Schlafstörungen Ursachen
Katja Nauckam 09.05.2018

Etwa 15 Prozent der Deutschen leiden unter chronischen Schlafstörungen, der sogenannten „Insomnie“. Um dagegen etwas zu tun, musst du die Gründe herausfinden und deine Schlafgewohnheiten ändern. Wir verraten dir, welche körperlichen und psychischen Ursachen für Schlafstörungen sorgen, und zeigen dir, mit welchen Tricks du wieder zu erholsamem Schlaf findest.

Arten von Schlafstörungen

Es gibt nicht nur eine Art, schlecht zu schlafen, denn Schlafstörungen treten in zahllosen verschiedenen Formen auf.

Schlafstörungen Ursache Einschlafen

Dauerhaft schlechter Schlaf nagt an der Gesundheit.

  • Insomnie: Du schläfst nicht durch und wachst immer wieder auf oder du hast Probleme beim Einschlafen.
  • Hypersomnie: Du schläfst tagsüber immer wieder ein.
  • Parasomnie: Du bewegst dich unbewusst im Schlaf und schlafwandelst.
  • Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen: Dein Schlaf ist immer unterbrochen, du fühlst dich morgens noch sehr müde und leidest den ganzen Tag über an Schläfrigkeit. Darunter leiden vor allem Menschen, die im Schichtsystem arbeiten. Es kann aber auch eine Folge von einer Medikamenteneinnahme sein.
  • Restless-Leg-Syndrom: Du leidest an unruhigen Beinen, die dich nachts nicht zur Ruhe kommen lassen und dich immer wieder zwingen, sie zu bewegen.
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen: Du schnarchst im Schlaf sehr laut und unregelmäßig.Normales Schnarchen führt noch nicht zu schlechtem Schlaf. Wenn es jedoch zu einer Schlafapnoe kommt, setzt die Atmung kurzzeitig im Schlaf aus, Das kann im schlimmsten Fall zum Atemstillstand führen.

Bei den beiden letztgenannten Fällen solltest du dich unbedingt von einem Arzt untersuchen und behandeln lassen. Vor allem Schlafapnoe kann lebensgefährlich werden. Auch unruhige Beine sind alles andere als ein Spaziergang und lassen sich mit Hausmitteln nur selten behandeln. Hier ist medizinische Hilfe absolut notwendig.

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Primäre Schlafstörungen und ihre Ursachen

Primäre Schlafstörungen können leicht aus der Welt geschafft werden, da ihnen keine körperlichen oder psychischen Ursachen zugrunde liegen. Meistens stimmen die Bedingungen für deinen Schlaf nicht, sodass du Probleme hast, ein- oder durchzuschlafen. Prüfe daher genau folgende Punkte und sorge für eine Atmosphäre, die dir einen erholsameren Schlaf ermöglicht:

#1 Alkohol, Kaffee und grünen Tee

Trinkst du spät abends oft noch Kaffee, Tee oder sogar ein Glas Wein? Zugunsten deines Schlafes solltest du den Konsum reduzieren und am besten 3 Stunden vor dem Zubettgehen gar nichts davon mehr zu dir nehmen. Das putscht deinen Körper auf und er kommt nicht zur Ruhe.

Schlafstörungen Ursache Alkohol

Du trinkst abends ein Glas Wein? Verzichte lieber darauf!

#2 Schwer verdauliche, fettige Lebensmittel

Jeder hat eine andere Verdauung. Dem einen macht es nichts aus, spät abends noch einen Burger zu essen, der andere hat Probleme damit. In jedem Fall bedeuten fettige Lebensmittel Arbeit für deinen Magen und deinen Darm und tragen nicht dazu bei, dass er beim Einschlafen zur Ruhe kommt. Nimm daher abends besser gesunde, leichte Lebensmittel zu dir.

#3 Die nötige Ruhe

Liegt dein Schlafzimmer an einer lauten Straße und du schläfst oft mit offenem Fenster? Oder lebst du in einer WG oder einem Haus mit sehr lauten Nachbarn? Ein permanenter Geräuschpegel hilft nicht, die Schlafprobleme zu reduzieren, daher solltest du schauen, was du daran ändern kannst.

