Windeldermatitis

Wenn der Po Deines Babys wund und rot ist, leidet es möglicherweise an einer sogenannten Windeldermatitis. Die Entzündung ist eine sehr weit verbreitete Hauterkrankung und betrifft fast jedes Baby mindestens einmal in den ersten Jahren ihres noch jungen Lebens. Wie kannst Du erkennen, ob Dein Kind an einer Windeldermatitis leidet und welche Behandlungsmethoden gibt es?

Wunder Po: Wenn´s juckt und brennt im Windelbereich

Windeldermatitis, oft auch einfach nur „wunder Po“ genannt, beschreibt einen – wie der Name schon sagt – im Windelbereich auftretenden entzündlichen Ausschlag. Obwohl manche Eltern es wegen des Namens vermuten würden, ist allerdings nicht nur die Windel selbst die Ursache des Übels. Vielmehr ist die ungünstige Stelle schuld, da diese oft mit Urin und Kot in Berührung kommt. Das hat zur Folge, dass die Haut hier besonders empfindlich und schnell gereizt ist, was eine Entzündung begünstigt. Um Windeldermatitis erfolgreich zu heilen und so wieder zurück zum samtweichen Babypopo zu gelangen, spielen vor allem richtige Pflege und Reinigung eine große Rolle.

Symptome von Windeldermatitis

Die Symptome einer Windeldermatitis hängen von der Ursache der Entzündung ab, können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und die betroffenen Babys manchmal weniger und manchmal mehr beeinträchtigen. Ein Anzeichen für eine vorliegende Erkrankung ist dabei zum Beispiel ein roter Ausschlag im Bereich der Windel. Die betroffene Haut kann Schmerzen oder Juckreiz auslösen, die beim Einnässen des Babys zusätzlich verstärkt auftreten können. Wenn die Windeldermatitis eine Infektion auslöst, wirkt sich diese wiederum auf den Ausschlag aus. So finden sich hier zum Beispiel auch in den Bereichen der Gesäßfalten und der Genitalien Hautbereiche, die gerötet sind, eine am Rand verlaufende Schuppenkrause aufweisen und feucht glänzen. Neben diesen Symptomen können auch kleine Pusteln oder stecknadelkopfgroße Knötchen auftreten. Wenn die Windeldermatitis durch eine Infektion mit Bakterien ausgelöst wurde, äußert sich die Erkrankung zusätzlich durch starkes Nässen, Blasen oder blutenden Wunden, die in manchen Fällen sogar Narben hinterlassen können.

Wodurch wird Windeldermatitis ausgelöst?

Windeln sind unglaublich nützlich und wurden in den letzten Jahrzehnten immer wieder in ihrer Funktion und Bequemlichkeit weiter entwickelt. Nichtsdestotrotz sorgen sie aber auch dafür, dass sich Feuchtigkeit und auch Wärme im Windelbereich Deines Babys anstauen, was optimale Bedingungen für die Vermehrung von Keimen schafft. Neben diesem negativen Effekt, sorgen sie außerdem auch dafür, dass die natürliche Hornschichtbarriere der Haut Deines Babys geschädigt wird, wodurch reizende Stoffe aus dem Stuhl oder Urin leichter in die Haut eindringen können. Wenn Babys volle Windeln über einen längeren Zeitraum tragen, spaltet sich zum Beispiel reizendes Ammoniak vom Harnstoff ab, das die Haut Deines Babys wund macht. Andere mögliche Ursachen von Windeldermatitis sind außerdem scheuernde Windeln, Durchfall, eine Allergie oder eine Schwächung des Immunsystems, zum Beispiel durch die Einnahme von Antibiotika. Findet ein Pilzbefall in der Windelregion statt, spricht man hingegen nicht mehr von einer Windeldermatitis sondern von Windelsoor.

