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Krankes Baby

Grippe beim Kind: Was tun bei Influenza

Alle Jahre wieder hat sie uns fest im Griff: Die Grippe (Influenza). Die Virusinfektion, die durch Tröpfchen übertragen wird, erwischt Babys und Kinder relativ schnell, da ihr Immunsystem noch nicht ausreichend Abwehrkräfte gebildet hat, um sich zu schützen. Doch wie erkennst Du, ob Dein Kind oder Baby an der Grippe leidet und was kannst Du dagegen tun?

Die häufigsten Symptome für die Influenza sind Fieber zwischen 38 und 40 Grad, begleitet von Kopf-, Glieder- und Brustschmerzen. Oft äußert sich die Grippe auch durch allgemeine Schlappheit, Appetitlosigkeit und Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Die Grippe kann sich außerdem durch Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden bemerkbar machen. Wenn Dein Baby diese Symptome zeigt, solltest Du umgehend einen Kinderarzt aufsuchen und abklären lassen, ob es sich um eine Influenza handelt.

Grippe oder Erkältung: Wo ist der Unterschied?

Auch wenn die meisten Erwachsenen gelernt haben, die Symptome einer Grippe von denen einer Erkältung zu unterscheiden, ist dies gerade bei Babys und kleineren Kindern noch nicht der Fall. Doch obwohl die Symptome von beiden Erkrankungen relativ gleich sind, kannst Du die beiden mit etwas Geschick unterscheiden. Der größte Unterschied zwischen einer Influenza und einer einfachen Erkältung ist das Auftreten der Symptome. Während eine Erkältung sich meist lange im Voraus bereits ankündigt, tritt eine richtige Grippe oft scheinbar von jetzt auf gleich auf. Auch legen einen die Symptome einer Influenza komplett flach. Sie geht mit hohem Fieber einher, starken Gliederschmerzen, Husten, Halsschmerzen und einer großen Müdigkeit. Eine Erkältung hingegen ist hauptsächlich durch eine laufende Nase und einer nur ganz leicht angestiegenen Temperatur gekennzeichnet. Auch wenn Dein Kleines in dieser Zeit müder sein kann als sonst, ist es doch nicht mit der gewaltigen Mattigkeit zu vergleichen, die ihm bei einer Grippe übermannen würde. Treten die Symptome bei Deinem Baby also ganz plötzlich auf, ist seine Temperatur stark angestiegen und hustet es dazu auch noch, ist es Zeit mit Verdacht auf Influenza zum Arzt zu gehen.

Behandlung: Was tun wenn mein Kind die Grippe hat?

In den meisten Fällen verläuft eine Influenza unproblematisch und kann von zu Hause aus behandelt werden. Oberstes Gebot ist dann natürlich: Bettruhe, viel trinken und sich schonen. Auch wenn die Symptome vorüber sind, solltest Du Dein Baby noch eine Weile zur Ruhe anhalten, da es sonst leicht zu einem Rückfall kommen kann. Der Arzt wird im Falle einer Grippe ein sogenanntes Virusstatikum verschreiben, das die Grippe-Viren gezielt bekämpft. Antibiotika machen hier keinen Sinn, da sie nur gegen Bakterien wirken. Nur, wenn auch eine bakterielle Infektion (zum Beispiel eine Lungen- oder Mittelohrentzündung) vorliegt, werden bei Influenza Antibiotika verschrieben.

Im Video zeigen wir dir, wie du dein Kind am besten temperaturgerecht anziehst:

Babys und Kleinkinder: So zieht ihr sie temperaturgerecht an Abonniere uns
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Welche Komplikationen können bei Grippe bei Kindern auftreten?

Es kann bei einer Influenza unter Umständen zu verschiedenen Komplikationen kommen, bei denen Du Dich unbedingt erneut an den Kinderarzt wenden oder den Notarzt rufen solltest. Eine solche Komplikation können beispielsweise Fieberkrämpfe sein. Hierbei hilft es meist schon, Dein Baby in die stabile Seitenlage zu bringen. Sollten die Krämpfe jedoch einige Minuten andauern, solltest Du nicht zögern, den Notarzt zu rufen. Das Gleiche gilt, wenn Dein Baby einen steifen Hals hat, extrem müde ist und unter Übelkeit und Erbrechen leidet – dies können Anzeichen für eine Hirnhautentzündung sein, die lebensbedrohlich werden kann und sehr schnell behandelt werden muss. Nach einer Woche sollten sich die Symptome der Influenza deutlich gebessert haben. Wenn dies nicht der Fall ist, solltest Du erneut den Kinderarzt aufsuchen. Starke Ohren- oder Halsschmerzen und anhaltendes Fieber über 39 Grad sind ebenfalls Warnsignale, die Du umgehend mit dem Arzt besprechen solltest.

Auch wenn einem bei der Anzahl möglicher Komplikationen als Eltern angst und bange werden kann – solche Komplikationen sind die Ausnahme und in der Regel verläuft die Influenza auch bei Babys glimpflich. Trotzdem solltest Du eine Grippe niemals auf die leichte Schulter nehmen und ein wachsames Auge auf die Symptome haben. Wenn Du schnell genug reagierst und lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Kinderarzt gehst, wird Dein Baby die Influenza aber sicher heil überstehen und bald wieder gesund und munter sein.

Vorbeugung gegen Influenza: die Grippeimpfung

Wenn Du Dein Baby bei einer Influenza rechtzeitig zum Arzt bringst, wird die Erkrankung in der Regel nicht sonderlich schlimm ausfallen. Allerdings gibt es einige Situationen, in denen es ratsamer ist, es gar nicht erst zu einer Ansteckung kommen zu lassen. So ist es bei Babys mit bestimmten Vorerkrankungen oder Kinder, die mit besonders gefährdenden Personen zu tun haben, sinnvoll, diese impfen zu lassen. Eine Impfung ist in diesem Fall ab dem sechsten Lebensmonat möglich. Ob Dein Kleines geimpft wird oder nicht, sollte immer individuell abgesprochen werden. Dein Arzt wird Dich sicherlich gerne zu den Vor- und Nachteilen beraten und mit Dir auch die verschiedenen Arten der Impfungen besprechen. Seit 2012/2013 ist nämlich eine Impfung gegen Influenza im Umlauf für Kinder von 2 bis 17 Jahren, die einerseits effektiver ist, andererseits aber lebende Viren enthält, die möglicherweise in bestimmten Fällen eine Erkrankung auslösen können und auch an andere weitergegeben werden könnten in dieser Zeit. Beachten solltest Du auch, dass Du diese Entscheidung jedes Jahr aufs neue treffen musst, da die Impfung grundsätzlich jährlich aufgefrischt werden muss.

Influenza ist eine schwere Erkrankung, die auch bereits Dein Baby betreffen kann. Solltest Du eine Grippe bei Deinem Kind vermuten, ist es ratsam sofort einen Arzt aufzusuchen, damit sich die Lage nicht verschlechtert. Vorbeugend kannst Du Dein Kind auch gegen Grippe impfen lassen. Ob dies sinnvoll ist, kannst Du mit Deinem Kinderarzt ganz individuell entscheiden.

Bildquelle: istock/Halfpoint

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