Der innere Schweinehund - ein ewiger Feind

Wir alle kennen ihn, wir alle hassen ihn. Der innere Schweinehund ist eine Institution in unserem Kopf, auf die wir gut und gerne verzichten können. Doch zum Jahreswechsel will so mancher ihn überlisten.

Der innere Schweinehund

Besieg Deinen inneren Schweinehund

Ein Blick auf den Kalender verrät, dass der Jahreswechsel kurz bevor steht. Höchste Zeit also, das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Jetzt wird sich gern an den letzten Urlaub und die Highlights der vergangenen 365 Tage erinnert. Doch nun ist auch die Zeit gekommen, abzurechnen – und zwar mit sich selbst. Habe ich genug Sport getrieben? Bin ich wirklich drei Mal die Woche joggen gegangen? Konnte ich endlich meinen Süßhunger besiegen? Bei vielen Antworten auf derlei Fragen müssen wir uns leider ein klares Nein eingestehen. Denn auch wenn die guten Vorsätze da waren und wir in den ersten Wochen des neuen Jahres noch hoch motiviert waren, haben wir die Rechnung ohne den inneren Schweinehund gemacht.

Schon bald lässt die Motivation nach und die Couch wird dem Crosstrainer vorgezogen, Gemüsesticks werden gegen Kartoffelchips eingetauscht und die neuen Laufschuhe waren eine komplette Fehlinvestition. Doch warum lassen wir uns durch unseren inneren Schweinehund so sehr beeinflussen? Führt man sich am Ende nicht nur selbst an der Nase herum, wenn man auf ihn hört? Und was soll das überhaupt sein, der innere Schweinehund?

Der innere Schweinehund: Was will er von uns?

Per definitionem ist der innere Schweinehund nichts anderes als eine Willensschwäche, die uns daran hindert, unangenehme oder sinnvolle Tätigkeiten auszuführen. In dem Moment, in dem der innere Schweinehund sich blicken lässt, drücken wir uns beispielsweise davor, unseren Problemen gegenüberzutreten, eine Diät einzuhalten oder vielleicht etwas für die Gesundheit zu tun. Zurückzuführen ist der Begriff auf den im 19. Jahrhundert zur Jagd eingesetzten Sauhund. Ein Terrier, der zur Wildschweinjagd mitgenommen wurde und sich dadurch auszeichnete, sich besonders hartnäckig an seinen Opfern festzubeißen. Im übertragenen Sinne macht unser innerer Schweinehund also auch nichts anderes, als sich festzubeißen und uns nicht mehr loszulassen. Und das so lange, bis wir nachgeben und die Lust verlieren, uns gegen ihn zur Wehr zu setzen.

Mit der richtigen Strategie schafft es aber auch der schwächste Mensch, den inneren Schweinehund zu besiegen und endlich den Schritt in die richtige Richtung zu machen:

1. Sei leidenschaftlich: Wer sich ständig sagt, das schaff ich sowieso nicht, oder immer nur das halbleere Glas sieht, der wird seiner Lethargie nicht entkommen. Frei nach dem Motto fühl Dich motiviert, dann bist Du motiviert, kann das Ziel erreichbar sein. Wer ständig nur die fünf Kilometer sieht, die auf der Joggingrunde noch vor ihm liegen, dem wird schnell langweilig, der gibt schneller auf. Frag Dich einmal ehrlich: Gehst Du nur Joggen, weil es gesund ist, oder weil es Dir wirklich Spaß macht? Gib dem inneren Schweinehund so wenig Angriffsfläche, wie möglich – und das erreichst Du am besten, wenn das was Du tust, auch mit Freude an der Sache geschieht.

2. Bleib realistisch: Fünf Kilo abnehmen in einer Woche ist nicht realistisch. Am Ende bist Du enttäuschst und bevor Du Dich versiehst, hast Du die Diät samt Sportschuhen schon wieder an den Nagel gehängt.

3. Kenne Deine Feinde: Die häufigsten Gründe, den inneren Schweinehund als Sieger aus dem Ring steigen zu lassen sind: zu wenig Zeit, schlechtes Wetter, zu müde. Wer es ernst meint, muss versuchen, diese Problemzonen sicher zu umgehen. Am einfachsten geht das, in dem man sich mit positiven Formulierungen motiviert. Anstatt zu sagen, dass man am Abend nach der Arbeit viel zu müde ist, um noch ins Fitnessstudio zu gehen, sollte man sich gegen den inneren Schweinehund auflehnen und sich sagen, dass man heute Abend zum Sport geht und sich dann mit einem gemütlichen DVD-Abend belohnt.

Auch wenn die ersten Schritte auf dem Weg im Kampf gegen den inneren Schweinehund nicht leicht sein werden, darf man jetzt nicht aufgeben. Besser sollte man sich am Anfang kleine, aber erreichbare Ziele stecken und diese dann kontinuierlich erhöhen. So verschwindet die Motivation nicht gleich nach der ersten Trainingseinheit.

Also, warum warten, bis das neue Jahr beginnt? Für gute Vorsätze ist es nie zu spät – und wer will schon seinen Geist von einem Etwas namens innrerer Schweinehund kontrollieren lassen?

Bildquelle: dreamstime

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