Young Children Dressing Up
Helena Serbentam 23.04.2018

Feuerwehrfrau, Tierärztin oder Polizistin? Jedes Kind, egal ob Mädchen oder Junge, hat als Kind eine Vorstellungen davon, was es eines Tages werden möchte. Eine Studie zeigt, wie sich die Vorstellungen bei Kindern in den letzten 50 Jahren verändert haben. Für Mädchen werden zwei Berufe immer selbstverständlicher.

Iconkids & Youth 2018 hat anlässlich des 50. Geburtstags der italienischen Marke „Kinder“ in deren Auftrag eine Studie durchgeführt. Diese zeigt, wie sich die Berufswünsche in den letzten 50 Jahren von Generation zu Generation verändert haben. Insgesamt wurden 1500 Personen im Alter von sechs bis 65 Jahren befragt. Sie konnten zwischen 200 verschiedenen Berufen wählen, die sie als Kinder gerne ausgeübt hätten. Auch ungewöhnliche Optionen wie Lego-Bauer, Erfinderin, Ägyptologin, Bankräuber oder Geheimagentin standen zur Auswahl.

Doch insgesamt entschieden sich 24 Prozent, dass sie als Kind gerne Star geworden werden. Aufgeschlüsselt auf die Geschlechter ist das Showbusiness vor allem bei Mädchen heiß begehrt: 26 Prozent würden sich gerne in der Welt der Reichen und Schönen bewegen. Bei Jungen liegt die Welt der Reichen und Schönen mit 22 Prozent auf dem zweiten Platz. Bei Mädchen ist außerdem interessant, dass sie sich im Laufe der Zeit immer besser vorstellen können, einen mit einem Studium verbundenen Beruf nachzugehen.

Natürlich können nicht nur Jungs mutig sein, findet meine Kollegin Nina.

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Mädchen wollen in soziale Berufe

Offenbar üben soziale Berufe vor allem heute eine hohe Anziehungskraft auf Mädchen aus. Von allen Befragten wählten 24 Prozent Tierärztin, 16 Prozent Lehrerin und 14 Prozent Ärztin als Traumjob. Mädchen, die ab 1996 geboren wurden, entschieden sich zu 60 Prozent für einen der beiden Berufe. Das ist eine steile Entwicklung: Die in den 1950ern geborenen Mädchen konnten sich diesen Job offenbar eher weniger vorstellen: Nur 19 Prozent sagten, dass sie damals gerne Tierärztin oder Ärztin werden wollten.

Das kann natürlich damit zusammenhängen, dass in der Bundesrepublik Deutschland Frauen damals das Einverständnis ihres Mannes oder Vaters brauchten, um studieren und arbeiten gehen zu dürfen. Das ist heute zum Glück anders und Mädchen beginnen ebenso selbstverständlich ein Studium wie Jungen. Mit dieser Veränderung scheint sich auch das Selbstverständnis verändert zu haben, einen anspruchsvollen Beruf ausführen zu wollen.

Feuerwehrmann oder Polizist zu werden, ist bei Jungs ziemlich beliebt.

Jungen wollen Helden sein

Sowohl der Lehrer- als auch der Tierarztberuf ist bei nur vier Prozent der Jungen ein Traumberuf. Immerhin elf Prozent wollen Arzt werden. Viel höher im Trend liegt der Job als Polizist: Mit 25 Prozent ist er ganz weit oben auf der Traumberuf-Skala. Dieser Job – und der eines Feuerwehrmanns – ist in den letzten 50 Jahren bei kleinen Jungs immer populärer geworden. Zwischen 1952 und 1965 wollten gerade mal 26 Prozent einen dieser Berufe erlernen. Seit 1996 lagen sie gemeinsam zwischenzeitlich bei 59 Prozent. Vielleicht sind sie von dem heldenhaften Einsatz dieser Menschen so beeindruckt oder wollen ein Abenteuer erleben.

Die Ausnahme macht die die Regel

Natürlich gibt es noch viele einzelne Berufswünsche, die hier in der Statistik nicht alle aufgezählt werden können. In den sozialen Medien erzählen Menschen, wie ungewöhnlich ihre Berufswünsche als Kinder waren:

Wenn du dich oder deine Kinder in den oben genannten Berufen nicht wiederfinden konntest, sei nicht besorgt: Es ist ganz in Ordnung, andere Wünsche zu haben. Die Vielzahl der Träume ist so riesig, dass sie wohl niemals auf den Fragebogen einer Umfrage passen werden. Wichtig ist, dass dir niemand einredet, dass du irgendeinen Beruf aufgrund deines Geschlechts nicht ausüben könntest.

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Die Statistik spiegelt dennoch sehr gut das wieder, was ich oft von Kindern höre, wenn sie von ihren Berufswünschen erzählen. Immerhin handelt es sich dabei auch um sehr schöne und wichtige Jobs. Mal sehen, ob sich die Zahlen in den nächsten Jahren verändern: Vielleicht kommen bei Mädchen auch ein paar künftige Feuerwehrfrauen oder Polizistinnen dazu. Ich wollte als Kind ja entweder Reporterin wie Karla Kolumna werden — oder Pilotin. Hattest du als Kind auch einen außergewöhnlichen Berufswunsch? Was ist daraus geworden? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Bildquelle:

iStock/monkeybusinessimages, iStock/McIninch


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