Familie: Pflegegesetz

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sprach im Interview mit dem Deutschlandfunk über das Gesetz zur Pflegezeit, der Vereinbarung von Beruf und Familie und den Nutzen für die Unternehmen.

Die Familienministerin hält viel vom neuen Pflegegesetz und ist sich dessen Erfolg sicher. Gerade mittelständische Unternehmen würden davon profitieren und viele Firmen hätten die Einführung der Pflegezeit bereits zugesichert.

Familie: Neues Gesetz soll Erleichterung schaffen

Heute, am 20. Oktober 2011, stimmt der deutsche Bundestag über das Familienpflegegesetz ab. Das Gesetz soll Familien unterstützen, die mit der Pflege von Angehörigen betraut sind und nebenbei arbeiten. Das Thema ist umstritten und es wird keine eindeutige Abstimmung erwartet. Schröder steht jedoch voll und ganz hinter dem Konzept.

Familienministerin unterstützt neues Gesetz

Familienministerin Kristina Schröder steht hinter dem neuen Familienpflegegesetz


Familie und Job müssen vereinbar sein

Die Ministerin zeigt sich zufrieden mit dem neuen Gesetz, sie hält es für einen notwendigen Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Pflege. Schröder möchte ein Bewusstsein für die Problematik schaffen und die Angehörigen unterstützen. Das Thema Pflege soll dem rein privaten Raum entzogen und in den öffentlichen Fokus gesetzt werden. Sie ist sich sicher, dass das Gesetz auch ohne Rechtsanspruch Erfolg haben wird, denn viele Unternehmen hätten in ähnlichen Situationen selbstständig Regelungen getroffen und würden das auch in diesem Fall tun.

Familie fördern: Unternehmen ziehen mit

Die Deutsche Telekom, die Deutsche Post oder Airbus haben bereits angekündigt, dass sie das Familiengesetz zum neuen Jahr in ihren Unternehmen einführen werden. Doch die Ministerin sieht auch Vorteile für mittelständische Betriebe. Probleme mit der Rückzahlung der vorgestreckten Gehaltsgelder würde es nicht geben, denn dafür wäre die KfW Bankengruppe mit eingebunden. Somit entstünden keine Zinskosten und der Arbeitgeber könne sicher sein, die vorlegten Summen zurück erstattet zu bekommen. Die Zeitspanne für das Pflegegesetz ist allerdings auf zwei Jahre begrenzt. Die Ministerin meint dazu, die verschiedenen Familienmitglieder müssten sich bei der Pflege abwechseln.

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