#4 Angenehme Schlaftemperatur

Der Schlafraum sollte nicht zu warm sein, aber definitiv auch nicht zu kalt. Im Schlaf fährt der Körper die Temperatur etwas herunter, daher ist auch im Sommer eine leichte Decke wichtig. Im Winter können warme Söckchen helfen, deine Füße nicht erkalten zu lassen. Das Schlafzimmer stark zu heizen, wird nicht empfohlen, da sonst eine sehr trockene Luft entsteht. 16 bis maximal 18 Grad ist eine gute Schlaftemperatur.

#5 Das richtige Kissen

Wachst du ständig mit Nackenschmerzen auf? Dann liegt dein Kopf nachts vermutlich nicht gut. Hier kann ein ergonomisches Kissen helfen. Lasse dich am besten in einem Fachgeschäft beraten und teste aus, welche Form dein Kissen haben muss, damit deine Wirbelsäule nachts die richtige Position hat.

#6 Geistige Entspannung

Wer vor dem Schlafengehen Probleme wälzt, wird nicht gut einschlafen. Es ist sehr wichtig, dass du auch nach einem stressigen Tag ruhig ins Bett gehst. Es kann helfen, Tagebuch zu führen oder mit dem Partner oder der Freundin zu sprechen und sich einmal alles von der Seele zu reden. Auch wenn die Probleme am nächsten Tag noch da sind – du kannst sie ganz neu betrachten und bewerten, nachdem du einen erholsamen Schlaf hattest.

Schlafstörungen Ursache Rituale Musik hören

Entspanne dich vor dem Zubettgehen mit Hörspielen oder Musik.

#7 Abendliche Rituale

Gewöhne dir vor dem Schlafengehen kleine Rituale an, die deinem Körper und Geist sagen, dass er jetzt zur Ruhe kommen soll. Entspannungstechniken wie Yoga und autogenes Training können dabei helfen. Ich komme gut zur Ruhe, wenn ich ein paar Seiten lese oder ein Hörspiel höre. Manche meiner Freunde trinken auch abends eine Tasse Kräutertee.

Hinweis: Sei vorsichtig mit homöopathischen Mitteln, die einen schnellen Schlaf suggerieren. Noch kritischer solltest du mit Schlaftabletten umgehen. Die meisten erhält man nicht rezeptfrei, da eine falsche Dosierung zum Herzstillstand führen kann und gesundheitsschädigend ist. Rezeptfreie pflanzliche Mittel wirken meist erst nach einigen Tagen oder auch Wochen, sollten aber auch nicht dauerhaft eingenommen werden. Wenn deine Schlafprobleme nach dem Einnehmen von Tabletten nicht besser werden, solltest du davon Abstand nehmen oder ggf. deinen Hausarzt kontaktieren.

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Sekundäre Schlafstörungen und ihre Ursachen

Die sekundären Schlafstörungen haben meist eine organische oder psychische Ursache, die du ohne ärztliche Hilfe nicht bewältigen kannst. Wir können dir hier Ursachen vorstellen, an denen es liegen kann, du solltest jedoch dazu unbedingt deinen Hausarzt zurate ziehen, der dich und deine Erkrankungen gut kennt und entsprechende Untersuchungen vornimmt und eine Behandlung vorschlagen kann. Gegebenenfalls kann er dich an einen Facharzt überweisen oder in ein Schlaflabor schicken, wo dein Schlaf genau überwacht und untersucht wird. Diagnostiziere so etwas Ernstes also auf keinen Fall selbst, sondern sprich mit deinem Arzt darüber.

  • Psychische Krankheiten: Viele psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Psychosen oder Schizophrenie gehen häufig mit Schlafstörungen einher.
  • Organische Krankheiten: Chronische Schmerzen wie Rheuma können Schlafstörungen auslösen, aber auch hormonelle Störungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion, Herz- oder Lungenerkrankungen, chronische Magen-Darm-Krankheiten oder neurologische Krankheiten wie MS, Parkinson oder Epilepsie.
  • Medikamente: Viele Präparate haben Schlafstörungen als Nebenwirkung. Wenn du dauerhaft Medikamente einnimmst und feststellst, dass du vermehrt unter Schlafproblemen leidest, solltest du mit deinem behandelnden Arzt sprechen.
  • Drogen: Der regelmäßige Konsum jeglicher Art von Drogen, angefangen von Alkohol und Nikotin bis zu Cannabis, Heroin, Kokain und Ecstasy führen zu starken Schlafstörungen, von denen sich dein Körper nur schwer wieder erholt. Daher solltest du deiner Gesundheit zuliebe die Finger davon lassen.

