Kanaren erleben

6 Geheimtipps für deinen Urlaub auf Teneriffa

6 Geheimtipps für deinen Urlaub auf Teneriffa

Pauschaltourismus und Winter-Residenz von deutschen Rentnern – diese Dinge assoziieren die meisten, wenn sie an einen Urlaub auf Teneriffa denken. Dabei hat die größte der Kanarischen Inseln so viel mehr zu bieten! Wir verraten dir, wo du abseits der bekannten Strände im Süden deine Ruhe findest, was du unbedingt probieren musst und wie du deinen Trip ganz einfach selbst organisieren kannst.

Icod de los Vinos Teneriffa
In Icod de los Vinos im Nordwesten kannst du den Touristenmassen entfliehen.

#1 Den Norden erkunden

Teneriffa hat einen Flughafen im Norden und einen im Süden. Da die Insel aber nicht allzu groß ist, kannst du unabhängig von der Lage deiner Unterkunft Flüge buchen. Die meisten Teneriffa-Urlauber zieht es direkt nach ihrer Ankunft in die beliebten Orte im Süden. Entlang der Strände Los Cristianos und Playa de las Américas findest du zahlreiche Hotels und Restaurants. Kein Wunder, denn im südlichen Teneriffa hast du am meisten Sonnenschein und kommst bequem mit dem Bus, Taxi oder einem Mietwagen über die Autobahn zu deiner Unterkunft. Einen Besuch sind die Sandstrände zwar durchaus wert, allerdings hat der Süden durch den Massentourismus etwas an Charme eingebüßt.

Icod de Los Vinos Airbnb
Selbst wenn es mal regnen sollte, lässt es sich hier dank des Ausblicks gut entspannen.

Wen eine Autofahrt über die kurvigen Serpentinenstraßen und etwas unbeständigere Temperaturen nicht abhalten, sollte besser den Norden erkunden. In Orten wie Icod de los Vinos in der Nähe der Hauptstadt Santa Cruz findest du viele schöne Ferienwohnungen, in denen du wirklich entspannen kannst. Über Airbnb kannst du dir beispielsweise ein Appartement mit Terrasse, beheiztem Pool und einem wunderschönen Ausblick aufs Meer* (siehe oben) für ca. 150 Euro für zwei Personen pro Nacht buchen. Anders als in großen Hotels fühlt man sich hier schnell zu Hause. Wer gerne Wein trinkt, kann sich in der hauseigenen Bodega zudem durch richtig gute kanarische Rot- und Weißweine probieren und sich vom deutschsprachigen Gastgeber Kay viele interessante Reisetipps einholen.

#2 Wale und Delfine in freier Wildbahn

Wer Wale und Delfine sehen möchte, ist auf Teneriffa genau richtig. Allerdings meinen wir damit nicht die in Gefangenschaft lebenden Tiere im Loro Parque, der durch die Netflix-Doku „Blackfish“ traurige Berühmtheit erlangt hat. Vor den Küsten der Insel kannst du die Meeressäuger auch in freier Wildbahn beobachten – ein ergreifendes Erlebnis!

Delfin Teneriffa
Mit etwas Glück, kannst du während einer Bootsfahrt Delfine, Pilotwale und sogar Pottwale beobachten.

Natürlich gehört immer eine Portion Glück dazu, ob du die Tiere vom Boot aus wirklich sehen kannst. Die erfahrenen Kapitäne sind aber sehr geübt darin, Delfine, Schildkröten und Wale zu sichten. Ich konnte während einer Boots-Tour Ende März sogar eine Pottwal-Familie beobachten. Los ging es am Hafen von Guía de Isora und schon nach kurzer Fahrt konnte man die ersten Tiere sehen. Nach der Wal-Sichtung gab es einen Stopp in der Bucht vor den beeindruckenden Felsen Los Gigantes, von wo aus man gut schnorcheln und kleinere Fische sehen konnte. Den gleichen Trip kannst du über Airbnb-Experiences für 60 Euro pro Person* buchen.

#3 Sterne beobachten auf dem Vulkan

El Teide Teneriffa
Auf Teneriffa herrschen unterschiedliche Klimazonen. Auf dem El Teide kann es richtig kalt werden!

