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Muttertagsgedichte: 10 liebevolle Gedichte zum Muttertag

Danke, Mama!

Muttertagsgedichte: 10 liebevolle Gedichte zum Muttertag

Der eigenen Mutter sollte man eigentlich immer dankbar sein. Leider geht das Dankesagen im Alltag aber schnell mal unter. Der Muttertag ist daher eine tolle Gelegenheit, seiner Mama zu zeigen, wie sehr man sie liebt. Ein großes Geschenk braucht es dafür gar nicht, es reichen auch ein paar gut überlegte Worte. Wer selbst nicht kreativ ist, kann hierfür natürlich auf ein Muttertagsgedicht zurückgreifen. Wir zeigen dir die 10 liebevollsten Gedichte zum Muttertag. 

Gedichte zum Muttertag von großen Autoren

Nicht jedem von uns liegt das Schreiben liebevoller Zeilen. Wenn du also Schwierigkeiten damit hast, deine Gefühle aufs Papier zu bringen, kannst du natürlich auch bekannte Werke verschiedener Dichter*innen für dich verwenden. Gerade, wenn deine Mama eine Vorliebe für Lyrik und Poesie hat, wird es ihr sicher gefallen, wenn du ihr zu einem Strauß Blumen oder ihrem Lieblingsduft noch eines der folgenden Gedichte zum Muttertag aufschreibst. Copy und Paste kommt dabei aber nicht in Frage. Vielmehr solltest du die Zeilen handschriftlich auf einem schönen Briefpapier verewigen. Das ist mal etwas anderes und sticht in digitalen Zeiten besonders hervor.

Statt lediglich eines Briefes kannst du deiner Mama auch ein selbst gestaltetes Fotoalbum mit gemeinsamen Erinnerungen schenken. Neben Bildern von euch beiden und Anekdoten zu gemeinsamen Erlebnissen von der Zeit deiner Kindheit bis heute kannst du ein paar persönliche Worte und eines der folgenden Gedichte zum Muttertag schreiben:

An meine Mutter

So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise;
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten darüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen!

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

An die Mutter

Doch nun zu dir, einzige Mutter.
Ich bin mit meinen Gedanken so oft bei dir.
Ich lerne dich mehr und mehr verstehen.
Ich ahne dich.
Wenn meine Gedanken bei dir sind,
dann ist es, als ob mein kleiner,
unruhiger Mensch sich an etwas Festem,
Unerschütterlichem festhält.
Das Schönste aber ist, dass diese Feste,
Unerschütterliche so ein großes Herz hat.
Lass dir danken, liebe Mutter,
dass Du Dich so uns erhalten hast.
Lass dich ganz ruhig und lange umarmen.

Paula Modersohn-Becker (1876 - 1907)

Mein Mütterlein

Ich hab doch nichts so lieb
wie dich, mein Mütterlein,
es müsste denn der liebe Gott
im Himmel droben sein.

Den lieb ich, weil er dich mir gab
und weil er mir erhält
das allerbeste Mütterlein
auf weiter, weiter Welt.

Julius Sturm (1816-1896)

Die Mutter

Leise atmend, halb entschlummert
Liegt das Kind im Bettchen klein,
Plötzlich durch das offne Fenster
Schaut der Abendstern herein.

Und nach ihm mit beiden Händen
Laut aufweinend langt das Kind:
„Mutter, Mutter, hol' mir diesen
Schönen Stern herab geschwind!“

„Dummheit!“ ruft der Vater zornig
Hinter einem Zeitungsblatt,
„Was der Fratz von dritthalb Jahren
Für verrückte Launen hat!

Denk' man: dreißig Millionen
Meilen weg und ein Planet,
Der zweihundertvierundzwanzig
Tage um die Sonne geht!“

Doch die Mutter tröstet leise:
„Schlaf', mein Engel! Diese Nacht
Hol' ich dir den Stern vom Himmel,
Der dir so viel Freude macht;

Morgen früh, hier auf dem Bette
Findest du den Edelstein“ -
Und das Kind, in Tränen lächelnd,
Schläft am Mutterherzen ein.

