauen: Der anonyme Internetaktivist ZERO warnt vor der beinahe allumfassenden Macht, die das Unternehmen über seine Nutzer erlangt. Cynthias journalistischer Spürsinn ist geweckt, doch als sie sich detaillierter über „Freemee“ informieren möchte, ist sie auf einmal selbst in Gefahr. Doch wie kann man in einer Welt voller Überwachungskameras, Smartphones und Datenbrillen unentdeckt bleiben? Auf diese Frage versucht Marc Elsberg mit seiner Geschichte eine Antwort zu finden.

Marc Elsberg nimmt die virtuellen Datensammler ins Visier

Marc Elsberg veröffentlicht einen weiteren klugen Thriller

Marc Elsberg legt einen neuen
Bestseller vor

Natürlich gelingt es Marc Elsberg auch in „ZERO“ wieder, das Blut seiner Leser durch spannungsgeladene Verfolgungsjagden und ungeahnte Wendungen in Wallung zu bringen. Doch die eigentliche Gänsehaut entsteht erst durch die hochaktuelle Thematik, die der Autor für sein neues Werk ausgewählt hat: die Datensammelwut internationaler Unternehmen und staatlicher Behörden, die gerade durch die Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden in den letzten Monaten besonders ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gelangt sind. An einem konkreten Beispiel spielt Marc Elsberg genau die Fragen durch, die sich viele Menschen bei jeder neuen Enthüllung stellen: Wie viel wissen staatliche Institutionen oder Firmenimperien wie Google, Apple, Facebook oder Amazon wirklich über mich? Kann ich noch tun und lassen, was ich will, ohne dass jemand sofort davon Wind bekommt? Und wie frei ist man noch, wenn man rund um die Uhr beobachtet wird? Die Internetplattform „Freemee“, die sich Marc Elsberg zu diesem Zweck ersonnen hat, ist natürlich vollkommen fiktiv und so manche Entwicklung des Plots erscheint beim ersten Lesen womöglich etwas überspitzt und unrealistisch, doch gerade durch die eigene Erfahrung, die jeder Leser mit der digitalen Welt mitbringt, ist man sich dieser Problematik durchaus bewusst. Schließlich erleichtern die praktischen Angebote, die Firmen wie Facebook, Twitter & Co. auf Lager haben, tatsächlich das eigene Leben und bieten zahlreiche Möglichkeiten. Doch ist der Preis, den man mit der Freigabe seiner Daten und der damit verbundenen Überwachung bezahlt, nicht zu groß?

Marc Elsberg beschreibt eine realistische Zukunftsvision

Einen Ausweg aus dieser misslichen Lage, in der wir uns alle befinden, hat auch Marc Elsberg nicht auf Lager. Stattdessen belässt es der Schriftsteller lediglich dabei, die Gefahren, die unsere derzeitige Leichtfertigkeit im Umgang mit den neuen Medien zur Folge hat, zu benennen und eine Vision zu erschaffen, wo das alles mal enden könnte, wenn sich daran auch in den nächsten Jahren nichts ändern sollte. Dafür, dass sich seine Geschichte dabei nicht in vollkommen realitätsfernen Hirngespinsten verliert, sorgt Elsbergs herausragende Genauigkeit bei der Recherche, die schon „Blackout“ zu seiner atemberaubenden Wirklichkeitsnähe verholfen hat. Zwar mag die eine oder andere beschriebene Technik noch Zukunftsmusik sein – der Logik seiner Schilderungen tut dies allerdings keinen Abbruch. Stattdessen hat Marc Elsberg einen überaus realistischen Thriller geschaffen, dessen Science-Fiction-Elemente schneller Realität werden könnten, als uns allen lieb ist…

Mit seinem neuen Roman „ZERO“ dürfte Marc Elsberg wohl so manchem Internet- und Smartphonenutzer die Schweißperlen auf die Stirn treiben. So entwirft der Österreicher nicht nur einen packenden Plot um die sympathische Journalistin Cynthia, sondern auch ein an vielen Stellen schockierendes Zukunftsszenario. Wer nach der Lektüre dieses Buches die sozialen Medien oder seine Apps noch genauso unbefangen nutzt wie vorher, muss jedenfalls Nerven wie Drahtseile haben…

Bildquelle Cover: © Blanvalet Verlag
Bildquelle Autor: © Clemens Lechner


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