Eltern um Kinder besorgt

Mit dem „Kidpower“-Programm in Frankfurt sollen Kinder lernen in bedrohlichen Situationen richtig zu reagieren. Dafür wird auch mit Eltern und Erziehern zusammen gearbeitet.

Eltern vor weißem Bulli gewarnt

Im Internet wird vor einem weißen Kleinbus gewarnt, in dem ein Mann sitzen soll, der versucht Kinder ins Auto zu locken. Auf Facebook wird die Warnung vor diesem Mann verbreitet. Mal steht der Kleinbus im Allgäu, mal in Norddeutschland und das manchmal zur gleichen Zeit. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass sie es hier mit einem Internetscherz zu tun hatten. Eltern reagieren jedoch sehr hysterisch auf diese Art von Bedrohung. Alexander Kießling von der Pressestelle der Polizei Frankfurt erklärte, dass Kinder vorbereitet werden müssen, damit sie in einer bedrohlichen Situation entsprechend reagieren könnten. Im Grundschulalter mache die Polizei die Prävention nur über die Eltern und Lehrer, denn die Kinder würden zu schnell traumatisiert, wenn ihnen die Polizei von den Gefahren erzählen würde.

Eltern ins „Kidpower“-Programm einbezogen

Auch das „Kidpower“-Programm des Frankfurter Kinderbüros arbeitet vor allem mit Erziehern, Eltern und Lehrern zusammen. Diese geben die Tipps und ein Verhaltenstraining an die Kinder weiter. Durch dieses Programm sollen die Kinder Selbstvertrauen bekommen. Des Weiteren sollen sie Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und dadurch verhindern können. Das Gelernte wird in der Regel von den Erwachsenen an die Kinder weitergegeben, es gibt jedoch auch Eltern-Kind-Workshops. Ab der 7. Klasse bietet die Polizei auch Präventionsprogramme an, mit denen sie an die Schule geht.

Facebook-Nachricht macht Eltern Angst

Eltern haben Angst


Eltern sofort zur Polizei

Wenn eine auffällige Situation stattgefunden hat oder beobachtet wurde, sollen die Eltern sofort zur Polizei gehen. Ulrich Bick, Jugendsachbearbeiter im 6. Polizeirevier, wünscht sich, sofort eingebunden zu werden, wenn ein konkreter Verdacht bestehe. Er machte die Erfahrung, dass die Leute meist erst Tage später zu ihm kommen und erzählen, da sei mal ein Mann mit einen hellblauen Auto ganz langsam vorbeigefahren und „habe so komisch geguckt.“ Damit könne er nicht viel anfangen.

Angst der Eltern meist unbegründet

An einen konkreten Fall in den vergangenen Monaten oder gar Jahren, bei dem wirklich etwas passiert wäre, kann sich Bick nicht erinnern. Auch Alexander Kießling sagt, dass es immer mal Leute gebe, die Kinder mit Bildchen und Süßigkeiten locken wollten, dass hier aber die Motivation nicht immer eine kriminelle sei. Es gebe viele „psychisch auffällige Leute“, die gerne mit Kindern redeten und Kontakt zu ihnen suchten, weil sie von ihnen so viel zurück bekämen. Solche Leute würden verwarnt. Kriminelle wie der als „schwarzer Mann“ bekannte und kürzlich in Norddeutschland verurteilte, der Kinder aus Schlafsälen verschleppte und ermordete, seien extrem selten, so Kießling. Die meisten Misshandlungen würden in der Familie passieren.

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