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Corona-Krise:

So dramatisch steht es um deutsche Zoos & Tierparks

So dramatisch steht es um deutsche Zoos & Tierparks

Die anhaltende Corona-Krise betrifft so ziemlich jeden einzelnen Menschen in Deutschland. Ob die soziale Distanzierung, die wirtschaftlichen Folgen oder die drohende Überlastung des Gesundheitssystems – überall ist die Ausbreitung des Coronavirus‘ spürbar. Und das gilt auch für deutsche Zoos und Tierparks. Denn bei gleichbleibenden Ausgaben fehlen aufgrund der fernbleibenden Besucher jegliche Einnahmen. Die möglichen Folgen sind schockierend.

Bereits Mitte März wurden viele Zoos und Tierparks auf behördliche Anordnung geschlossen. Seitdem dürfen sie keine Besucher mehr empfangen, wodurch die Haupteinnahmequelle komplett wegbricht. Tierpflegekräfte, Futter und Medizin für die Tiere müssen aber unverändert bezahlt werden. Deshalb schlagen immer mehr Einrichtungen Alarm, so auch der Tierpark Neumünster.

So schlecht steht es um den Tierpark Neumünster

Auf seiner Website bat der Tierpark bereits kurz nach seiner Schließung um Hilfe. Schon nach kurzem Ausbleiben der Einnahmen sah die Tierpark-Leitung „die adäquate Versorgung unserer 700 Tiere aktuell massiv gefährdet“. Gerade über Ostern sind Zoos normalerweise mehr als gut besucht – diesmal herrschte auch über die Feiertage gähnende Leere. Laut Direktorin Verena Caspari konnte sich der Tierpark Neumünster bisher rein durch Spendengelder über Wasser halten. „Wir bekommen keine städtischen Gelder, und alles, was wir bis dato an Landesgeldern beantragt haben, ist noch nicht eingetroffen.“ Doch wenn auch diese nicht mehr reichen, müssten andere Schritte in Betracht gezogen werden.

Notschlachtungen der Tiere als letzte Maßnahme

„Doch wenn - und das ist wirklich der aller worst, worst case - wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern“, so Direktorin Verena Caspari. In den Notplänen sei auch enthalten, welche Tiere es zuerst und welche es zuletzt treffen würde.

Der Eisbär würde bis zum Schluss verschont bleiben

Unter den tierischen Bewohnern des Parks in Neumünster ist auch der 3,60 Meter große Eisbär „Vitus“. Selbst wenn der Tierpark es vorerst versuche, Tiere an andere Parks abzugeben, ist das mit einem Raubtier dieser Größe nicht so einfach. Der Eisbär „Vitus“ würde daher so lange wie nur möglich von einer Notschlachtung verschont bleiben, so Direktorin Caspari.

So können wir deutschen Zoos & Tierparks helfen

Dass es zu Notschlachtungen der Tiere kommt, hofft niemand. Solange die Zoos und Tierparks ihre Kosten abdecken können, sollen diese auch nicht in Betracht gezogen werden. Um die Einrichtungen, und damit die Tiere, zu unterstützen, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten zu helfen. Spenden, Futtersendungen oder Tier-Patenschaften: Alles hilft den Tieren ungemein. Auf der Website hat der Tierpark Neumünster genau aufgelistet, wie man helfen kann. Aber auch andere Zoos benötigen dringend Hilfe. Am besten ist es, die jeweilige Website des heimischen Zoos oder Tierparks zu besuchen, um zu erfahren, wie genau geholfen werden kann.

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Es gibt leider unendlich viele Einrichtungen, die zu Zeiten von Corona auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Das gemeinsame Ziel sollte es jetzt sein, die Verluste auf allen Eben so gering wie nur möglich zu halten. Und das gilt natürlich auch für die Tiere in unseren Zoos und Tierparks.

Bildquelle:

Getty Images/ricardoreitmeyer

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