Facebook-Anwendung kritisiert

Die neueste Anwendung des Online-Portals „Facebook“ wird von Datenschützern mit großer Skepsis betrachtet. Auch Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner ist gegen die automatische Gesichtserkennung bei „Facebook“-Fotos.

Wegen der Kritik am Datenschutzsystem von Facebook findet am Montag den 24. Oktober eine Anhörung im Bundestags-Unterausschuss Neue Medien statt. Der Europachef des Online-Netzwerks „Facebook“, Richard Allan, erscheint dort wegen einer Regelung zur biometrischen Erfassung von Bildern innerhalb des Portals.

Datenschützer gegen automatische Facebook-Einstellungen

Die Datenschutzbeauftragten von Hamburg und Schleswig-Holstein sehen einen Rechtsverstoß darin, dass es eine automatische Voreinstellung gibt, die Bilder biometrisch erfasst und automatisch Namen zu Gesichtern von „Facebook“-Kontakten, so genannten „Freunden“ vorschlägt, wenn diese dort hochgeladen werden. Um die biometrische Erfassung zu verhindern, muss die Einstellung vom Nutzer manuell geändert werden. Auch wenn sich mittlerweile die meisten Kinder und Jugendlichen im Netz auskennen, gehen viele immer noch sorglos mit ihren Daten um. Die Eltern wissen zumeist auch nicht, dass sie die Einstellungen verändern können und können daher ihre Kinder nur selten davor schützen.

Fotomarkierer bei Facebook.

Datenschützer kritisieren die automatische Gesichtserkennung bei Facebook.


Facebook soll Datentransfer stoppen

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar beanstandet die automatische „Fotomarkierung“, wie Facebook die neue Funktion nennt. Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter von Schleswig-Holstein will den Facebook-Konzern außerdem dazu bringen, Daten von Nutzern aus Schleswig-Holstein nicht mehr an die Zentrale in den USA zu übermitteln.

Facebook soll Datenschutz europaweit anpassen

Facebook-Manager Elliot Schrage empfindet es als sehr problematisch, dass das Deutsche Datenschutzsystem bisher nur unzureichende gesetzliche Regelungen enthält. Man könne nicht für jedes Bundesland eine Sonderlösung einführen. Auch Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, die die allgemeinen Forderungen der Datenschutzbeauftragten ausdrücklich befürwortet, sieht die Lösung nur in einem europaweit einheitlichen Datenschutzrecht.

Hat dir der Artikel gefallen?
0
0

Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Start
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?