Generell solltest du auf dich achten und Phasen großen Stresses vermeiden. Dein Körper zeigt dir oft auch durch Schlafprobleme, dass es ihm zu viel wird. Höre auf ihn und gehe es ruhiger an – hier erfährst du, was dir dabei hilft.

7 Tipps, um den Stress im Alltag zu mindern

Schlafstörungen beeinträchtigen dein physisches und psychisches Wohlbefinden und verhindern die Regeneration deines Körpers im Schlaf. Solltest du an Schlafstörungen leiden, musst du diese unbedingt ernst nehmen und aktiv werden, bevor sie zu einem noch größeren Problem werden. Hast du weitere Tipps in Sachen gesunder Schlaf? Verrate sie mir gern und hinterlasse einen Kommentar!

Bildquelle:

iStock/YakobchukOlena,gmast3r, Wavebreakmedia, Image Source


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Was denkst du?

  • TheFallenAngel am 31.05.2014 um 14:37 Uhr

    Ich leide auch unter Schlafstörungen, aber ich habe keine Ahnung, woran es liegt! Ich habe keine Sorgen, keine belastenden Gedanken und ein gemütliches Bett. Trotzdem liege ich jede Nacht mindestens bis 3 wach und kann einfach nicht einschlafen. D.h. ich werde auch nach einem langen anstrengenden Tag einfach nicht müde.

    Antworten
  • Carylein am 04.02.2010 um 22:33 Uhr

    ich denk immer zu viel nach iwie :/ Ich hoffe,die tipps helfen ...

    Antworten
  • Himmelbeerchen am 30.11.2009 um 20:53 Uhr

    Ohhh das kenn ich, aber was will der Arzt denn machen...

    Antworten
  • Elementarteil am 22.11.2009 um 19:58 Uhr

    ja ich hatte auch lange zeit schlafprobleme. hatte immer oft alpträume bzw eig immer den selben .... =/ grauenhaft.

    Antworten
  • Technique am 16.11.2009 um 09:45 Uhr

    wie man den "stress verringern" soll, frag ich mich auch... ich kann ja nicht meinen job aufgeben oder mein kind ins heim stecken (nur als beispiel jetzt) bloß weil ich schlafstörungen habe. die anderen tipps sind aber sehr gut.

    Antworten
  • loonie88 am 15.11.2009 um 12:50 Uhr

    toller Tipp: Stress verringern, wie geht denn das??

    Antworten
  • Venus9 am 12.11.2009 um 16:29 Uhr

    ich schlafe eigentlich meistens über sieben stunden, aber das nebelige wetter macht mich so trübe. aber ist wahrscheinlich auch noch wegen der pubertät so. aber .. guet tips

    Antworten
  • Happy_Feet am 11.11.2009 um 21:46 Uhr

    ich habe in letzter zeit oft nächte in denen ich nur döse oder dahin schlummere. einfach nie richtig einschlafe... und das ich am nächsten tag gerädert bin ist sowieso, auch wenn ich 10h geschlafen habe :S

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  • karootte am 09.11.2009 um 20:35 Uhr

    ich kann oft nicht einschlafen weil mir abends tausende gedanken durch den kopf gehn..probleme die mich belasten, über die ich aber mit niemandem reden kann. ich habe mal gehört man soll dieses problem auf einen zettel schreiben und diesen zerknüllen und in den müll schmeißen, bevor man ins bett geht?! stimmt das?!

    Antworten
  • senfti am 09.11.2009 um 14:43 Uhr

    es währe schön mal wieder ohne mittel zu schlafen.früher half warme milch mit honig,aber leider ist das vorbei.

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  • SweetJuli am 09.11.2009 um 08:00 Uhr

    Also wenn ich nicht richtig einschlafen kann, dann hilft mir eine gute Tasse Tee. Auch von Weleda die Streukügelchen mit Lavendel helfen gut. Ist was homoäpatisches und belsatet den Körper nicht so.

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  • asrael25 am 08.11.2009 um 23:19 Uhr

    ich habe manchmal probleme beim einschlafen oder schlafe auch mal nicht das aber auch nur wen ich unter stress stehe.

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