Contergan seit 50 Jahren vom Markt

Opfer leiden noch heute

Contergan seit 50 Jahren vom Markt

Das Schlafmittel Contergan wurde vor 50 Jahren, am 27. November 1961, von der Firma Grünenthal vom Markt genommen. Das Mittel verursachte Fehlbildungen bei mehreren tausend Babys.

Das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan war damals auch von schwangeren Frauen verwendet worden, da es angeblich harmlos war. Die Folge waren zahlreiche missgebildete Kinder, die ihr Leben lang unter den Folgen litten und noch immer leiden. Das Unternehmen Grünenthal hat sich mittlerweile von dem Skandal erholt.

Contergan-Opfer leiden noch immer

Margit Hudelmeier, Vorsitzende des Bundesverbandes Contergangeschädigter, sieht die Opfer von Grünenthal im Stich gelassen. Viele seien heute arm und könnten nur mit Morphium den Tag überstehen, da der Körper ständig fehlbelastet würde.

Contergan-Skandal vor 50 Jahren

Das Schlafmittel Contergan führte vor 50 Jahren zu schlimmen Missbildungen bei Babys


Kritik an Contergan- Rücknahme

Die Opfer kritisieren vor allem die zu späte Rücknahme des Schlafmittels. Das Unternehmen Grünenthal empfindet zwölf Tage zwischen Verdacht und Rücknahme jedoch als eine sehr kurze Zeitspanne und wertet die damalige Reaktion als angemessen. Laut Hans-Helmut Günter, einem der Staatsanwälte im Contergan-Prozess, sei aber bereits 1959, zwei Jahre nach der Markteinführung, der Verdacht aufgekommen, dass das Mittel zu Nervenschäden führen könne. Grünenthal hatte trotzdem erst im Frühjahr 1961 einen Antrag auf Rezeptpflicht für Contergan gestellt und das Mittel erst im November vom Markt genommen.

Laut einer Analyse von Pharmakologin Beate Kirk hätte eine Marktrücknahme 1960 eine nur halb so hohe Anzahl von Opfern bedeutet. Die Missbildungen entstanden durch den Wirkstoff Thalidomid. 10 000 Kinder auf der ganzen Welt erlitten Schäden durch Contergan. In Deutschland gab es 5000 Opfer, von denen 2700 heute noch leben.


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