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Veganuary Challenge: Ich wollte sündigen – und bin gescheitert

Woche 3

Veganuary Challenge: Ich wollte sündigen – und bin gescheitert

Das neue Jahr ist da und damit ist es wieder Zeit für ein paar Neujahrsvorsätze. Bereits im letzten Jahr habe ich den Jahresstart dazu genutzt, beim Veganuary mitzumachen – mehr oder weniger erfolgreich. Auch dieses Jahr versuche ich im Januar wieder 31 Tage vegan zu leben und nehme euch dabei mit. Jede Woche wird es ein neues Update zu meiner Challenge geben. Doch erst mal beginnen wir mit der Vorbereitung, denn wenn ich aus dem letzten Jahr eines gelernt habe, dann das die besonders wichtig ist!

Kurz noch ein paar Worte zu mir: Ich bin bereits seit mehr als 15 Jahren Vegetarierin und versuche mittlerweile auch größtenteils auf vegane Alternativen zurückzugreifen. Trotzdem habe ich bisher noch nicht den endgültigen Schritt zur Veganerin geschafft. Zu groß sind Verlockungen wie eine Pizza mit zäh schmelzendem Käse und zu kompliziert ist es oftmals, Familie und Freunden bei einem gemeinsamen Essen klarzumachen, dass weder Butter noch Eier vegan sind. Die Veganuary Challenge mag für mich so zwar leichter sein als für manchen kompletten Neueinsteiger, eine Herausforderung stellt sie für mich aber dennoch dar, weshalb ich im letzten Jahr auch nicht zu 100 Prozent erfolgreich war. Zum Teil lag das definitiv an der Vorbereitung.

Veganuary: Die Vorbereitung

#1 Nicht-veganes vorher aufbrauchen

Ich bin mir bewusst, dass mich auch diesen Veganuary wieder jede Menge Herausforderungen erwarten werden. Eine besteht zum Beispiel in nicht-veganen Lebensmitteln, die man noch im Kühlschrank hat. Eine vegane Ernährung mag besonders nachhaltig sein, Essen wegzuschmeißen, ist es hingegen so gar nicht. Ein wichtiger Teil meiner Vorbereitung besteht dieses Jahr deshalb darin, Inventur im Kühlschrank zu machen, alle nicht veganen Lebensmittel möglichst noch im Dezember zu verbrauchen, falls sie haltbar sind, wegzuschließen oder wahlweise an Nachbarn oder Freunde zu verschenken. Die letzten Plätzchen werden in weiser Voraussicht mit Margarine statt Butter und ohne Ei gebacken und eine offene Packung Streukäse einfach eingefroren.

#2 Restaurantbesuche und Verabredungen planen

Das nächste Problem, dass sich stellt, sind Verabredungen. So war bei uns im letzten Jahr an Neujahr etwa noch ein Raclette geplant und auch wenn das auch vegan möglich ist, wollte ich nur ungern auf meinen heiß geliebten Käse verzichten. Für dieses Jahr nehme ich mir deshalb vor, mit Freund*innen nur in Restaurants zu gehen, bei denen ich auch definitiv eine vegane Option finde und immer schon im Vorhinein auf meine Challenge hinzuweisen. Das mag nicht für jeden möglich sein, aber das ist okay. Denn eines sollten wir bereits im Vorfeld bedenken: Es ist okay, auch mal Ausnahmen zu machen. Weil man einmal aus Versehen etwas Nicht-Veganes gegessen hat oder es im Restaurant keine vegane Option gab, ist das kein Grund, die ganze Challenge hinzuschmeißen. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig außer dir selbst.

Im Video zeigen wir dir drei einfache vegane Snacks, mit denen du perfekt durch den Veganuary kommst:

