Eizellen- Spenden weiterhin verboten

Das Spenden von Eizellen zur künstlichen Befruchtung bleibt weiterhin verboten. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass diese Reglung nicht gegen die Menschenrechtskonvention verstößt.

In Österreich kämpften zwei unfruchtbare Paare darum, mit Hilfe einer gespendeten Eizelle und Spermien ein Kind bekommen zu dürfen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied, dass dieses Gesetz nicht das in der Konvention festgelegte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzt.

Spenden von Eizellen wäre auch in Deutschland möglich geworden

Im April 2010 entschied der Gerichtshof in einem Erstinstanzurteil, dass die Regelung konventionswidrig sei. Die österreichische Regierung legte gegen dieses Urteil Bewährung ein. Wäre es bei diesem Urteil geblieben, hätte die Regierung die entsprechenden Gesetze ändern müssen. Auch in Deutschland wäre mit diesem Urteil die Spende von Eizellen möglich gewesen. In Deutschland ist das Spenden von Spermien und auch die künstliche Befruchtung erlaubt, das Spenden von Eizellen jedoch nicht. Man will mit dieser Regelung verhindern, dass zwei Frauen behaupten können, die biologische Mutter eines Kindes zu sein. Auch der Europäische Gerichtshof befürchtete eine „Aufspaltung der Mutterschaft“ zwischen der genetischen Mutter und derjenigen, die das Kind austragen würde.

Eizellen-Spende bleibt verboten

Eizellen dürfen für eine künstliche Befruchtung weiterhin nicht gespendet werden


Ohne Eizellen bleibt unfruchtbaren Paaren der Kinderwunsch verwehrt

Insgesamt 17 Richter mussten gemeinsam eine Entscheidung treffen. Nur fünf der 17 Richter wichen von der mehrheitlichen Meinung ab. Darüber hinaus ist es in Österreich nicht verboten, im Ausland eine künstliche Befruchtung vornehmen zu lassen. Dies gilt auch dann, wenn dort Methoden verwendet werden, die in Österreich nicht erlaubt sind.


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Was denkst du?

  • Ohlalu am 04.11.2011 um 16:29 Uhr

    Ich finde Themen wie Eizellen- Spenden und insgesamt künstliche Befruchtung usw. sehr interessant. Ich bin mir nie so sicher, was ich darüber denken soll. Klar verstehe ich, dass Paare, die sich ein Kind wünschen und bei denen es nicht klappt, auf viele verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen wollen, die ihnen doch ein Wunschkind schenkt. ich finde es jedoch sehr problematisch, wenn zwei Frauen, sich als Mutter bezeichnen könnnen. Es ist eben auch die Frage, wenn sich so etwas durchsetzten würde, ob die Kinder dann wie bei der Samnespende, mit 18 Jahren den Spender kennnelernen können. Sehr verzwickt alles.

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