Betreuungsgeld: FDP stellt sich quer

Das von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ins Gespräch gebrachte Betreuungsgeld sorgt für Unmut in der Regierungskoalition. Die FDP spricht sich klar dagegen aus.

Die christdemokratische Familienministerin Schröder plant ab 2013 das sogenannte Betreuungsgeld einzuführen. Es soll den Eltern zugute kommen, die den Nachwuchs nach der Elternzeit zunächst zu Hause betreuen. Statt der geplanten vierundzwanzig Monate, will die Ministerin den Betrag zunächst nur ein Jahr lang auszahlen. Grund sei die angespannte Haushaltslage.

Betreuungsgeld: Konflikt um Verteilung

Gegner bezeichnen das Betreuungsgeld ironisch als „Herdprämie“. Die Familienministerin plant, die Unterstützung nicht nur Vollzeiteltern, sondern auch solchen zugänglich zu machen, die in Teilzeit beschäftigt sind. „Ich will verhindern, dass wir Teilzeitbeschäftigte gegen Hausfrauen ausspielen, immerhin verzichten beide zugunsten der Familie auf Einkommen und berufliches Vorankommen“.

Konflikt um Betreuungsgeld, FDP übt Kritik

Familienministerin Schröder ist für die Einführung des Betreuungsgeldes


Betreuungsgeld: Harsche Kritik aus Reihen der FDP

Die familienpolitische Sprecherin der FDP, Miriam Gruß, ist klare Gegnerin von Schröders Plänen. Sie spricht sich gegen eine Zustimmung ihrer Partei aus und kritisiert ihre Kollegin scharf. „Wir sind absolut gegen diese Leistung“ mahnte sie. Auch die Verkürzung käme für die FDP nicht in Frage. Die schwarz-gelbe Koalition hatte ursprünglich vor, ein Betreuungsgeld in Höhe von 150 Euro monatlich an die Eltern auszuzahlen, die in den ersten drei Jahren auf einen Krippenplatz verzichten. Gruß unterstützt nun eher den Vorschlag von Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), eine Kinder-Riester einzuführen oder Erziehungszeiten gezielter in die Rente mit einfließen zu lassen.

Hat dir der Artikel gefallen?
0
0

Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Start
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?