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Daumenlutschen: Warum tut mein Kind das?

Babys & Kleinkinder

Daumenlutschen: Warum tut mein Kind das?

Schnulli raus, Daumen rein: Nicht selten sieht man kleine Kinder beim Daumenlutschen. Das ist ein ganz natürliches und instinktives Verhalten und erst mal nicht weiter schlimm. Wir haben alles Wichtige rund um das Thema Daumenlutschen zusammengefasst und erklären dir, was dahinter steckt. Außerdem haben wir ein paar Tipps parat, mit denen du deinem Kind das Daumenlutschen abgewöhnen kannst.

Warum wollen so viele Kinder Daumenlutschen?

Jedes Baby hat einen Saugreflex – bei manchen ist dieser jedoch ausgeprägter als bei anderen. Einigen Babys reicht das Saugen an der Brust, andere wiederum verlangen nach einem Schnuller. Hintergrund für das Saugen ist: Dein Baby beruhigt sich damit selbst. Wusstest du, dass dein Baby dies bereits im Mutterleib macht?

Wie lange ist Daumenlutschen normal?

Statistiken zeigen, dass die meisten Kinder mit etwa drei Jahren das Daumenlutschen aufgeben – und zwar von ganz alleine. Auch aus pädagogischer Sicht ist es total in Ordnung, wenn dein Baby am Daumen lutscht: Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres ist das Nuckeln Einschlafhilfe und Trost – und keine schlechte Angewohnheit.

Ist Daumenlutschen gefährlich?

Generell ist Daumenlutschen erst mal nicht gefährlich. Allerdings kann es zu Fehlstellungen im Kiefer kommen, wenn dein Baby zu lange am Daumen lutscht. Sollte dein Kind auch nach dem zweiten Lebensjahr noch dauernd am Daumen lutschen, solltest du das ernst nehmen: Manchmal ist dies ein Ausdruck für seelische Probleme.

Daumenlutschen im Säuglingsalter kann aber auch positive Auswirkungen haben. So ist zum Beispiel das Ergebnis einer neuseeländischen Studie an über 1000 Kindern aufbauend für alle Eltern, die kleine Daumenlutscher zu Hause haben: Es wurde festgestellt, dass Kinder, die am Daumen lutschen oder Nägel beißen, weniger leicht allergische Empfindlichkeiten entwickeln. Haben die Kinder beides getan, so war die Wahrscheinlichkeit einer Allergie gegen Hausstaubmilben, Gras oder Haustiere sogar noch geringer. Als ein Grund dafür wird der frühe Kontakt mit Schmutz oder Bakterien genannt, dem die Daumenlutscher ausgesetzt sind. Dieser soll das Allergierisiko verringern.

Wie kann ich meinem Kind das Daumenlutschen abgewöhnen?

Die meisten Kinder verlieren mit etwa drei Jahren das Interesse am Daumenlutschen. Sollte das nicht der Fall sein, können Mamas und Papas mit ein paar kleinen Tipps dazu beitragen:

  1. Stillen: Laut Statistik werden gestillte Kinder seltener zu Daumenlutschern als nicht gestillte Kinder. Ein Grund dafür könnte sein, dass Babys an der Brust länger saugen als an der Flasche. Wenn du deinem Baby das Fläschchen gibst, dann achte darauf, dass du ihm beim Füttern ausreichend Zeit lässt, um das Saugbedürfnis zu stillen.
  2. Loben: Dein Kind wird schneller das Interesse am Daumenlutschen verlieren, wenn du es nicht zum Thema machst. Versuche, es zu bestärken, wenn es den Daumen für etwas anderes verwendet – zum Beispiel zum Malen. Dann verbindet das Kind das Nicht-Nuckeln mit einem positiven Gefühl.
  3. Trösten: Viele Kinder verlangen nach dem Daumen, weil es sie beruhigt. Du kannst deinem Kind alternative Angebote machen. Das kann zum Beispiel ein Lied sein, das du ihm vorsingst und sich dein Kind dabei ganz nah an dich kuschelt.
  4. Tagebuch: Belohne dein Kind für jeden Tag, an dem es keinen Daumen gelutscht hat. Das kannst du zum Beispiel mit einem schönen Sticker machen, den ihr gemeinsam am Abend in den Kalender klebt.
  5. Lesen: Es gibt tolle Bücher über das Daumenlutschen, die deinem Kind erklären, was es damit auf sich hat.
  6. Bemalen: Erwecke den Daumen deines Kindes zum Leben, indem du ihm ein Gesicht malst. Dann gibst du ihm einen Namen und erklärst deinem Kind, dass der Daumen Angst im Dunkeln hat und deshalb nicht gerne in den Mund genommen wird.

Unser Tipp: Bitte sieh von allzu rabiaten Methoden ab! Auch Bemerkungen wie „Du bist doch kein Baby mehr“ wird dein Kleines nicht vom Daumenlutschen abhalten. All das versteht dein Kind eher als Liebesentzug und macht es traurig. Versuche vielmehr herauszufinden, mit welchen Alternativen du das Bedürfnis nach Beruhigung stillen kannst.

Gibt es medizinische Mittel gegen das Daumenlutschen?

Zunächst einmal: Daumenlutschen ist – wie du jetzt weißt – kein Drama. Und die meisten Kinder beenden es von ganz alleine. Bevor du zu irgendwelchen Medikamenten greifst, solltest du die Situation mit deinem Kinderarzt besprechen. Er kann dich auch zu homöopathischen Mitteln beraten, mit denen viele Eltern gute Erfahrungen gemacht haben – darunter zum Beispiel Bachblüten-Tropfen.

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Bildquelle:

GettyImages/Anne-Sophie Bost

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