Betreuungsgeld gut oder schlecht?

Das sogenannte Betreuungsgeld, welches die Bundesregierung in Zukunft Müttern zahlen möchte, die daheim bei ihren Kindern bleiben und auf Ausübung ihres Berufs verzichten, sorgt für Diskussionsstoff.

Das Betreuungsgeld, dass auch despektierlich als „Herdprämie“ bezeichnet wird, sei, so die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, ein erheblicher sozialpolitischer Rückschritt. Müttern werde damit ein Anreiz geboten, nicht in ihren Beruf zurückzukehren, was eine Rückwärtsbewegung hin zu alten Geschlechterrollen bedeuten würde.

Betreuungsgeld das falsche Signal

Während die Bundesregierung mit der Einführung des Betreuungsgeldes Mütter, die sich daheim um die Erziehung ihres Nachwuchses kümmern, belohnen möchte, sehen die Wirtschaftsforscher vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) sowie vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) darin einen erheblichen finanziellen Aufwand, der nicht gerechtfertigt sei. Insbesondere bleibe zu bedenken, dass sich einzelne Eltern möglicherweise dazu angeregt fühlen könnten, ihr Kind aus öffentlichen Betreuungseinrichtungen herauszunehmen, um das Geld zu erhalten. Dies wäre nicht unbedingt ein Schritt zum Wohle des Kindes.

Wirtschaftsinstitute sind gegen das Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeld sorgt nach wie vor für Diskussionen


Betreuungsgeld besser in Kitas stecken

Darüber hinaus sehen die Forscher in der Einführung des Betreuungsgelds ein nicht unerhebliches Problem für Kinder aus bildungsfernen Schichten. Diese würden in Zukunft möglicherweise noch seltener in öffentliche Betreuungseinrichtungen gegeben werden, was zur Folge haben könnte, dass ihnen der Zugang zu einem gewissen Grad an Bildung bis zum Schuleintritt verwehrt bliebe. Der Vorsitzende des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gert Wagner, rät daher, die Mittel für das Betreuungsgeld lieber in die öffentliche Betreuung kleiner Kinder zu stecken, um in diesem Bereich eine Chancengleichheit zu erlangen.

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