Ein Whale-Watching-Trip ist dir zu tourimäßig? Auf Airbnb findest du viele weitere schöne Ideen für Trips, bei denen du die Kanaren von einer anderen Seite kennenlernen kannst. Neben Goldschmiedekursen* und Kayak-Touren* kannst du vom Vulkan El Teide zusammen mit einem Astronomen Sterne beobachten. Der El Teide befindet sich mehr als 2000 Meter über dem Meeresspiegel – solange das Wetter mitspielt, ideale Voraussetzungen für einen nächtlichen Ausflug. Die Tour kannst du für 85 Euro pro Person buchen*. Du solltest zeitlich jedoch etwas flexibel sein, da der Zugang zum El Teide bei Schneefall gesperrt wird. Und nicht vergessen: warme Kleidung mitbringen!

#4 Einheimische Früchte probieren

Kanarische Früchte
Viele einheimische Obst- und Gemüsesorten schmecken viel aromatischer als deutsche Supermarkt-Ware.

Auf Teneriffa sollte man sich frischen Fisch und Patatas con Mojo (kleine runzlige Salzkartoffeln mit grüner oder roter Kräutersoße), das Kanaren-Gericht schlechthin, nicht entgehen lassen. Es sind aber vor allem die vielen kleinen Leckereien, die man hier unbedingt probieren sollte. Aufgrund der Nähe zum afrikanischen Kontinent gibt es hier zahlreiche Früchte, die man hierzulande nur schwer bekommt: pinke Guaven, Cherimoyas, Tomarillo und Lucuma eignen sich hervorragend für ein gesundes tropisches Frühstück. Aber auch bekannte Obst- und Gemüsesorten wie Maracuja, Avocados und kleine Bananen schmecken auf der Insel einfach viel besser als in Deutschland. Empfehlenswert ist es auch, kleine lokale Weinlokale zu besuchen, die Tapas und einfache Gerichte servieren. Kaum zu glauben, wie lecker eine einfache Tomatenscheibe mit Salz, Olivenöl und Knoblauch schmecken kann!

#5 Der Hitze entfliehen in La Laguna

Los Christianos
In La Laguna trifft man nur wenige Touristen und kann sich leicht unter die Einheimischen mischen.

Auch wenn die ganzjährig angenehmen Temperaturen natürlich ein Hauptgrund sind, nach Teneriffa zu reisen, sollte man Orte wie La Laguna nicht außer Acht lassen. Aufgrund der höheren Lage ist es hier im Schnitt 4 Grad kühler und es regnet auch deutlich häufiger. Nach mehreren heißen Tagen am Strand ist genau hier aber ein guter Ort, um einen kleinen Stadtbummel zu machen, süße Gebäck-Spezialitäten wie Rosquetes zu probieren und einen Blick in die zahlreichen schönen Innenhöfe zu werfen.

#6 Kanarische Pflanzen auf der Permakultur-Farm entdecken

Permakultur Farm Teneriffa

Diskussionen um den Klimaschutz sind auch auf Teneriffa angekommen. Die gemeinnützige Organisation „La escuela de la Conciencia Creativa“ geht mit gutem Beispiel voran und zeigt auf ihrer kleinen Permakultur-Farm in Bajamar, wie ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen funktionieren kann. Während einer Führung kannst du hier mehr darüber lernen, wie Wasser sinnvoll eingespart werden kann und welche einheimischen Pflanzen essbar sind. Für die dreistündige Tour werden nur 25 Euro pro Person* fällig, die komplett dem Projekt zugutekommen. Wer also auch im Urlaub einen kleinen Beitrag für den Umweltschutz leisten möchte, sollte definitiv einen Besuch einplanen.

Hast du eine Schwäche für schöne Strände? Unsere Autorin Susi hat sich für dich auf Mauritius nach den schönsten Orten umgesehen:

Tipps für deine Mauritius-Reise – aus eigener Erfahrung

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In vielen klassischen Urlaubsorten lässt sich mit ein bisschen Planung ein individueller Trip organisieren. Teneriffa ist übrigens nicht nur im Sommer ein schönes Reiseziel. Insbesondere im Herbst und Winter herrschen auf den Kanaren milde Temperaturen und Hin- und Rückflüge kosten außerhalb der Hauptsaison häufig weniger als 100 Euro insgesamt. Warst du schon auf Teneriffa und hast einen weiteren Geheimtipp? Dann teile ihn mit uns in den Kommentaren!

Bildquelle:

Unsplash/Alberto Frías, Yuriy Ogarkov

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