EinTag, an dem Beruf und Familie gut zu vereinbaren sind

Berufstätige Mütter können ein Lied davon singen: Im Büro fragt man sich, ob zuhause alles rund läuft und am Wochenende hat man ständig die Arbeit im Kopf. Und irgendwie scheint beides immer ein bisschen zu leiden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch in der Politik oft Thema. Doch am vierten Donnerstag im April können zumindest amerikanische Mütter beides hervorragend vereinbaren und ihre Kleinen einfach mit zur Arbeit nehmen.

Auch wenn Mama und Papa vielleicht nicht in einem Job arbeiten, der bei Kindern hoch im Kurs steht, ist ein Besuch des Arbeitsplatzes für die Kleinen bestimmt aufregend. Was ist diese Arbeit eigentlich, wo Mami jeden Tag hin muss und so viel Zeit verbringt? In Amerika ist es seit vielen Jahren üblich, dass arbeitende Mütter und Väter den Nachwuchs mit zur Arbeit bringen und so Beruf und Familie zumindest für einen Tag unter einen Hut bringen können. Der „Take Our Daughters and Sons to Work Day“ findet jedes Jahr am vierten Donnerstag im April statt. In den USA und Kanada können Eltern ihre Töchter, Söhne, Nichten, Neffen und Nachbarskinder mit zur Arbeit bringen und den Kleinen zeigen, was sie beruflich tun. „TODAY.com Moms“ rief im Rahmen der Berichterstattung auf der Facebookseite dazu auf, Fotos von den kleinen Nachwuchsarbeitern zu schicken und zu berichten, wie die Miniflugzeugbauer oder -feuerwehrmänner sich denn so im Berufsalltag schlugen. Dabei sind viele süße Fotos zusammengekommen. Es ist nicht leicht, Beruf und Familie zu vereinbaren, aber eine Aktion wie diese kann den Kindern dabei helfen, zu verstehen, was Mama und Papa da eigentlich den ganzen Tag machen. Und wenn dann noch für ein bisschen Bespaßung gesorgt wurde, haben sich die Kinder zwischen Computer und Co. auch sichtlich wohl gefühlt.

So kommt keine Langeweile bei der Verbindung von Beruf und Familie auf

Natürlich schafft eine Mama am Bring-Dein-Kind-mit-zur-Arbeit-Tag nicht das gleiche Pensum wie sonst. Vielleicht ist sogar gar nicht an Arbeiten zu denken, weil Sohn oder Tochter lieber herumgeführt werden oder spielen wollen. Bei der landesweiten Aktion gehört aber gerade das dazu, um Beruf und Familie für einige Stunden erfolgreich zu vereinbaren. Abby Jo Brown teilt mit den anderen Facebooknutzern ein Bild ihrer Tochter inmitten einer eigenen Arbeitstag-Survival-Insel mit Kuscheldecke, Malstiften, Spielzeug und Süßigkeiten. „Wir versuchen immer, es spaßig zu machen“, erzählt sie. Tim Blackburn kennt einen anderen Trick, um seine Tochter Makayla beim Besuch am Arbeitsplatz bei Laune zu halten: „Ich machte ihr Cinderella am Fernseher an und sie war selig!“ Besonders interessant an der versuchsweisen Zusammenführung von Beruf und Familie sind natürlich auch immer die Kollegen. „Die anderen Mitarbeiter lieben unsere Kinder“, berichtet Mary Galbreath von ihren Erfahrungen am Kindertag, „und kommen gerne im Büro vorbei, um mit ihnen zu reden“. Mit Sicherheit kann man auch an einem solchen Tag nicht erwarten, dass das Kind viele Stunden ruhig dabei sitzt, während Mama oder Papa arbeiten. Andererseits verbindet es berufstätige Eltern mit ihren Kindern, wenn die Kleinen sehen, wohin sie eigentlich verschwinden, wenn sie „zur Arbeit müssen“.

Beruf und Familie: Vater mit Sohn bei der Feuerwehr

Beim „Take Our Daughters and Sons to Work Day“ können berufstätige Eltern Beruf und Familie vereinbaren.


Beruf und Familie: Kommt der Bring-Dein-Kind-mit-zur-Arbeit-Tag auch nach Deutschland?

Der Aktionstag, bei dem Eltern ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen, wurde 1992 in New York ins Leben gerufen. Damals noch unter dem Titel „Take Our Daughters To Work Day“, sollten Mädchen an diesem Tag schon früh sehen, dass Beruf und Familie durchaus vereinbar sind. Seit 2003 bietet der Tag Jungen und Mädchen gleichermaßen die Chance, die Eltern am Arbeitsplatz zu besuchen. In den USA nehmen etwa 37 Millionen Kinder jährlich an dem Programm teil und nach und nach bieten auch andere Länder einen solchen Tag an. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland hat einer Studie von Anfang April zufolge leider nicht die erwünschten Fortschritte gemacht. Auch wenn einzelne Firmen es Eltern vielleicht ermöglichen, ihre Kinder einmal mit zur Arbeit zu bringen, ist eine landesweite Aktion bisher nicht geplant.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie birgt Schwierigkeiten für berufstätige Eltern. Betreuung, Zeitmanagement und Familienleben müssen gut organisiert werden. Um so schöner ist es, wenn einen Tag lang Berufs- und Familienalltag zusammenkommen und man seinen Kindern zeigen kann, was Mama und Papa auf der Arbeit den ganzen Tag treiben.

Bildquelle: Cheyenne Schaad/Facebook

Beruf und Familie unter einem Hut

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