Arzneimittel: Richtig verabreichen

Landesapothekenkammer Hessen

Arzneimittel: Richtig verabreichen

Das Verabreichen von Arzneimitteln stellt für viele Eltern ein Problem dar, denn oftmals weigern sich Kinder, die Arznei einzunehmen. Erika Fink, die Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, warnt davor, Arzneimittel einfach unter das Essen zu mischen und gibt Ratschläge, wie man sie richtig verabreicht.

Das Einnehmen von Arzneimitteln kann für Kinder sehr schwierig sein, da die Wirkstoffe oftmals einen unangenehmen Geschmack und Geruch haben. Wenn die Kinder sich weigern Arzneimittel einzunehmen, stehen die Eltern vor einem Problem, da sie nicht wissen, wie sie die Arzneimittel verabreichen sollen, wenn das Kind nicht will. Viele greifen deshalb zu kleineren Bestechungen oder Tricks und mischen die Arznei beispielsweise unter das Essen. Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, warnt jedoch davor, da es passieren kann, dass die Wirkstoffe der Arzneimittel in Verbindung mit Lebensmitteln ihre Wirkung verlieren. Außerdem könnte das Kind sein Essen gar nicht mehr anrühren oder es nicht ganz aufessen, wodurch es nicht die ausreichende Dosis der Medizin bekommt.

Arzneimittel zu verabreichen soll problemlos ablaufen

Das richtige Verabreichen der Arzneimittel ist ein Vorteil für Kinder und Eltern


Arzneimittel genau dosieren und einfach verabreichen

Die richtige Dosis ist entscheidend, damit Arzneimittel richtig wirken können. Aus diesem Grund enthalten Arzneimittel für Kinder häufig einen Messlöffel, auf dem Markierungen für Teilmengen vorhanden sind. Von der Nutzung der üblichen Tee- und Esslöffel aus dem Haushalt rät Erika Finke ab, da diese in der Größe variieren können und das Abschätzen der richtigen Dosis erschwert wird. Für besonders kleine Mengen unter fünf Millilitern empfiehlt es sich, das Arzneimittel mit einer Einwegspritze ohne Nadel aufzuziehen und dem Kind vorsichtig in den Mund zu spritzen. So kann man die Medizin nicht verschütten, sollte das Kind den Kopf wegziehen. Arzneimittel, wie Vitamin-D-Tabletten für Säuglinge, können mit etwas Milch auf einem Teelöffel aufgelöst werden, anstatt in einer Flasche. So ist gewährleistet, dass die ganze Tablette in den Mund gelangt und keine Reste zurückbleiben. Auch bei Zäpfchen und Augentropfen kann man mit der richtigen Vorgehensweise vieles vereinfachen. So sollten Zäpfchen immer mit dem stumpfen Ende zuerst eingeführt werden, da sich so der Schließmuskel besser um das spitze Ende schließen kann und ein Herausgleiten oder -drücken seltener vorkommt. Zusätzlich kann das Zäpfchen ein wenig eingecremt werden, um es leichter einführen zu können. Bei Augentropfen schließen Kinder gerne die Augen, doch auch bei geschlossenen Augen lassen sich Augentropfen verabreichen, indem man die Tropfen in den nasenzugewandten Augenwinkel tropft. Wenn das Kind seine Augen dann wieder öffnet, rollt der Tropfen von selbst hinein. Erika Fink rät unerfahrenen Eltern oder solchen, die beim Verabreichen von Arzneimitteln nervös sind, sich am Anfang von einer erfahrenen Person helfen zu lassen zu lassen oder Rat in der Apotheke zu holen, damit sich die Angst und Nervosität der Eltern nicht auf das Kind überträgt.

Das Verabreichen von Arzneimitteln muss also kein Problem darstellen, auch wenn sich Kinder weigern, diese einzunehmen. Wichtig ist, dass die Eltern selbst Ruhe bewahren und das Kind nicht nervös machen. Außerdem sollte man auf das Untermischen der Arzneimittel ins Essen verzichten und einige hilfreiche Ratschläge befolgen, die es Kindern und Eltern einfacher machen.

Bildquelle: Maya Kruchanovka/dreamstime.com


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