Schweißperlen

Mit „Schweißperlen“ hat die junge Autorin Isabelle Sand einen Erotikroman geschrieben, der die Grenzen zwischen Erotik und Liebesgeschichte sprengt. Dabei wird gekonnt mit der Verbindung zwischen Sex und Sehnsucht, zwischen Anziehung und Abgründen gespielt.

Isabelle Sand: “Schweißperlen”

Mit „Schweißperlen“ hat die junge Autorin Isabelle Sand einen Erotikroman geschrieben, der die Grenzen zwischen Erotik und Liebesgeschichte sprengt. Dabei wird gekonnt mit der Verbindung zwischen Sex und Sehnsucht, zwischen Anziehung und Abgründen gespielt.

Seit „Shades of Grey“ für einen Welterfolg gesorgt hat, wächst die Nachfrage nach erotischer Lektüre. Die junge Autorin Isabelle Sand versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Mit „Schweißperlen“ hat sie einen erotischen Roman geschrieben, der die goldene Mitte zwischen Erotik und sensibler Prosa ansteuert. Sand selbst wuchs als Kind eines marokkanischen Diplomaten und einer deutschen Mutter in Rom auf, arbeitete unter anderem in Moskau und lebt nun in Nizza. All diese kulturellen Einflüsse lässt sind auch in „Schweißperlen“ zu spüren.

Die Schwedin Britt ist von ihrer Durchschnittsehe gelangweilt und bricht aus ihrem Alltag aus, wobei sie direkt in ein Leben voll von erotischen Grenzerfahrungen stolpert. Marina hingegen ist jung und ein wenig naiv. Noch immer trauert sie ihrer Jugendliebe nach und verliert sich in erotischen Träumereien, die für sie stets auch mit Liebe und Melancholie zu tun haben. Die beiden begegnen sich in einigen homoerotischen Grenzerfahrungen, die für beide sehr aufschlussreich sein werden. Der Römer Marco hingegen steht mit beiden Beinen im Leben und arbeitet in Berlin als Journalist. Auch er und Britt kommen sich in einem kurzen Intermezzo näher – als Britt jedoch die Tragweite dieses Erlebnisses begreift, ist es zu spät. Amina lebt in Nizza und lernt Marco online kennen, was in einen stürmischen Flirt mündet. Eine Affäre mit Macho Axel, der im Laufe der Handlung sämtliche weiblichen Figuren um den Finger wickelt, setzt der Romanze ein jähes Ende.

„Schweißperlen“: Eine Verflechtung verschiedenster Akteure

Die porträtierten Figuren werden erstaunlich sensibel gezeichnet und unterscheiden sich durch ihre unterschiedliche Wahrnehmung sexueller Erlebnisse. Jede Person betritt mit individuellem Wertesystem, eigenen Sehnsüchten und Wünschen die Bühne und erlebt die Ausschweifungen daher auf ganz eigene Weise – damit kommen die Handlungsträger erfrischend authentisch daher, insbesondere im Vergleich zu manch anderen Erotikromanen. Nach und nach wird dabei deutlich, dass „Schweißperlen“ nicht bloß auf die lustvolle Schilderung von erotischen Erlebnissen abzielt, sondern diese sinnvoll verstrickt mit dem riesigen Gebilde an Gefühlen und Erwartungen, das sich stets hinter dem bloßen Sex verbirgt.

“Schweißperlen – Ein Roman.”

Luftig-leichte Sommerlektüre für kurzweiligen Erotikspaß

“Schweißperlen” bietet – trotz des weitaus geringeren Bekanntheitsgrades – einen abwechlungsreicheren Schreibstil und intelligentere Geschichten als beispielsweise der Welthit “Shades of Grey”. Um teils klischeehafte Ausdrücke kommt wohl kein Erotikautor umhin und auch die Handlung bleibt teils aufgrund der ausführlichen erotischen Schilderungen etwas auf der Strecke. Wer aber Lust auf eine leichte Sommerlektüre hat und mal einen Erotikroman der anderen Art – und glücklicherweise fernab von „Shades of Grey“ – lesen will, ist bei „Schweißperlen“ an der richtigen Adresse.

„Schweißperlen“ will sich von der grauen Masse der angestrengten Erotikromane abheben – und das ist Isabelle Sand auch gelungen. Erzählstil und Charakterzeichnung sind qualitativ gut und machen Spaß. Wer nach einer erotischen Lektüre für einige laue Abendstunden sucht, wird nicht enttäuscht.


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Was denkst du?

  • AngelinaLo am 13.09.2012 um 18:22 Uhr

    Ich habe das Buch "Schweißperlen" ebenfalls - mit grosser Lust - in einem Rutsch gelesen und fand es inhaltlich spannend, erotisch prickelnd und sprachlich gekonnt. Für mich war es ein Hochgenuss, bin schon sehr gespannt auf Teil 2.

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