Beratungsstellen in Gefahr?

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) plant Einsparungen bei Beratungsstellen für die Schwangerschaftsberatung. Um rund 20 Prozent sollen die Zuschüsse gekürzt werden.

Weniger Geld für Beratungsstellen

Beratungsstellen in Hessen sollen weniger Fördermittel erhalten

Hessen will die Zuschüsse für Beratungsstellen kürzen. Das sieht ein entsprechender Gesetzesentwurf von Sozialminister Stefan Grüttner vor. Aktuell gibt das Land rund 79.000 Euro für die Beratungsstellen aus. Im kommenden Jahr sind nur noch 62.000 Euro eingeplant. Als Begründung verweist das Land auf den deutlich niedrigeren Bundesdurchschnitt von 53.000 Euro für die Schwangerschaftsberatung.

Für Beratungsstellen müssen 80 Prozent der Kosten übernommen werden

Gesetzlich geregelt ist eine öffentliche Förderung, die mindestens 80 Prozent der notwendigen Personal- und Sachkosten umfasst. Nach Schätzungen des Landes zahlt Hessen derzeit jedoch mehr, als die geforderten 80 Prozent für Beratungsstellen. Trotzdem führte die Ankündigung Grüttners zu einem Aufschrei der Beratungsstellen.

Der katholische Verein Donum Vitae wies gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ auf die drastischen Folgen hin: „Die Kürzung würde dazu führen, dass wir unsere Beratung sofort einstellen und Insolvenz anmelden müssten“. Anders sieht dies Sozialminister Grüttner. In einer Pressemitteilung versprach er „finanzielle Sicherheit für die geförderten Beratungsstellen“ und betonte, dass die Anzahl der geförderten Beratungsstellen von den Kürzungen nicht berührt werden. „Sie bleibt konstant bei 152 Stellen“, so Grüttner.


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