9-Jähriger schreibt Wunschliste mit Sehenswürdigkeiten vor Erblindung

Als Ben Pierce 2005 in der 23. Schwangerschaftswoche zur Welt kam, standen die Chancen für das Frühchen schlecht, doch aus dem kleinen Kämpfer entwickelte sich ein gesunder und mutiger Junge. Durch die Frühgeburt verliert Ben jedoch nach und nach sein Sehvermögen. Daher schrieb er mit seinen Eltern eine Wunschliste mit allen Orten und Dingen, die er gerne sehen würde, bevor er erblindet.

Junge, der bald blind wird, arbeitet mit seiner Familie eine Wunschliste ab

Als der kleine Ben Pierce geboren wurde, wog er nur etwa 500 Gramm und musste um sein Leben kämpfen. Es gelang ihm und heute ist der Junge ein fröhlicher und selbstsicherer 9-Jähriger, der mit seinen Eltern und seinen fünf Geschwistern in Denton, Texas lebt. Während seine motorischen und kognitiven Fähigkeiten sich inzwischen völlig normal entwickeln, bereiten seine Augen ihm weiterhin Probleme. Wie viele Frühchen leidet er an einer sogenannten Frühgeborenen-Retinopathie, einer Schädigung der Netzhaut des Auges. Mit jedem Wachstumsschub verliert Ben daher einen Teil seines Sehvermögens, bevor er irgendwann vollkommen erblinden wird. Damit ihr Sohn vorher noch viele der schönen Dinge zu sehen bekommt, die die Welt zu bieten hat, haben seine Eltern mit ihm eine Wunschliste erstellt. Mithilfe von Spenden versucht die Familie nun nach und nach die Punkte auf der Anschau-Wunschliste abzuhaken.

Erfüllung der Wunschliste: Ben vor einem Wasserfall

Nach dem Besuch eines wunderschönen Wasserfalls kann Ben einen weiteren Punkt von seiner Wunschliste streichen.


Wunschliste spiegelt Bens Interessen wider

Heidi Thaden-Pierce und ihr Mann Kit setzten sich vor etwa einem Jahr mit ihrem Sohn zusammen und schrieben eine Wunschliste mit Dingen, Orten und Sehenswürdigkeiten, die Ben sehen möchte, bevor er sein Augenlicht endgültig verliert. Heraus kam eine wilde Zusammenstellung von den Interessen des Jungen, der sehr gerne liest und daher nicht nur kindertypische Wünsche wie den Besuch des Harry Potter-Freizeitparks in Florida oder einer Eiscremefabrik auf seine Wunschliste setzte, sondern auch Van Gogh-Bilder und das Nordlicht anschauen möchte. Diesen Punkt konnte der 9-Jährige nun abhaken, nachdem die Fluggesellschaft Alaska Airlines ihn und seine Familie zu dem Naturspektakel einlud. „Sie waren unglaublich, wie Wasserfarben, die den Himmel anmalen“, beschreibt Ben die Nordlichter im Gespräch mit „Today.com“. „Es war wirklich schön!“. Seine Mutter, Heidi Thaden Pierce, freut sich, dass sie mit der Hilfe vieler Sponsoren die Wunschliste ihres Sohnes abhaken kann. „Ich liebe es, sein Gesicht zu beobachten und seine Reaktion zu sehen, aber es bricht mir auch ein wenig das Herz, wenn ich daran denke, warum wir dort sind“, erzählt die 37-Jährige. „Ich wünschte so sehr, dass wir nicht die Dringlichkeit verspüren würden, jetzt diese Ausflüge zu machen.“

Erfüllung der Wunschliste soll Ben in Zukunft helfen

Auch wenn die Ausflüge dem kleinen Ben und seiner Familie immer wieder wunderbare Augenblicke verschaffen, soll die Abarbeitung der Wunschliste den Jungen nicht nur erfreuen, sondern ihm sogar in der Zukunft weiterhelfen. Ein Therapeut hatte der Familie empfohlen, dass Ben sich später besser mit seiner Umwelt verständigen kann, je mehr Dinge er aus seiner Erinnerung visuell beschreiben kann. Nach jedem Ausflug beschreibt Ben seine Erlebnisse in einem ausführlichen Tagebuch und träumt sogar von den schönen Orten, die er besucht hat. So hat der Junge im vergangenen Jahr nicht nur Wasserfälle bestaunen und einen Astronauten der NASA treffen dürfen, sondern auch profan erscheinende Dinge wie den Apple Store oder einen Fahrradladen besucht. Viele Firmen, Privatmenschen und anonyme Sponsoren helfen dem kleinen Ben dabei, seine Wunschliste zu erfüllen.

Da der 9-jährige Ben Pierce aus Texas schon in der 23. Schwangerschaftswoche zur Welt kam, droht ihm wegen einer Frühgeborenen-Retinopathie nun die völlige Erblindung. Indem er mit seiner Familie eine Wunschliste mit Orten und Sehenswürdigkeiten abarbeitet, die er vorher noch sehen will, soll er nach dem Verlust seiner Sehkraft besser in der Lage sein, mit seiner Umwelt zu kommunizieren.


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