Baby pucken: Das solltest Du beachten

Beim Pucken handelt es sich um eine spezielle Wickeltechnik, mit der Du Dein Kind ganz fest einpackst. Ziel des Puckens ist es, vor allem Schreibabys zu einem ruhigeren Schlaf zu verhelfen. Die Methode ist jedoch umstritten. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du daher einige Dinge beachten.

Baby pucken: Wickeltechnik für einen besseren Schlaf

Beim Pucken handelt es sich um eine spezielle Wickeltechnik. Die Methode zielt darauf ab, Babys gerade in den ersten Lebensmonaten zu einem ruhigen Schlaf zu verhelfen. Dafür werden die Babys eng in Tücher gewickelt. Ziel des Puckens ist es, den Säuglingen Grenzen in der Bewegungsfreiheit ihrer Arme und Beine zu setzen, da gepuckte Babys durch die Tücher nicht mehr in der Lage sind, unkontrolliert ihre Arme und Beine zu bewegen. Weil Neugeborene ihre Arme und Beine vor allem nachts bewegen und daher häufig keinen Schlaf finden und zu schreien beginnen, kommt die Puckmethode insbesondere in der Nacht zum Einsatz. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du jedoch einige Dinge beachten.

Baby pucken: Baby mit Decke

Um Dein Baby zu pucken, wickelst Du es eng in eine Decke.


Baby pucken: Ein wohliges Gefühl

Um Dein Baby zu pucken, solltest Du ein spezielles Wickeltuch verwenden. Wenn Du es in dieses Tuch gewickelt hast, sieht es aus wie eine Raupe im Kokon. Durch diese Enge fühlt Dein Baby sich in den Mutterleib zurück versetzt, was für Wohlbehagen und Entspannung sorgen kann. Wenn Dein Kleines sich tatsächlich eingepuckt wohl fühlt, wird es auch besser schlafen. Du solltest das Pucken auf die Nacht beschränken, da sich irgendwann das Strampeln bei Deinem Baby einstellen wird. Viele Eltern glauben, dass ein Pucksack ihr Baby einengt. Einige Babys lieben jedoch die Enge und wollen erst im Strampelalter ihren Freiraum. Vor allem, wenn es einen sehr unruhigen Schlaf hat, kannst Du versuchen, Dein Baby zu pucken. Durch den frühen Moro-Reflex, bei dem Dein Baby überraschend in die Rückenlage fällt und in Folge dessen ruckartig die Arme streckt und die Finger spreizt, kann es am Schlafen gehindert werden. Um dieses plötzliche Erschrecken zu vermeiden, wickelst Du Dein Baby fest in die Tücher.

Baby pucken: Das richtige Wickeltuch

Um Dein Baby zu pucken, brauchst Du ein bestimmtes Wickeltuch, das Du in jedem Babygeschäft erhalten kannst. Eine Wolldecke reicht aber auch schon aus. Knicke die obere Ecke des Tuches um und lege Dein Baby auf die Decke. Anschließend schlägst Du abwechselnd die untere Ecke unter die Schulter Deines Babys sowie auch die obere Ecke unter die rechte Schulter und die rechte Ecke unter die linke Schulter. So ist Dein Baby gepuckt und kann sich nicht mehr bewegen. Achte aber darauf, dass Du es nicht zu eng puckst. Es muss noch atmen und sich leicht bewegen können. Allerdings muss das Pucktuch so fest gewickelt sein, dass es sich nicht frei strampeln kann. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du zwar darauf achten, dass es eine Windel unter dem Pucksack trägt, aber ansonsten kann es ruhig nackt im Pucksack schlafen. Im Winter kannst Du Deinem Kind einen leichten Baumwollbody anziehen, damit es auf keinen Fall friert. Wichtig ist, dass es Deinem kleinen Schläfer im Pucksack nicht zu warm wird. Es kann sich nicht selbst befreien und könnte bei einem Hitzestau dem plötzlichen Kindstod erliegen.

Baby pucken: Vorteile

Die Befürworter des Puckens führen das Argument an, dass gerade Neugeborene keinen Drang zum ungehinderten Strampeln haben und stattdessen eine begrenzte Umgebung bevorzugen, weil sie diese an den Mutterleib erinnert. Die durch das Pucken erzeugte warme und enge Hülle soll dem Baby genau dieses Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Wenn Du Dein Baby pucken willst, ist es gut möglich, dass es aufgrund der Wärme schneller einschläft. Auch haben gepuckte Babys weniger mit Blähungen zu kämpfen als andere Babys. Zudem kannst Du, wenn Du Dein Baby pucken möchtest, dadurch verhindern, dass es sich durch unkontrollierte Bewegungen der Arme und Beine selbst erschreckt und aufwacht. Die Befürworter dieser Methode sind der Auffassung, dass gerade sogenannte Schreibabys durch das Pucken schneller einschlafen und auch besser durchschlafen.

Baby pucken: Nachteile

Es hat aber nicht nur Vorteile, Dein Baby zu pucken. Während Hebammen diese Wickeltechnik häufig empfehlen, raten viele Kinderärzte von der Methode ab und führen mehrere Argumente gegen das Pucken an. So kann dieses an heißen Tagen etwa zu einem Hitzschlag oder einer Dehydrierung Deines Babys führen. Wenn es zu fest gepuckt ist, können ihm zudem Nerven abgeklemmt werden. Auch das Risiko einer Fehlstellung des Hüftgelenkes, Hüftdsyplasie genannt, wird durch das Pucken nach Meinung einiger Kinderärzte begünstigt. Eine weitere mögliche Nebenwirkung des Puckens ist die Förderung eines platten Hinterkopfes. Zudem haben zu fest gepuckte Babys nicht genug Platz zum tiefen Luftholen und Schreien. Aus diesem Grund sind einige Ärzte der Auffassung, dass gepuckte Babys eventuell gar nicht mit dem Schreien aufhören, weil sie sich wohlfühlen, sondern vielmehr, weil sie frustriert sind und kaum noch Luft haben. Eine weitere Befürchtung der Kinderärzte ist, dass das Pucken den natürlichen Bewegungsdrang der Säuglinge bremst. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du es daher immer im Auge behalten und es nur so lange in die Tücher wickeln, bis es sich beruhigt hat. Gerade nach den ersten sechs Lebenswochen empfiehlt es sich, genau zu prüfen, ob Dein Baby die durch das Pucken erzeugte Enge wirklich mag.

Pucken ist eine spezielle Wickeltechnik, die Säuglingen die Wärme und Geborgenheit des Mutterleibes suggerieren soll. Gerade bei Schreibabys findet diese Wickelmethode daher oft Anwendung. Das Pucken ist jedoch umstritten, da Kinderärzte befürchten, dass es fatale Nebenwirkungen hat. So kann es nach Meinung der Ärzte zu einer Fehlstellung des Hüftgelenkes führen und sogar einen Hitzschlag verursachen. Wenn Du Dein Baby pucken möchtest, solltest Du es daher immer im Auge behalten.

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