#3 Neue Rezepte ausprobieren

Last but not least kann auch die Rezeptauswahl eine Herausforderung sein. Hier habe ich großes Glück, immerhin ernähre ich mich schon lange vegetarisch und vielfach auch vegan und habe somit schon meine Standardrezepte parat. Ein wenig Abwechslung kann trotzdem nicht schaden. Deshalb werde ich im Januar die Kochboxen von Hello Fresh nutzen. Hier gibt es jede Woche mindestens drei vegane und dazu noch viele vegetarische Gerichte. Ich habe mir die Rezepte für den Januar bereits angesehen und freue mich jetzt schon riesig auf vegane BBQ-Burger, Tex-Mex-Salat oder feurige Nigella-Chili-Nudeln mit Pulled Mushrooms. Viele Menschen schrecken noch immer gerade deshalb vor veganer Ernährung zurück, weil sie befürchten, nicht genug Auswahl zu haben und sich nicht ausgewogen ernähren zu können. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das Gegenteil ist der Fall. Man lernt nicht nur ziemlich viele extrem leckere neue Gerichte kennen, zudem gibt es mittlerweile zu nahezu allem eine vegane Alternative! Inspiration lässt sich über die zahlreichen veganen Blogs, TikTok- der Instagram-Kanäle über Kochbücher oder eben über Kochboxen finden, die noch dazu den veganen Einkauf erleichtern.

Veganuary Challenge Woche 1: So ist mir der Start gelungen

Ich könnte jetzt lügen und sagen, dass ich pünktlich um 0 Uhr am 1. Januar mit der Veganuary Challenge gestartet habe. Aber ich will lieber ehrlich sein und damit auch direkt alle ermutigen, die vielleicht erst jetzt von der Veganuary Challenge erfahren: Ihr könnt jederzeit einsteigen! Bei mir begann der Veganuary erst nach dem Mittagessen. Ich war zu Besuch bei meiner Mutter und da gab es noch die Rest vom Raclette des Vorabends in Form eines vor Käse nur so triefenden Auflaufs. Seitdem war ich jedoch standhaft. Keine einzige nicht vegane Zutat hat sich in der letzten Woche auf meinen Teller verirrt.

Dabei war der Start gar nicht mal so einfach. Während ich zwar dafür gesorgt hatte, alle nicht-veganen Lebensmittel schon im Voraus aufzubrauchen, war ich nicht auf die Idee gekommen, mich vor meiner Abreise in meine Heimatstadt mit neuen Lebensmitteln einzudecken. Als es für mich und meinen Freund also an Neujahr zurück nach Berlin ging, erwartete uns im Kühlschrank gähnende Leere. Das Wochenende überbrückten wir mit Porridge (Haferflocken, Mandelmilch und ein paar Tiefkühlfrüchte haben wir zum Glück immer auf Vorrat) und Lieferdienst-Essen. Hier gibt es in Berlin zum Glück jede Menge Auswahl an veganen Alternativen.

Eigentlich habe ich mir fürs neue Jahr jedoch auch vorgenommen, weniger zu bestellen und mehr selbst zu kochen. Umso praktischer war es dann, als uns Anfang der Woche die erste Hello Fresh Box mit drei veganen Gerichten erreichte: Einem Tex Mex Salat, veganen Mini-Calzones und einer asiatischen Reisbowl mit Pak Choi und Erdnuss-Sauce. Drei Gerichte, auf die ich so ganz sicher nicht von selbst gekommen wäre, die bisher jedoch extrem lecker und leicht zuzubereiten waren.

Vegane Entdeckung der Woche

Neben den Hello Fresh Boxen habe ich mich in dieser Woche ganz besonders darüber gefreut, wie viele vegane Süßigkeiten es mittlerweile gibt. Denn nach dem vielen Süßkram im Dezember war ich jetzt plötzlich auf Zuckerentzug und wollte nichts lieber als Schokolade. Früher gab es hier als vegane Auswahl nur Zartbitter-Schokolade, von der ich nicht unbedingt der größte Fan bin. Mittlerweile gibt es jedoch richtig viele Alternativen mit Hafer- oder Sojamilch. Ich entschied mich für eine vegane Lindt-Schokolade mit Salted Caramel Geschmack, von der ich mir jetzt jeden Tag ein kleines Stückchen gönne (Ja, ich bin einer dieser hassenswerten Menschen, die nach einem Stück Schokolade einfach aufhören können).

