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Taufzeremonie

Katholische oder evangelische Taufe

Katholische oder evangelische Taufe

Nach der Geburt Deines Kindes müssen so einige Entscheidungen getroffen werden. Darunter fällt auch die wichtige Frage, ob Du Dein Kleines taufen lassen möchtest oder nicht. Und wenn ja, ob die Taufe katholisch oder evangelisch ablaufen sollte.

Grundsätzlich ist die Taufe ein überkonfessionelles Sakrament und darum in erster Linie „christlich“ und nicht „evangelisch“ oder „katholisch“. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den Taufzeremonien der Konfessionen. Wie Du Dein Kind taufen lassen möchtest, kannst Du selbst entscheiden. Die Taufe, katholisch oder evangelisch, bedeutet für beide Konfessionen dasselbe: Sie ist der sichtbare Eintritt des Täuflings in den christlichen Glauben und damit eines der heiligen Sakramente der beiden Konfessionen. Es gibt daher keinen religiösen Unterschied zwischen der Taufe, – ob evangelisch oder katholisch – sondern lediglich in deren Ausgestaltung.

Die Taufe: Evangelisch oder katholisch?
Ob Du die Taufe katholisch oder evangelisch gestaltest, ist Deine eigene Entscheidung.

Die Taufe – Katholisch und evangelisch

Die Frage, ob die Taufe evangelisch oder katholisch stattfinden soll, ist sehr wichtig, denn nicht nur die beiden Kirchen sind sich bei einigen Dingen nicht ganz einig, auch die Zeremonien sind in vielen Punkten sehr unterschiedlich. Einige Gemeinsamkeiten gibt es jedoch. So ist es etwa in beiden Kirchen nach wie vor üblich, dass Dein Kind dreimal mit Taufwasser übergossen oder ins Taufbecken eingetaucht wird. Außerdem spricht der Geistliche die Formel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Egal, ob Du die Taufe katholisch oder evangelisch gestaltest, es gehört in jedem Fall auch das Aufsagen des Glaubensbekenntnisses dazu.

Die Taufe – Katholisch

Wenn Du Dich dafür entscheidest, die Taufe katholisch zu vollziehen, gibt es hier einige Dinge, die sehr speziell ablaufen. Mittlerweile gibt es in der katholischen Kirche diverse Riten, die in der evangelischen Kirche so nicht mehr angewandt werden. So wird im katholischen Glauben nach wie vor ein Kreuz auf die Stirn des Täuflings gezeichnet und auch der Effata-Ritus, bei dem Ohren und Mund geöffnet werden, um auf Christus zu hören und von ihm zu reden, findet immer noch Gebrauch. Auch wirst Du feststellen, wenn Du die Taufe katholisch gestaltest, dass die Feier auch noch die CHRISAM-Salbung zum König, zum Propheten und zum Priester stattfindet, sowie in der Regel auch noch ein Exorzismusgebet zur Abwehr des Bösen und eine Absage an den Satan. Gründsätzlich ist eine katholische Tauffeier daher wesentlich umfangreicher und durchgeplanter als eine evangelische.

Die Taufe – Evangelisch

Wenn Du die Taufe evangelisch abhalten möchtest, solltest Du wissen, dass sie grundsätzlich wesentlich freier in der Gestaltung ist als die der katholischen Kirche. Diverse Elemente wurden mittlerweile aus der offiziellen Feier gestrichen, sodass sie weniger streng strukturiert ist. Neben den Elementen, die bereits genannt wurden, ist es bei einer evangelischen Tauffeier nicht einmal mehr überall üblich, dass ein Taufkleidchen angelegt wird. Eine Taufe, die hingegen komplett anders abläuft, ist die baptistische Tauffeier. Die Baptisten gehören zwar zur evangelischen Glaubensgemeinde, ob eine Taufe evangelisch oder baptistisch abläuft, ist aber ein entscheidender Unterschied. Hier ist es nämlich üblich, dass ausschließlich die Gläubigentaufe praktiziert wird, das heißt nur Erwachsene, die sich über die Bedeutung der Taufe im Klaren sind, werden auch getauft. Wenn Du Deinem Kind also die Entscheidung überlassen möchtest, ist diese Kirche möglicherweise der richtige Ansprechpartner. Grundsätzlich ist eine Taufe im Erwachsenenalter aber auch in der katholischen und evangelischen Kirche noch möglich, wenn auch als pratizierender Gläubiger nicht üblich.

Ist die Taufe – katholisch oder evangelisch – heutzutage noch sinnvoll?

Ob Du die Taufe katholisch oder evangelisch vollziehen möchtest, ist eine Sache, grundsätzlich stellt sich heutzutage jedoch auch die Frage, ob eine Taufe (als Säugling) noch sinnvoll ist. Im Prinzip ist dies die Entscheidung von Dir und Deinem Partner und die kann Euch auch keiner abnehmen. Grundsätzlich ist eine Taufe, ob evangelisch oder katholisch, nur sinnvoll, wenn entweder Du oder Dein Partner auch vorhabt, Euer Kind in dem jeweiligen Glauben zu erziehen. Doch auch als gläubiger Christ wird die Kindertaufe mittlerweile häufig kritisch betrachtet. Viele Menschen finden es heutzutage sinnvoller, das Kind später selbst im vollen Bewusstsein entscheiden zu lassen, welchen Glauben es gerne praktizieren möchte. Du solltest Dir also bewusst sein, dass auch Dein Kind es möglicherweise später als Bevormundung betrachtet, wenn Du es einfach von kleinauf in die Kirche integrierst. Letztlich bedeutet allerdings sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche eine Taufe keinen kompletten Eintritt in die Glaubensgemeinschaft. Dieser muss auch hier erst noch durch die Firmung beziehungsweise Konfirmation offiziell und im vollen Bewusstsein bestätigt werden. Beide Rituale setzen eine vorherige Taufe jedoch voraus. Viele Eltern entscheiden sich daher auch vorsorglich für eine Taufe, sollte sich das Kind später für die Religion entscheiden, da so bereits ein Ritual erfolgreich vollzogen wurde.

Ob Du die Taufe katholisch oder evangelisch vollziehen möchtest, ist eine Frage, die es unbedingt mit Deinem Partner zu klären gilt. Du solltest hierbei nicht nur Eure eigene Konfession bedenken, sondern auch dass beide Zeremonien grundsätzlich sehr unterschiedlich ablaufen.

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