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Corona-Krise

Radikale Schließungen: Beliebtem Sportgeschäft droht das Aus!

Radikale Schließungen: Beliebtem Sportgeschäft droht das Aus!

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise sind im vollen Gange. Insbesondere Geschäfte im Einzelhandel sind durch die wochenlangen Schließungen in ihrer Existenz bedroht. Nun trifft es auch eines der größten und bekanntesten Sportgeschäfte Deutschlands. „Karstadt Sports“ steht vor dem bitteren Aus, rund 1.200 Mitarbeitern droht die Kündigung. Und auch andere Abteilungen des Konzerns müssen mit Einschnitten rechnen. 

Rund eine Milliarde Euro musste das Unternehmen laut der Wirtschaftswoche einbüßen. Schuld sei vor allem das ausgebliebene Ostergeschäft, auf das das Unternehmen sonst immer hätte bauen können. Neben hunderten „Karstadt Sports“-Angestellten sind auch andere Zweige des Konzerns und damit tausende weitere Jobs bedroht.

Schließungen der Hälfte aller Filialen drohen

Wie aus einem Sanierungsplan des „Galeria Karstadt Kaufhaus“-Konzerns hervorgeht, sei aktuell die Rede von Schließungen bis hin zu 80 der 170 Filialen. Das Konzept sei unter anderem dem Gesamtbetriebsrat vorgelegt worden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Unternehmensumfeld erfahren haben will. Besonders hart soll es dabei wohl Reisebüros und das beliebte Sportgeschäft des Konzerns treffen. Wie der Kölner Stadtanzeiger erfahren haben will, sollen rund 20 der 30 „Karstadt Sports“-Filialen geschlossen werden. In der gerade erst neu gegründeten Tochterfirma Atrys, die sich um die Reisebüros kümmert, soll es ebenfalls zu großen Einschnitten kommen. Ebenso soll von Stellenstreichungen im Dreistelligen Bereich in der Zentrale des Unternehmens in Essen die Rede sein. Experten gehen von Stellenkürzungen bis zu 5.000 Stellen aus.

Bereits seit Anfang April hatte das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, um der Corona-Krise entgegenzuwirken. Auch Schließungen wurden in einem Brief an die Mitarbeiter in Betracht gezogen, mit einem solchen Ausmaß wurde jedoch nicht gerechnet. Der Konzern selbst gibt zu bedenken, dass die Zahl der zu schließenden Filialen bei einem Entgegenkommen der Vermieter deutlich geringer ausfallen könne. „Galeria Karstadt Kaufhof“ wird für sein radikales Vorgehen stark von den Mitarbeitern, ihrer Vertretung und Verdi kritisiert. „Es hat den Anschein, dass die Unternehmensleitung und der Eigentümer die Corona-Krise missbrauchen, um ihre ursprünglichen Planungen von Standortschließungen und Entlassungen doch noch umzusetzen“, wirft Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger dem Unternehmen vor.

Erst vor einem Jahr hatte der österreichische Investor René Benko mit seiner Sigma-Gruppe den „Galeria Kaufhof“-Konzern übernommen. Schnell erfolgte eine Fusionierung mit dem ehemaligen Kontrahenten „Karstadt“ zu „Galeria Karstadt Kaufhof“, um zwei der größten Kaufhäuser Deutschlands wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Scheinbar nun jedoch ohne Erfolg.

Traditions-Warenhaus vor dem endgültigen Aus?

Das Warenhaus „Karstadt“ gehört in Deutschland zu einem der ältesten Unternehmen Deutschlands Bereits 1881 wurde es in Essen gegründet, konnte Konkurrenten wie Herthi & Co. immer standhalten. 2008 dann die Überraschung: Das Traditions-Unternehmen meldete Insolvenz an und konnte sich nur noch durch Investoren über Wasser halten. Auch „Galeria Kaufhof“ blickt auf eine ähnlich lange und turbulente Geschichte zurück. 1879 wurde das Warenhaus ins Leben gerufen und musste sich nur ein Jahr nach Karstadt, 2009 von zahlreichen Filialen verabschieden. Seit 2018 gehören beide Warenhäuser nun in der Sigma-Gruppe zusammen. Ob es sie auch in Zukunft noch geben wird oder nur eine weitere Finanzspritze ihnen aus dem Minus helfen kann, bleibt nun abzuwarten.

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Getty Images/Predrag Vuckovic

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