Die Schokolade könnt ihr auch direkt bei Amazon bestellen:

Lindt HELLO Tafel Vegan Salted Caramel
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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 27.01.2022 12:11 Uhr

Noch mehr vegane Süßigkeiten findet ihr in unserer Galerie:

36 Süßigkeiten, die überraschenderweise vegan sind

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Veganer Fail der Woche

Neben meinem etwas verspäteten Start in den Veganuary und den nicht erledigten Einkäufen gab es noch einen weiteren Fail. Im Tiefkühlfach hatten wir noch ein Gemüsecurry aus dem Supermarkt, von dem ich hätte schwören können, dass es vegan ist. Immerhin war die Basis eine Kokos-Sauce. Als ich das Curry gerade in die Pfanne werfen wollte, fiel mir auf, dass nirgends auf der Packung das Vegan-Symbol zu sehen war. Also schaute ich mir die Zutaten noch einmal genauer an. Und tatsächlich: In die Kokos-Sauce war aus mir unerklärlichen Gründen Milcheiweiß gemischt. Immerhin konnte ich hieraus direkt eine Lehre ziehen: Beim Einkaufen immer auf das Vegan-Symbol achten und die Zutaten im Zweifelsfall noch einmal ganz genau lesen. Milch- und Eier sind Allergene und sollten in der Regel in der Zutatenliste fett gedruckt sein, sodass ihr sie nicht überseht. Anders sieht es zum Beispiel mit Hühnerfett aus – und ja, auch das ist mir schon mal einer Packung Instant-Nudeln mit Gemüsegeschmack begegnet.

Veganuary Challenge Woche 2: So gesund ernähre ich mich gerade

Vegan ist super ungesund, vegan ist super gesund. Für beide Standpunkte gibt es so manche vehemente Vertreter*innen. Ich würde sagen, es kommt wie bei jeder Ernährungsweise ganz drauf an, was genau man isst. Auch als Veganerin kann ich mich zum Großteil von Pommes, Fleischersatzprodukten und Süßkram ernähren. Ich persönlich ernähre mich im Veganuary definitiv etwas gesünder. In der ersten Woche noch nicht so sehr wie in der zweiten. Für mich bedeutet vegan zu leben, mich auch stärker mit dem auseinanderzusetzen, was ich esse. Ich achte automatisch stärker auf die Nährstoffe in den Lebensmitteln, versuche etwa genug Eiweiß zu essen und koche häufiger frisch.

Das Vorurteil, dass eine vegane Ernährung auch immer eine Mangelernährung ist, hält sich noch immer hartnäckig. Und ja, man sollte definitiv darauf achten, alle wichtigen Makro- und Mikronährstoffe in ausreichenden Mengen zu sich zu nehmen. Und auch Supplemente können durchaus sinnvoll sein. Vitamin B12 etwa kommt in pflanzlichen Lebensmitteln kaum vor. Da ich Vegetarierin bin, supplementiere ich dieses Vitamin ohnehin schon genauso wie Omega 3 und ein paar weitere Spurenelemente. Wer nur im Januar einen Monat vegan lebt, muss sich hier theoretisch keine Sorgen machen. So schnell entsteht ein Mangel nicht. Trotzdem kann es sinnvoll sein, einmal die eigenen Blutwerte auf Nährstoffmängel überprüfen zu lassen. Denn auch bei einer omnivoren Ernährung kann es an Vitamin B12, Omega 3 oder anderen wichtigen Nährstoffen fehlen. Ein Nährstoffmangel kann nicht nur durch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, sondern auch durch eine allgemein wenig ausgeglichene Ernährung zustande kommen.

Vegane Entdeckung der Woche

Meine Entdeckung der Woche waren definitiv Suppen! Klingt vielleicht langweilig, doch tatsächlich habe ich bisher nur super selten Suppen gegessen, dabei sind sie gerade als Mittagessen einfach perfekt, da man schnell Portionen für mehrere Tage vorbereiten kann. Grund für diese Entdeckung war die Weisheitszahn-Op meines Freundes, der fortan nur Flüssignahrung zu sich nehmen konnte. Mittags habe so auch ich fast täglich zu Suppen gegriffen. Abends war ich hingegen nicht ganz so solidarisch, immerhin hatte ich noch immer meine Hello Fresh Boxen. Und auch hier habe ich in dieser Woche ein neues Lieblingsgericht entdeckt: Die Gemüsespieße mit Satay-Sauce und Kokosreis.

