Baby von Reinigungsfirma entsorgt

Ein totgeborenes Baby wurde versehentlich in einem Laken aus dem Leichenkühlraum des Greifswalder Klinikums entsorgt.

Baby vermisst

Aus dem Universitäts-Klinikum Greifswald verschwand ein totgeborenes Frühchen. Dass das Baby aus der Kühlzelle verschwunden war, fiel erst am 8. November auf, als die Bestatter es zur Beerdigung abholen wollten. Das Baby ging scheinbar durch ein Missgeschick verloren. Nun wird von der Stralsunder Staatsanwaltschaft wegen Störung der Totenruhe ermittelt. Der erste Verdacht richtet sich gegen eine Reinigungsfirma, die das tote Baby versehentlich als Müll entsorgt haben könnte. Das Klinikum ist über diesen Vorfall entsetzt und der ärztliche Direktor Marek Zygmunt äußerte, dass er sehr betroffen sei. Er fügte hinzu, dass es schon schlimm genug für die Eltern sei, ein Baby zu verlieren. Der Vorstand habe bereits sein tiefes Bedauern ausgedrückt und sich in aller Form bei den Eltern entschuldigt.

Totes Kind landet im Sondermüll

Baby wird im Müll entsorgt


Baby schon 6 Tage verschwunden

Erst sechs Tage nach dem Vorfall wurde das Verschwinden der Babyleiche durch die Klinik bekannt gegeben. Die 24-jährige Mutter hatte den Wunsch der Zurückhaltung ausgesprochen. Das Baby kam in der 29. Schwangerschaftswoche tot zur Welt und wurde bereits am 14. Oktober geboren. In ein Laken gewickelt wurde der Leichnam in die Kühlzelle gelegt. Am 25. Oktober entdeckte ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma das Bündel. Da ihm nicht bewusst war, dass sich darin eine Leiche befand, brachte er das Bündel zum Sondermüll. Sollte sich herausstellen, dass die Situation so stattfand, könnte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe einstellen. Damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole, kündigte das Klinikum eine „intensive Überprüfung“ seiner Sicherungsmaßnahmen an. In Hamburg war vor einem Monat aus einer Klinik ein Behälter mit der Leiche eines totgeborenen Jungen gestohlen worden. Ein Diebstahl wird in Greifswald nach bisherigem Ermittlungsstand ausgeschlossen.


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