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Geeignetes Spielzeug fürs Baby

Spielzeug für Mädchen und Jungen

Der kleine Ben spielt gerne mit Autos. Sophie hingegen nur mit Puppen. Das ist natürlich eine Verallgemeinerung, trifft jedoch fast immer zu. Jungen und Mädchen unterscheiden sich oft in ihrer Spielart

Geeignetes Spielzeug

Spielzeug für Mädchen und Jungs
Spiele für Mädchen und Jungs

Eltern assoziieren mit dem Geschlecht ihres Kindes auch automatisch das passende Spielzeug. Für die Tochter kaufen sie eine Puppe und einen Maltisch, der Sohn bekommt Autos und kleine Piraten. Dein Kind ist schon mit drei Monaten dazu in der Lage, zwischen Männern und Frauen zu unterscheiden und sich selbst typisch weiblich oder männlich zu verhalten. Eltern sollten jedoch auf die Wünsche ihres Kindes eingehen. Oft hat die kleine Tochter das Bedürfnis mit einem Piratenschiff zu spielen und der Sohn wünscht sich einen Puppenwagen.

Der geschlechtsspezifische Spieltrieb

Ben spielt liebend gern mit seinem kleinen roten Feuerwehrauto. Damit saust er täglich über seinen bunten Spielzeugteppich, auf dem Straßen und Häuser abgebildet sind. Hier entstehen in Bens Fantasie ein buntes Verkehrstreiben, ein brennendes Haus und seine liebe Feuerwehr, die mit lautem „Tatütata“ durch die Teppichstraßen saust. Oft inszeniert der kleine Ben Unfälle bei denen es so richtig laut scheppert. Je lauter desto besser, je mehr passiert, umso spaßiger wird es. Dass er später einmal Feuerwehrhauptmann werden will, ist offensichtlich.

Seine Schwester Sophie ist da ganz anders. Am liebsten hat sie ihre Puppe Jasmin im Arm und kämmt ihr stundenlang die blonden Haare und zieht ihr immer wieder neue Puppenkleidchen und kleine Schuhe mit winzigem Absatz an. Dabei merkt man gar nicht, ob Sophie zu Hause ist. Ganz still sitzt sie in ihrem Zimmer und beschäftigt sich mit ihrer Puppe und hört im Hintergrund eine Hörspielkassette und träumt von ihrem späteren Beruf als Kindergärtnerin.

Das richtige Geschenk für die Tochter?

Das richtige Geschenk für die Tochter gibt es. Es steht aber nicht in irgendeinem Gesetzesbuch geschrieben, dass es unbedingt die Puppenstube sein muss. Auch ein Fußball kann das Herz Deiner Kleinen höher schlagen lassen. Zwar ist erwiesen, dass die Mehrheit der Mädchen mit Puppen spielen, malen und basteln. Dennoch haben viele Mädchen den Wunsch, mit einem Polizeiauto zu spielen oder einen Fußball zu besitzen. Daher solltest Du auf die Bedürfnisse Deines Mädchens eingehen. Möchtest Du aber auf jeden Fall das richtige Mädchenspielzeug kaufen, wirst Du mit Plüschtieren, Gesellschaftsspielen und Malsachen nichts falsch machen.

Mein Sohn möchte eine Barbie

Wenn Dein Sohn irgendwann den Wunsch äußert, eine Barbiepuppe besitzen zu wollen, musst Du nicht gleich in Panik ausbrechen. Auch eine Puppe kann ein tolles Spielzeug für einen Jungen sein. Es geht beim Spielen nicht darum, irgendwelchen fest verankerten gesellschaftlichen Rollenzwängen zu folgen, sondern um Spaß zu haben. Und wenn Dein Sohn Spaß an einer Barbiepuppe hat, kannst Du ihm mit ruhigen Gewissen eine Puppe schenken. Das typische Jungenspielzeug sind Autos, Bauklötze, Piraten und Co.

Dem Kind die Entscheidung abnehmen?

Eine große Rolle in der Geschlechterfindung im Spiel spielt die Umgebung und das Verhalten der Eltern des Babys. Du wirst Deiner Tochter eher ein kleines Puppentheater bereiten, während Du mit Deinem Sohn einen Parcours für seine Spielzeugautos baust. Damit übst Du indirekt und unbewusst einen Einfluss auf Dein Kind aus und lenkst es in die jeweilige Richtung. Leider ist das richtige Rollendenken in der Gesellschaft fest verankert. Die Folge: Ein Kind kann sich selbst seine Identität nicht aussuchen. Es wird in seine Rolle hineingeschubst. Die Lego-Werbung mit den Actionfiguren und den kleinen Jungs, die Barbie-Werbung mit Sternen und Glitzer und den kleinen Mädchen mit Zöpfen, aber auch das Denken vieler Eltern tragen zu der aufgezwungenen Rolle bei. Nicht die Kinder entscheiden, womit sie spielen. Die Eltern und die Medien nehmen dem Kind die Entscheidung ab.

Aber auch die älteren Geschwister spielen eine große Rolle in der Geschlechterfindung. Spielt die große Tochter mit ihren Puppen, möchte der kleine Bruder es ihr nacheifern. Kinder imitieren in den ersten Lebensjahren sehr viel, um selbst eine Persönlichkeit zu finden. Dabei merken sie, was ihnen gefällt und was nicht. Da kann es also vorkommen, dass Dein kleiner Sohn gerne mit Puppen spielt. Seine Schwester, also sein Vorbild, spielt auch mit ihnen, dann möchte der Kleine das ebenfalls tun. Oft wird dies als Verhaltensanomalität beschrieben, was aber nicht zutrifft. Dein Sohn wird damit vielleicht aus der Reihe tanzen, eine Barriere für die weitere Entwicklung stellt das jedoch nicht dar. Du als Mama darfst den Spieltrieb Deines Babys keinesfalls unterdrücken. Aufgezwungene Rollen hindern das Kind in seiner Entwicklung. Warte einfach ab, Dein Kind wird seine richtige Rolle in der Gesellschaft schon bald finden.

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