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6 nützliche Tipps

Sommerurlaub 2020: Reisewarnung soll verlängert werden!

Sommerurlaub 2020: Reisewarnung soll verlängert werden!

Erstmal im Sommerurlaub von den Strapazen der letzten Monate erholen — klingt nach einem ziemlich guten Plan. Doch nun wurde sogar die weltweite Reisewarnung verlängert und das Coronavirus schwebt noch immer wie ein Damoklesschwert über uns und droht auch noch das letzte bisschen Hoffnung auf ein wenig Entspannung im Sommerurlaub zu zerstören. Wir sagen dir, wie du deinen Urlaub trotzdem noch retten kannst oder zumindest nicht auf den Kosten sitzen bleibst.

Viele würden gerne Sommerurlaub buchen, haben jedoch Angst vor den Corona-Folgen. Andere bangen um ihren bereits gebuchten Urlaub und ihr damit verbundenes Geld und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes hat bereits drei Szenarien veröffentlicht, wie sich der Tourismus in der nächsten Zeit verhalten werde und hat dabei nicht nur gute Aussichten. Vor Ostern 2021 rechnet das Zentrum nicht mit einer vollständigen Wiederbelebung des touristischen Geschäfts in Deutschland und auch die weltweite Reisewarnung soll nun laut SPIEGEL-Informationen bis Mitte Juni verlängert werden. Das lässt nichts Gutes hoffen. Rechtsanwalt Arndt Kempgens hat sich deswegen auf Bild.de mit zahlreichen Fragen zum Sommerurlaubs-Problem in diesem Jahr auseinandergesetzt.

#1 Kostenlose Umbuchungmöglichkeiten bei Flügen — Wie kostenlos sind sie wirklich?

Viele Fluggesellschaften kommen ihren Passagieren entgegen und eröffnen ihnen die Möglichkeit einer kostenlosen Umbuchung ihres Fluges. So verlierst du dein Geld nicht und kannst deinen Urlaub zu einem anderen Zeitpunkt nachholen.

Einen Haken gibt es bei der Umbuchung allerdings: Sollte der neue Flug teurer sein, als dein ursprünglich gebuchter, so musst du selbst für die Differenz aufkommen. Aktuell wissen wir nicht, wie sich die Flugpreise nach der Krise entwickeln. Halte bei einer Umbuchung also ganz genau Ausschau und versuche einen Flug zu einem gleichen oder günstigeren Preis zu finden.

#2 Die letzte Rate des gebuchten Urlaubs wird fällig. Solltest du zahlen?

Arndt Kempgens empfiehlt, mit der Zahlung abzuwarten solange es geht. Solltest du die Rate nach der ersten Aufforderung zahlen, wirst du der oder die Leidtragende sein und deinem Geld hinterherlaufen müssen. Warte also lieber, bis tatsächlich eine Mahnung ins Haus flattert, schließlich könnte die Reise aufgrund des Coronavirus auch von selbst abgesagt werden.

#3 Solltest du einen angebotenen Gutschein von deinem Reiseveranstalter annehmen?

Pro: Du musst nicht um dein Geld kämpfen und solltest du ohnehin planen einen neuen Urlaub mit dem Veranstalter zu buchen, ist das der schnellste und unkomplizierteste Weg zu deinem Sommerurlaub.

Contra: Solltest du auf dein Geld angewiesen sein oder einfach keinen anderen Urlaub mit dem Veranstalter buchen wollen, nützt dir der Gutschein nichts. Auch wenn der Anbieter pleite gehen sollte, nützt dir ein Gutschein nichts. Du kannst gegen einen Gutschein Widerspruch einlegen und eine Frist von 14 Tagen für die Auszahlung setzen. Diesen Weg solltest du in jedem Fall schriftlich gehen.

Die EU-Kommission spricht sich übrigens ganz allgemein gegen eine Entschädigung der Reiseveranstalter in Form eines Gutscheins aus. Gegenüber dem belgischen Nachrichtensennder LN24 erklärte Didier Reynders, der für den Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar, dass sie die Reiseveranstalter noch einmal an ihre Pflicht erinnert hätten, die Verbraucher angemessen zu entschädigen.

#4 Solltest du deinen bereits gebuchten Urlaub lieber stornieren?

Hier gilt: Nicht vorschnell handeln! Du solltest die aktuelle Situation abwarten, vielleicht wird dir die Entscheidung sogar abgenommen. Insbesondere im Mai könnten unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände einen Rücktritt aus dem Reisevertrag rechtfertigen. Die Stornogebühren würden dabei sogar entfallen.

Nach Spiegel-Informationen plant das Kabinett eine Verlängerung der weltweiten Reisewarnung. Bisher galt sie nur bis zum 3. Mai, nun soll sie voraussichtlich bis Mitte Juni verlängert werden. Schade um den Urlaub, jedoch trotzdem gute Nachrichten für alle, die bereits gebucht haben. Durch die Reisewarnung müssen Veranstalter etwaige Reisen selbst absagen, wodurch für den Kunden keine Stornogebühren anfallen. Glück im Unglück.

#5 Kannst du jetzt bedenkenlos Urlaub im Spätsommer buchen?

Nicht wirklich. Vor deiner Reise solltest du mehrere Aspekte beachten. Auch bei neuen Reisen gilt: Sollte dein Reiseveranstalter pleite gehen, ist es unwahrscheinlich, dass du dein Geld jemals wiedersiehst. Außerdem werden viele Länder noch länger unter den Folgen der Corona-Krise leiden, weswegen du dir überlegen solltest, ob sich die Reise wirklich lohnt. Die Party-Hochburg Mallorca geht beispielsweise davon aus, erst im August 2020 wieder zum normalen Betrieb zurückkehren zu können.

Laut SPIEGEL-Informationen sollen außerdem keine weiteren Rückholaktionen gestartet werden. Solltest du dich also für einen Urlaub entschließen, die Reise antreten und vor Ort Probleme bekommen, musst du selbst gucken, wie du nach Hause kommst. Nicht besonders angenehme Aussichten. Aus diesem Grund macht es vielleicht Sinn mit einer neuen Buchung bis zum nächsten Jahr zu warten oder per Last Minute-Angebot zu buchen, wenn die Lage sich beruhigt und stabilisiert hat.

#6 Du möchtest trotzdem Urlaub buchen? Hier ist das Risiko am geringsten

Wenn du trotz aller Risiken nicht auf deinen Sommerurlaub verzichten möchtest, solltest du dich für eine Pauschalreise entscheiden. Sollte die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes über den 30. April hinaus verlängert werden, sind Reiseveranstalter dazu veranlasst, den Trip abzusagen und binnen 14 Tagen das Geld zurückzuzahlen.

Auch Hotels oder Ferienwohnungen in Deutschland bergen ein relativ geringes Risiko, da die Verhandlungen im Falle eines Ausfalls durch Corona innerhalb Deutschlands einfacher zu führen sind. Außerdem müssten die Unterkünfte dir den Reisepreis erstatten, wenn eine Anfahrt behördlich untersagt wird.

Bei aller Urlaubsplanung gab der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, zu bedenken: „Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können“. Es empfiehlt sich im jeden Fall, Reisen mit einer kostenlosen Storno-Möglichkeit bis kurz vor Reisebeginn zu buchen. So bist du beinahe auf der sicheren Seite.

Experten befürchten, dass Seen und öffentliche Schwimmbäder in diesem Jahr nicht öffnen werden. Höchste Zeit also, um deinen Balkon auf Vordermann zu bringen, um deinen Urlaub auf Balkonien vorzubereiten.

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Getty Images/YakobchukOlena,

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