Erstes deutsches PID-Baby

Das erste deutsche PID-Baby ist am 27. Januar in der Lübecker Uni-Klinik zur Welt gekommen. Die Methode der Präimplanatationsdiagnostik steht auch danach unter Kritik.

Ein kerngesundes Mädchen, das erste deutsche PID-Baby, ist am Freitag, den 27. Januar, geboren worden. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist seit Juli 2011 in Deutschland zwar erlaubt, jedoch nur in Einzelfällen.

PID-Baby gesund

Bei der PID werden Zellen von künstlich erzeugten Embryonen nach der Befruchtung entnommen und auf gewisse Behinderungen und Krankheiten wie Mukoviszidose, dem Down-Syndrom oder Huntington-Chorea untersucht. Wird eine solche Krankheit gefunden, können die Embryonen vernichtet werden. Diese Verfahren wird nur bei Eltern durchgeführt, die ein höheres Risiko haben, eine solch schwere Krankheit durch ihre Erbanlagen weiterzugeben oder aufgrund derer eine Fehl- oder Totgeburt zu erwarten wäre. Nur Einrichtungen mit einer entsprechenden Lizenz dürfen eine PID durchführen. Zusätzlich müssen die Eltern sich im Vorfeld beraten lassen und die Zustimmung einer Ethikkommission einholen, um ein PID-Baby zu bekommen.

Die PID wird oft kritisiert

Die Präimplanatationsdiagnostik kann Paaren helfen ein gesundes Kind zu bekommen


Kritik an PID-Baby

Kritikern gehe die Methode der PID zu weit. Sie argumentieren, dass der Mensch nicht über Leben und Tod entscheiden dürfe. Dagegen stehen die Befürworter der PID, die das Leid der Eltern betonen, das ihnen erspart werden könnte. Weltweit gab es bereits mehr als 4000 PID-Babys. In Deutschland würden für dieses Verfahren nur jährlich etwa 200 bis 300 Paare infrage kommen.


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Was denkst du?

  • Luna_Lottchen am 02.02.2012 um 11:27 Uhr

    Ich finde auch, dass sehr genau überlegt werden muss, wann und wo man die PID wirklich für angemessen hält.

    Antworten
  • mellisbelly am 02.02.2012 um 10:02 Uhr

    Puh, PID kann sinnvoll sein, aber nur bei sehr schweren Erbkrankheiten.

    Antworten
  • rebeccababy am 02.02.2012 um 09:40 Uhr

    @ fragolino: Downsyndrom ist kein indikator für PID. Es muss lebensbegrenzende Diagnosen in der Familienanamnese gegeben haben. Einen Downie abzutreiben find ich auch schon grenzwertig- mein Onkel hat Downsyndrom und führt ein selbstständiges LEben das voller Freude ist...

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  • Efeufee am 01.02.2012 um 18:12 Uhr

    Wow, wozu die Medizin inzwischen im STande ist

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  • Dueppchen am 01.02.2012 um 18:02 Uhr

    Ja, das Thema ist wirklich heikel...aber es ist ein neuer Mensch geboren, also erstmal ein Grund zur Freude!

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  • Lakritzschnecki am 01.02.2012 um 17:07 Uhr

    Ein PID Baby ist doch ein ganz normales Baby. Wer sich dagegen stellt, kann doch genauso gut sagen, dass man keine Medizin gegen eine Schnupfen nehmen sollen. Beides ein Fortschritt, der das Leben erleichtert

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  • brummelmaus am 01.02.2012 um 16:09 Uhr

    Ich denke, dass unter stregen Auflagen eine PID durchaus Sinn macht.

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  • Quarentaytres am 01.02.2012 um 15:43 Uhr

    In jedem Fall schön, dass die Eltern ihr PID-Baby jetzt bekommen haben!

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  • blueblau am 01.02.2012 um 14:42 Uhr

    Bin auf jeden Fall eine Befürworterin von PID. Das erspart den Eltern viel Leid, wenn sie erfahren, dass ihr Baby in der zB 18SSW nicht lebensfähig ist.

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  • fragilino am 01.02.2012 um 13:39 Uhr

    Schwieriges Thema! In meinem Freundeskreis gibt es ein Pärchen, bei denen das vielleicht später ein Thema sein könnte, da der Bruder meiner Freundin auch das Down-Syndrom hat.

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