Veganer Fail der Woche

Tatsächlich musste ich lange nachdenken, bis mir ein Fail eingefallen ist. Der Veganuary fällt mir dieses Mal überraschend leicht. Bis auf den ersten Tag der Challenge bin ich noch kein einziges Mal in Versuchung geraten etwas nicht Veganes zu essen. Ein kleiner Fail ist mir dann beim Einkaufen aber doch aufgefallen: Es gab meinen liebsten veganen Schokopudding nicht mehr. Dadurch, dass in den letzten Jahren ständig neue vegane Produkte erscheinen, werden andere auch schnell wieder aus dem Sortiment genommen. Schließlich ist die vegane Zielgruppe dann doch noch nicht so groß, wie man vielleicht denken mag. Zwar hat knapp die Hälfte der Befragten in einer aktuellen Hello Fresh Umfrage bereits einmal ein veganes Gericht probiert. Über 60 Prozent der Befragten gaben jedoch auch an, sich nicht vorstellen zu können, vegan zu leben, weil ihnen veganes Essen schlicht weg nicht so gut schmeckt.

Veganuary Challenge Woche 3: Keine Pizza für mich

Wir erinnern uns daran zurück, was ich schon vor Beginn der Veganuary Challenge zur Vorbereitung geschrieben habe: Es ist okay, es nicht 100 Prozent perfekt zu machen und Ausnahmen zuzulassen. Genau das hatte ich in dieser Woche eigentlich geplant. Ende des Monats ziehen wir um. Und davor wollte ich unbedingt noch einmal Pizza bei meinem Lieblingsitaliener hier in der Gegend bestellen. Die Pizzeria bietet sogar eine vegane Option, aber (und hier mache ich mich vielleicht unbeliebt) für mich kommt veganer Käse einfach nicht an das Original ran. Er sorgt dafür, dass meine eigentlich heißgeliebte Pizza nur noch ganz okay schmeckt. Und das wäre für ein Abschiedsmal doch ein wenig traurig gewesen.

Käse ist der Hauptgrund, warum ich mich außerhalb der Challenge nicht komplett vegan ernähre. Das ist ein Klischee, das viele Veganer*innen vermutlich nicht mehr hören können, aber hier mache ich mich schuldig. Viele vegane Ersatzprodukte sind meiner Meinung nach sogar dem tierischen Original überlegen. Sojasahne etwa hat deutlich weniger Fett und Kalorien, dafür aber vielmehr Eiweiß und schmeckt in Saucen genauso gut wie das Milch-Pendant. Auch auf dem Brot ist mir veganer Käse genauso lieb wie echter. Doch wenn es um Käse geht, der auf der Pizza schmilzt, dann habe ich bisher leider noch kein veganes Produkt gefunden, das Geschmack und Textur authentisch nachahmt. Nun ist es auch im Alltag nicht so, dass ich täglich Pizza oder Überbackenes esse. Aber wenn mir danach ist, dann greife ich in den meisten Fällen doch zum guten alten Mozzarella statt zum veganen Pizzaschmelz.

In dieser Veganuary-Woche war mir das nun allerdings nicht vergönnt. Glück und Pech zugleich. Das Restaurant meiner Wahl hatte nicht geöffnet – und nur für diese eine Pizza hätte ich eine Ausnahme gemacht.

Vegane Entdeckung der Woche

Meine Entdeckung der Woche zählt diesmal wieder eher in die ungesunde Richtung. Nachdem bei meinen Hello Fresh Gerichten jetzt schon häufiger vegane Mayo dabei war, habe ich mir direkt ein ganzes Glas gekauft. Jetzt gibt es hier eventuell doch häufiger Pommes als Suppe, dafür aber immerhin oft selbstgemachte.

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Veganer Fail der Woche

Zählt es als Fail, dass ich meine Pizza nicht bekommen habe, oder ist das in diesem Kontext eher ein Win?

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Veganuary Challenge: Bist du dabei?

Ich würde mich freuen, wenn du dich der Challenge anschließt und mit mir gemeinsam den Januar vegan lebst. Vielleicht wird es ja sogar der Startschuss für eine langfristige Ernährungsumstellung? Schau für weitere Tipps doch mal auf unserem Instagram-Kanal vorbei oder schreib mir eine PM oder Mail, wie es dir während der Vegan-Challenge ergeht.

Bildquelle:

istock/Foxys_forest_manufacture

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