Erbkrankheiten schneller feststellen

Amerikanische Wissenschaftler haben einen Test entwickelt, der innerhalb von nur zwei Tagen die Entdeckung von Erbkrankheiten bei Babys ermöglicht. Dadurch können sie frühzeitig behandelt werden.

Forscher des Kinderkrankenhaus Kansas City (Missouri, USA) haben einen neuen Gentest entwickelt. Die Wissenschaftler erklärten in der Fachzeitschrift „Science Transnational Medicine“, dass der Test bereits nach zwei Tagen eine Diagnose von Erbkrankheiten ermögliche. Man könne in dieser Zeit das komplette Genom der Babys entschlüsseln. Bisher benötigte man für ein einzelnes Gen mehrere Wochen. Durch die schnellere Diagnose könne man die Krankheits- und Sterblichkeitsrate der Säuglinge erheblich minimieren.

Erbkrankheiten durch Blutstropfen erkennen

Um mögliche Erbkrankheiten zu diagnostizieren, wird den Säuglingen ein Tropfen Blut entnommen, aus dem die gesamte DNA gewonnen wird. Dank einer speziellen Software werden Veränderungen am Genmaterial erkannt und etwa 50 Stunden später liegt das Ergebnis vor. Der Gentest habe bei drei von vier kranken Babys eine Diagnose geliefert, so die Experten. Nach der Geburt eines kranken Säuglings ist die Zeit für eine Diagnose häufig knapp, sodass der Test besonders für Neugeborenen-Intensivstationen geeignet sei. Es gibt momentan etwa 5000 Erbkrankheiten, die behandelt werden können.

Erbkrankheiten bei Neugeborenen

Ein neuer Gentest ermöglicht eine schnellere Diagnose von Erbkrankheiten bei Neugeborenen


Sterblichkeit durch Erbkrankheiten senken

Bislang ist der neue Gentest noch sehr teuer, er kostet rund 7600 US-Dollar. Die Wissenschaftler wollen nun weitere 100 Säuglinge testen, und die Diagnosezeit von 50 auf 36 Stunden verringern. Nicht nur eine schnellere Behandlung, auch eine Kostensenkung für Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte ermöglicht der Test. Laut den Forschern sind insgesamt drei Prozent aller Kinder von Erbkrankheiten betroffen. Allein in den USA wird ein Fünftel aller Kindstode auf genetisch bedingte Erkrankungen zurückgeführt. Die Kinder sterben häufig, bevor eine Diagnose gestellt werden kann.

In den USA gibt es einen neuen Gentest, der die Diagnose von Erbkrankheiten bei Babys innerhalb von 50 Stunden ermöglicht. Durch die schnellere Diagnose können künftig viele Säuglinge frühzeitig behandelt und Kindstode vermieden werden.

Bildquelle: Lifdiz /Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • ConnyFrog am 12.10.2012 um 09:54 Uhr

    Wenn man solche Tests wirklich nur für die Erkennung und Behandlung von Krankheiten nutzt - ok.

    Antworten
  • JuttaB am 05.10.2012 um 09:24 Uhr

    Irgendwie gruselig, was die Wissenschaft alles kann. Erbkrankheiten bei Ungeborenen diagnostizieren, in 50 Stunden!

    Antworten
  • Rewia am 04.10.2012 um 14:43 Uhr

    Wow, das wäre ja echt eine Sensation, wenn die Erbkrankheiten jetzt soviel schneller behandelt werden könnten!

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