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Hindernislauf

Parkour: So viel Power gibt dir das Ganzkörper-Training

Treppen rauf, Mauern runter – beim Parkour geht es sprichwörtlich über Stock und Stein. Doch wer jetzt an die Querfeldein-Joggingrunde durch den Wald denkt, liegt falsch. Denn beim Parkour machst Du Dir die Stadt untertan, erklimmst Deine eigenen Wege und verwandelst Betonwüsten in sportliche Spielplätze! Entdecke den Trendsport jetzt für Dich und werde nicht nur fit, sondern lerne auch Deine Stadt ganz neu kennen!

Was ist Parkour?

Woher kommt dieser zungenbrecherische Begriff und was bedeutet Parkour eigentlich genau? Das Wort ist eine Weiterentwicklung des französischen „Parcours“, was sprichwörtlich „der Weg hindurch“ oder „der Pfad“ heißt. Was unter Parkour mit ‚k‘ bekannt ist, hat seine Wurzeln in einem Trainingsprogramm des französischen Sondereinsatzkommandos, das „Parcours du combattant“ oder „Der Pfad des Kriegers“ lautet und im Grunde ein exorbitanter Hindernislauf ist, der ausschließlich mit der eigenen Kraft und Beweglichkeit bezwungen werden muss.

Der strengsten Definition zufolge ist Parkour die Fortbewegung von Punkt A nach Punkt B und zwar ohne Umwege. Geländer, Mauern, Treppen im Weg? Egal, denn beim Parkour geht es darum, sich diese Hindernisse zunutze zu machen und so effektiver und quasi in Luftlinie zum Ziel zu kommen. Klingt akrobatisch? Ist es auch. Elegant schwingst Du Dich über Geländer, mühelos werden Unterführungen übersprungen und Du erklimmst Mauern so schnell und agil, dass selbst Spiderman vor Neid erblassen würde. Genau in dieser Herausforderung liegt der Reiz der Sportart. Parkour ist neugierig, spontan und flexibel, denkt „Out of the box“ und beschreitet im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege, die sonst niemand geht. Außer vielleicht Katzen.

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Parkour-Sport für Anfänger

Wenn Du auf 08/15-Sport keine Lust hast, Dich ohnehin am liebsten draußen bewegst und Herausforderungen liebst, dann ist Parkour genau das Richtige für Dich. Doch der Gedanke, einfach die Sportschuhe anzuziehen, sich auf die Straße zu begeben, Mauern hinunterzuhüpfen und auf Geländern zu balancieren, kann gerade Neulinge verunsichern und ist auch nicht ganz ungefährlich. Schließlich will das richtige Abspringen, Landen und Fallen gelernt sein und das lässt man sich am besten von Profis zeigen. In den meisten Städten gibt es inzwischen Parkour-Vereine, die Schnupperstunden anbieten und Dir die Grundlagen des Parkouring zeigen – von den Moves (die verschiedenen Bewegungsabläufe) über die Erkennung von geeigneten Spots (guten Plätzen, um Deine Fähigkeiten zu schulen und auszubauen) bis hin zu Falltraining und richtiger Selbsteinschätzung wird Dir dort alles beigebracht.

Auch lernst Du, Deine altbekannte Umgebung mit neuen Augen zu sehen, denn jetzt suchst Du überall nach Möglichkeiten, die Dich umgebende Architektur für Deine Zwecke zu nutzen. Aus einer simplen Parkbank wird eine Sprungschanze, aus dem U-Bahn-Aufgang ein Kletterpark aus Geländern und Treppen. Ein Traceur (so nennt man die Läufer, die Parkour betreiben) versucht dabei, die verschiedenen Bewegungen über die Hindernisse so fließend und natürlich wie möglich zu gestalten und so den sogenannten „Flow“ zu erreichen. Dabei sind Ausdauer und Kraft genauso wichtig wie gute Körperbeherrschung, Beweglichkeit und gedankliche Flexibilität. Hast Du die Grundlagen einmal drauf, kannst Du immer wieder aufs Neue entscheiden, ob Du gerade alleine durch die Stadt turnen möchtest oder Dich doch lieber in der Gruppe durch das urbane Dickicht hangelst.

Wie gefährlich ist Parkour-Sport?

Wer den Sport nur von actiongeladenen Youtube-Videos kennt, könnte Parkour für wahnwitzige und teilweise sogar gefährliche Akrobatik halten, die verantwortungslose Züge annimmt. In luftigen Höhen tiefe Abgründe überspringen? Das machen nur Profis, die schon jahrelang dabei sind und ihre Grenzen und Fähigkeiten wirklich ganz genau kennen. In keinem Anfängerkurs werden solche Abenteuer von Dir verlangt. Im Gegenteil: Die oberste Regel lautet Sicherheit. Gerade das Thema richtige und verantwortungsvolle Selbsteinschätzung wird im Parkour groß geschrieben. Waghalsige Stunts sind im Parkour verschrien, können sie doch zu ernsthaften Verletzungen führen. Du näherst Dich jedem Hindernis Schritt für Schritt. Bist Du Dir unsicher, ob Du den Sprung schaffst, machst Du ihn nicht – dabei ist es völlig egal, dass Dein Vorgänger ihn mühelos hingelegt hat. Wiederholung und Konzentration sind die Schlüssel, um jeden Move zu meistern.

Die Philosophie hinter Parkour

Parkour ist nicht nur eine Sportart, die Dich körperlich fit macht. Viele sehen es gleichermaßen als eine Philosophie oder einen Lifestyle an, der sich über die körperlichen Herausforderungen hinaus auswirkt. Parkour lehrt, nicht aufzugeben. Niemand springt am ersten Tag von einem Hausdach zum nächsten oder springt von einem Geländer zum anderen. Ähnlich wie Kinder das Laufen lernen, lernt man Parkour: Jeder in seiner eigenen Geschwindigkeit und auf seine eigene Art und Weise. Wer bei den ersten wackeligen Schritten hinfällt, steht wieder auf und probiert es noch einmal und noch einmal und noch einmal – bis sich letztlich das Erfolgserlebnis einstellt. Denn wer es geschafft hat, sich über all die Hindernisse hinwegzusetzen, um die andere brav herumlaufen, wird auch in anderen Bereichen des Lebens davon überzeugt sein, dass es keine Hindernisse gibt, die man nicht überwinden kann. Entscheidungsfreudigkeit und Situationsbewertung sind weitere Aspekte, die beim Parkour geschult werden und sich positiv auf andere Lebensbereiche auswirken.

Parkour vs. Freerunning: Die Unterschiede

Oft sieht man Traceure, die eine Mauer mit einem Backflip herunterspringen oder zwischen zwei Hindernissen ein Rad schlagen. Auch wenn viele Menschen glauben, dass es sich dabei um Parkour handelt, ist das nicht ganz richtig - denn neben Parkour gibt es auch noch Freerunning. Beide Sportarten werden sehr oft miteinander verwechselt. Sie sind sich zwar ähnlich, weisen aber in der Herangehensweise klare Unterschiede auf. Während Parkour es zum Ziel hat, möglichst effizient eine Strecke zu überwinden, ist der Weg beim Freerunning nicht so sehr das Ziel und auch die Effizienz bleibt auf der Strecke. Stattdessen darf es beim Freerunning etwas kreativer zugehen: Salti, Räder und andere rein akrobatische Elemente, die für das Zurücklegen der Strecke eigentlich nicht notwendig sind, machen Freerunning zum spektakulären Sport.

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Bildquelle: Getty Images/standret
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