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Wie wir zu mehr innerer Stärke finden können

Wie wir zu mehr innerer Stärke finden können

Mit der inneren Stärke ist es so eine Sache. Zum einen ist vielen gar nicht klar, was das eigentlich bedeutet. Und zum anderen ist es gar nicht mal so leicht, sie überhaupt aufzubauen. Grund genug, diesen erstrebenswerten Zustand von innerer Stärke genauer unter die Lupe zu nehmen und aktiv etwas dafür zu tun.

Wenn von innerer Stärke gesprochen wird, ist damit meist eine psychische Widerstandsfähigkeit gemeint. Wer über viel innere Stärke verfügt, ist also besonders widerstandsfähig gegen schwierige Situationen, Lebenskrisen oder negative Einflüsse aus der Umgebung, beziehungsweise weiß sie besser zu meistern. Für diese innere Widerstandsfähigkeit gibt es sogar eine Fachbezeichnung, nämlich „Resilienz.“ Resilient zu sein, klingt ganz klar nach einem sehr wünschenswerten Zustand. Aber wie können wir diesen Zustand erreichen?

5 Tipps: So kannst du mehr innere Stärke aufbauen

Tipp 1: Selbstanalyse

Es kann hilfreich sein, sich in einer ruhigen Minute darüber Gedanken zu machen, wie man sich in Stresssituationen oder in Streitgesprächen verhält. Du kannst dir überlegen, inwiefern und warum du besonders schnell auf Hundertachtzig bist oder warum du so schnell in die Defensive gehst. Besonders hilfreich kann es sein, wenn du dich fragst, ob du mit deiner Art zufrieden bist, oder ob du für die Zukunft doch an der ein oder anderen Sache arbeiten möchtest. So kannst du eventuell schon in der nächsten Stresssituation zumindest ein bisschen gelassener oder gefestigter reagieren.

Tipp 2: Stärken und Schwächen

Was so banal klingt, kann tatsächlich eine wahre Erleichterung sein: Nimm dir auch hier einige Minuten Zeit und überlege, was du besonders gut kannst und was du weniger gut kannst. Die eigenen Stärken und Schwächen zu benennen und sie vor allem zu akzeptieren, kann den Druck von uns nehmen, in möglichst vielen Dingen gut sein zu wollen. Stattdessen macht es Sinn, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, sie zu fördern und auszubauen und vor allem stolz auf sie zu sein.

Tipp 3: Positive Gedanken

Dass die Kraft der Gedanken ziemlich viel ausrichten kann, ist nichts Neues. Doch gerade unser gesamtes Wohlbefinden können wir dadurch beeinflussen und enorm stärken. Haben wir negative Gedanken, werden dadurch automatisch Stresshormone freigesetzt. Haben wir allerdings positive Gedanken, kann sich das auch positiv auf unser psychisches und physisches Wohlergehen auswirken. Schon unsere gesamte Herangehensweise an Situationen, und eben auch an uns selbst, ist also ein wichtiger Schritt in Richtung innere Stärke.

Tipp 4: Auf sich selbst hören

Auf sich selbst zu hören, will gelernt sein. Zumindest ist es für viele nicht gerade die Regel, sich selbst zu fragen, wie man sich bei etwas fühlt oder was gerade den eigenen Bedürfnissen entspricht. Doch wenn du an dem Bewusstsein arbeitest, was für dich selbst das Beste ist und wie du vielleicht auch Nein sagen lernen kannst, wirst du dir damit nicht nur selbst viele Situationen erleichtern, sondern du bleibst grundsätzlich näher bei dir und bist damit automatisch widerstandsfähiger.

Tipp 5: Zeit mit sich selbst verbringen

Dieser Tipp ist wohl der wichtigste überhaupt. Denn wie soll man mit sich selbst im Reinen sein, wenn man sich nie die Gelegenheit dazu gibt? Versuche, dir regelmäßig Zeit für dich selbst einzuplanen. Das kann sich anfänglich sogar manchmal komisch anfühlen, wenn du vorher vielleicht meistens in Gesellschaft warst. Doch gerade in dieser Zeit kannst du dich selbst und deine Bedürfnisse besser kennenlernen.

Perfekt für deine Me-Time: Yoga

In unserem Alltag sind wir neben unserem Job oft viel damit beschäftigt, Kontakte zu pflegen. Auf der Strecke bleibt dabei häufig der Kontakt zu sich selbst. Für die Berliner Yogalehrerin Briana Edmonds ist Yoga dafür genau das Richtige: „Ich betrachte meine Yogastunden als einen Container für eine persönliche Sitzung mit dir selbst.“

Die philosophische Lehre ist schließlich längst nicht mehr nur etwas für Menschen mit spiritueller Neigung, sondern kann jeden von innen heraus stärken: „Wenn wir die Entscheidung treffen, alle Schichten des ganzen Mistes, den die Gesellschaft uns aufdrängt, abzuziehen, und wenn wir die bewusste Entscheidung treffen, zum wahren Wesen unseres Seins zurückzukehren, dann sind die Vorteile enorm!“

Dabei müssen es gar nicht nur die Übungen an sich sein, die etwas in uns bewirken, sondern die eigene Herangehensweise: „Wenn ein Schüler zum Yoga kommt, um innere Stärke aufzubauen, dann unternimmt er mit dieser Absicht bereits den ersten Schritt, um wirklich innere Stärke aufzubauen“, sagt Briana im Interview mit desired. Außerdem kann so eine Yogastunde ein Raum und eine Möglichkeit dafür sein, sich mit sich selbst zu befassen und vor allem sich selbst zu genügen: „Ich möchte, dass meine Schüler verstehen, dass es in Ordnung ist, einfach nur zu sein. Sei, wo du bist, mit dem, was du hast und was du tust. Sei präsent. Sei einfach du selbst.“

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Wenn du dir den ein oder anderen Tipp zu Herzen nimmst, kann das schon Einiges bewirken, um innere Stärke aufzubauen. Auch wenn das sicherlich kein ganz einfacher Weg ist: Optimistisch sein, auf sich selbst zu hören oder mehr Me-Time – beispielsweise mit Yoga – einzuplanen, klingt nicht wirklich schlecht, oder?

Bildquelle:

Stocksy/Studio Firma

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