Hermann von Gilm (1812-1864)

Die Mutter

Ich hätte dir viel zu sagen,
O gute Mutter, heut',
Ich wüsste dir viel zu wünschen,
Was dich und mich erfreut.

Ja, könnte ich es nur fragen,
Wie's um das Herz mir ist!
Du weisst es aber viel besser,
Wie teuer du mir bist!

Und wenn du mich wieder liebest,
Und ich lieb' wieder dich,
Nichts Schöneres kann ich mir wünschen,
Nichts Besseres für dich und mich.

Karl Enslin (1819-1875)

An meine Mutter

Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kömmt, lass keinen Zweifel doch
Ins Herz, als wär’ die Zärtlichkeit des Sohns,
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluss vor ew'gem Anker liegt,
Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm’schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüber fließt und ihn dem Aug’ entreißt,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom
Vom Schmerz gepeitscht bald stürmend drüber fließt,
Und von der Freude bald gestreichelt still
Sie deckt und sie verhindert, dass sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher
Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Neben Gedichten zum Muttertag suchst du noch nach Möglichkeiten, deine Mama anders zu überraschen? Wir haben ein paar tolle Last-Minute-Idee:

Mutterliebe

So weich und warm
Hegt dich kein Arm,
Wie dich der Mutter Arm umfängt.
Nie findest du
So süße Ruh,
Als wenn dein Aug an ihrem hängt.

Und kehrt ergreist
Dem müden Geist
Noch manch ein Jugendbild zurück,
Es grüßt dich keins
So milden Scheins,
Wie deiner Mutter Segensblick.

O führt dich nicht
Dies liebe Licht
Ins dunkle Leben treulich ein,
Ob auch die Welt
Sich dir gesellt,
Bist dennoch mutterseelenallein!

Paul Heyse (1830-1914)

Mutters Hände

Hast uns Stulln jeschnitten
un Kaffe jekocht
un de Töppe rübajeschohm –
un jewischt un jenäht
un jemacht un jedreht ...
alles mit deine Hände.

Hast de Milch zujedeckt,
uns bobongs zujesteckt
un Zeitungen ausjetragen –
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält ...
alles mit deine Hände.

Hast uns manches Mal
bei jroßem Schkandal
auch'n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht.
Wir wahn Sticker acht,
sechse sind noch am Leben ...
Alles mit deine Hände.

Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
Nu bist du bald am Ende.
Da stehn wir nu hier,
und denn komm wir bei dir
und streicheln deine Hände.

Kurt Tucholsky (1890-1935)

Einst – An meine Mutter

Ich wünsche Dir alles Gute,
Und wünsche Dir alles Glück!
Des Schicksals eiserne Rute,
Sie weiche vor Dir zurück!

Ich wünsche Dir schöne Träume,
Und schönere Wirklichkeit,
Und üppige Blütenbäume
Und stete Fröhlichkeit.

Ich wünsche Dir ein Jahrhundert,
Und Frische der Jugend dabei,
Damit sich ein Jeder verwundert,
Wie rüstig die Edle sei!

Doch was für mich ersehne,
Das ratest Du alsobald:
Mein Ohr vernehme Deine Töne,
So lang' ihm noch etwas schallt!

So lange es fähig zu hören! –
Mein Auge, so lange es sieht –
Sie mögen Dich sehen und hören!
Mein Herz, das für Dich erglüht!

Es möge Dich wonniglich fühlen,
Bevor es von hinnen zieht!
Dann scheid' ich mit Dankesgefühlen
Mit einem zufriedenen Lied!

Friederike Kempner (1828-1904)

Kein Vogel sitzt ...

Kein Vogel sitzt
in Flaum und Moos
in seinem Nest so warm:
Als ich auf meiner Mutter Schoß,
auf meiner Mutter Arm.
Und tut mir weh mein Kopf mein Fuß,
vergeht mir aller Schmerz:
Gibt mir die Mutter einen Kuß
und drückt mich an ihr Herz.

Friedrich Güll (1812-1879)

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Muttertagssprüche: Die schönsten Zitate & Gedichte für Mama

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Bildquelle:

iStock / wundervisuals

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