Windeldermatitis: Die Diagnose beim Arzt

Wenn mehrere der genannten Symptome auf Dein Kind zutreffen, aber Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Kind wirklich an Windeldermatitis leidet, kann Dein Arzt das anhand des Erscheinungsbildes der Haut im Windelbereich sicher feststellen. Er achtet dabei auf die typischen Symptome der Erkrankung, kann aber sicherheitshalber auch noch einen Abstrich machen, anhand dessen er sicher sagen kann, ob es sich um eine Windeldermatitis oder um Windelsoor handelt. Anhand der Diagnose kann er anschließend über die weitere Therapie entscheiden.

Krabbelndes Baby

Windeldermatitis betrifft fast jedes Kind mindestens einmal in ihrem Leben.


Wie wird Windeldermatitis behandelt?

Die Behandlung von Windeldermatitis richtet sich in erster Linie gegen die auslösenden Faktoren der Entzündung. Wie schon erwähnt gehört dazu vor allem Reibung und das Anstauen von Wärme und Feuchtigkeit. Daneben kann auch eine zuckerarme Ernährung wirkungsvoll sein, um die Heilung des Ausschlags zu begünstigen. Um die Windeldermatitis zu behandeln raten Ärzte oft zu antibakteriellen Mitteln, wenn die Hautrötung durch Bakterien ausgelöst wurde. Zusätzlich dazu gibt es mittlerweile eine Reihe von speziellen Badezusätzen und Salben mit entzündungshemmender Wirkung, die dem Ausschlag schon nach wenigen Tagen den Gar aus macht. Bei schlimmen bakteriellen Infektionen, die manchmal besonders hartnäckig sind, ist neben der örtlichen Therapie auch die Gabe von Medikamenten oder Infusionen ratsam. Handelt es sich hingegen um Windelsoor wird Dein Arzt Dir vermutlich eine spezielle Salbe auf der Basis von Nystatin empfehlen.

Wie kann man Windeldermatitis vorbeugen?

Es gibt einige erfolgversprechende Maßnahmen, mit denen Du Dein Kind vor dem Ausbruch von Windeldermatitis schützen kannst. Da besonders das Anstauen von Wärme und Feuchtigkeit sich günstig auf eine Erkrankung auswirkt, solltest Du versuchen den Windelbereich Deines Babys möglichst trocken zu halten und es täglich auch eine Zeit lang ohne Windeln herumkrabbeln lassen. Daneben ist außerdem auch das Benutzen einer Wundschutzcreme oder -paste nach dem Windelwechseln und eine zuckerarme Ernährung sinnvoll, um Windeldermatitis vorzubeugen.

Windeldermatitis ist eine Hautentzündung im Po- und Genitalbereich, die sich oft durch Jucken, Brennen und einen roten Ausschlag bemerkbar macht. Je nachdem, ob es sich um Windeldermatitis oder um Windelsoor handelt, unterscheidet sich die Behandlung, wobei die Krankheit in der Regel schnell und ohne Folgeschäden wieder abheilt. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Dein Kind an Windeldermatitis leidet oder die Entzündung nicht von alleine abheilt, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen.

Bildquelle: Thinkstock / BananaStock


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Was denkst du?

  • Preapi am 09.09.2014 um 17:39 Uhr

    Oh je, von Windeldermatitis wurden wir zum Glück bis jetzt verschont. Ich hoffe, das bleibt so. Klingt ja wirklich ekelig!

    Antworten
  • coffee_junkie am 16.06.2014 um 12:12 Uhr

    Unser Schatz hat auch schon unter Windeldermatitis zu leiden gehabt. Ging aber zum Glück recht problemlos und schnell wieder weg.

    Antworten
  • miss_watson am 10.06.2014 um 11:16 Uhr

    Eine Windeldermatitis geht zum Glück relativ problemlos wieder weg. Wobei natürlich der arme, kleine Wurm gar nicht weiß, warum es untenrum so weh tut.

    Antworten
  • schubiduwap am 04.06.2014 um 17:43 Uhr

    Eine Windeldermatitis kommt doch immer mal vor. Mit der richtigen Pflege und Reinigung ist der wunde Po aber schon bald wieder babyweich.

    Antworten
  • proudmami25 am 30.05.2014 um 16:05 Uhr

    So eine Windeldermatitis ist kein Zuckerschlecken. Da kann ich leider ein Liedchen von singen...

    Antworten