Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland

Kinder und Jugendliche im Saarland sind stärker von Armut betroffen als Kinder und Jugendliche in anderen westlichen Bundesländern. Die Landesregierung arbeitet bereits an einer Verbesserung der Situation.

Studie zur Armut von Kindern und Jugendlichen im Saarland

Kinder- und Jugendarmut im Saarland

Studie zur Kinder- und Jugendarmut im Saarland

Im Jahr 2009 lag die Armutsrisikoquote der unter 18-Jährigen im Saarland mit 19,5 Prozent über dem west- und gesamtdeutschen Durchschnitt. Das ergab eine aktuell erschienene Studie des Otto-Blume-Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik, die das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes in Auftrag gegeben hatte. Zahlreiche Minderjährige aus dem Saarland waren und sind auf die Unterstützung durch den Staat angewiesen: In der Altersgruppe unter Fünfzehn bezogen insgesamt 19.868 Kinder und Jugendliche im Dezember 2010 Sozialgeld.

Das entspricht 16 Prozent der entsprechenden Altersgruppe. „Armut hat viele Dimensionen und äußert sich in allen Lebenslagen“, kommentierte Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Ergebnis der Studie. „Bei Kinderarmut geht es daher nicht nur um die Frage der finanziellen und materiellen Armut. Sondern es geht auch um Fragen der Gesundheit, Ernährung, Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ führt Kramp-Karrenbauer weiter aus.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen den bisherigen Kurs des Saarlandes. Da Kinderarmut nicht von Familienarmut zu trennen sei, müsse die Bekämpfung von Kinderarmut vor Ort in den Landkreisen stattfinden. Genau daran arbeitet die Landesregierung des Saarlandes bereits: Das Programm „Frühe Hilfen“ unterstützt Familien in zweierlei Hinsicht. Zum einen erinnert das Programm Eltern an anstehende Vorsorgeuntersuchungen von der U1 bis zur U9, zum anderen bietet das Projekt „Keiner fällt durchs Netz!“ Kurse und Unterstützung für Schwangere und Eltern an. Hierzu wurden bereits in allen Landkreisen spezielle Netzwerke zur Unterstützung und Beratung von Eltern eingerichtet.

Auch nach der Eingewöhnungsphase als frischgebackene Eltern steht das Saarland Kindern, Jugendlichen und Eltern weiter bei. Programme wie „Früh Deutsch lernen“ in Kitas sowie ein Programm zum Übergangsmanagement von Schule zu Beruf sollen Grundsteine für eine Zukunft mit Perspektive legen.

Auf Grundlage der Studie zu Kinder und Jugendarmut im Saarland wird die Landesregierung einen Aktionsplan entwerfen, in dem weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut festgelegt werden sollen. Auf dem richtigen Weg scheint das Saarland bereits zu sein.


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