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Katastrophenschutz

Bundesweiter Warntag: Warum auch du morgen eine Nachricht aufs Handy bekommst

© iStock/FluxFactory, desired
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Am 8. Dezember findet zum zweiten Mal seit der Wiedervereinigung ein bundesweiter Warntag statt. Ziel ist es, bestehende Warnsysteme zu prüfen und so zu testen, wie gut im Ernstfall vor möglichen Katastrophen gewarnt werden könnte. Mit der Cell Broadcast Technologie ist es dieses Mal möglich, auch SMS auf Handys zu senden, die keine Warnapp installiert haben. E

Der letzte bundesweite Warntag fand im September 2020 statt. Per Smartphone wurden damals nur Menschen informiert, die auch eine entsprechende App auf dem Handy installiert hatten. Andere Warnsysteme, die geprüft wurden waren etwa Sirenen an Schulen, Lautsprecherwagen oder Unterbrechungen in laufenden Radio- oder Fernsehsendungen. Da in Deutschland über 62 Millionen Bürger*innen ein Smartphone nutzen, ist die effektivste Möglichkeit, Menschen zu erreichen jedoch hierrüber gegeben. Dies ist Dank der Cell Broadcast Technologie möglich. Damit können alle Handys erreicht werden, die nicht zu alt sind und über aktuelle Updates verfügen.

Betrüger nutzen Info-SMS von Mobilfunkanbietern

Viele Mobilfunkanbieter haben schon seit Mitte November SMS verschickt um auf den bundesweiten Warntag und den Alarm per Cell Broadcast hinzuweisen.

Am Ende der Nachricht befindet sich ein Link mit Informationen zum Cell Broadcast System. Genau das könnten sich laut einem Bericht des ZDF auch Betrüger*innen zu Nutze machen, indem sie die Nachrichten der Mobilfunkanbieter kopieren und ihnen einen Phishing-Link anhängen, über den sie dann Daten klauen. Wer sich nicht sicher ist, dass die Nachricht wirklich vom eigenen Mobilfunkanbieter stammt, sollte deshalb besser nicht auf den Link in der Nachricht klicken. Informationen zur Cell Broadcast Technologie gibt es alternativ auch über die Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Auch wir erklären hier noch einmal kurz, wie Cell Broadcast funktioniert.

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Was ist Cell Broadcast?

Wenn wir mit einem Handynetz verbunden sind, ist unser Handy mit dem nächstgelegenen Funkmast verbunden. Selbst wenn wir gerade kein Netz haben, besteht die Verbindung. Über diesen Funkmast wird bei der Cell Broadcast Technologie eine Nachricht verschickt. Auf dem Handy erscheint in diesem Fall keine SMS, sondern eine Push-Nachricht. Das funktioniert auch, wenn das Handy auf stumm geschaltet ist oder im Flugmodus ist. Damit können deutlich mehr Menschen erreicht werden als über Warnapps wie NINA oder KATWARN. Dieses haben allerdings den Vorteil, dass sie noch weitere Informationen zur Warnung liefern.

Wann kommt das Warnsystem zum Einsatz?

Über NINA und KATWARN erhalten Nutzer*innen auch Infos über kleinere lokale Ereignisse wie etwa Unwetter oder Stromausfälle. Das Cell Broadcast System kommt wahrscheinlich nur bei größeren Gefahren zum Einsatz. Mögliche Warngründe auf der offiziellen Website des Warntags gelistet sind, sind die folgenden:

  • Naturgefahren
  • Gefährliche Wetterlagen
  • Waffengewalt und Angriffe
  • Unfälle in Chemiebetrieben
  • Störungen des Verkehrs
  • Stromausfälle
  • Versorgungsausfälle
  • Krankheitserreger
  • Radioaktivität
  • Feuer

Der bundesweite Warntag ist eines der Ereignisse im Dezember, über die jeder informiert sein sollte. Was sich im letzten Monat des Jahres für Verbraucher außerdem ändert, erfährst du hier:

Im Dezember: Diese Gesetze und Preise ändern sich jetzt

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