Freizeitstress macht Kinder krank

Immer mehr Kindern macht neben der Schule auch der Freizeitstress zu schaffen. Nach Schule und Hausaufgaben haben sie oft auch viele Hobbys, die ihre komplette Freizeit ausfüllen.

In Deutschland nimmt der Freizeitstress für Schulkinder und Jugendliche immer mehr zu. Schon im Kindergarten beginnen sie mit Fremdsprachen, daneben gehen sie Hobbys wie musizieren oder einer Sportart nach und oft kommen weitere hinzu. Zugleich steigt aber auch das Leistungspensum in der Schule. Die Freizeit-Aktivitäten, die eigentlich der Entspannung dienen sollen, arten für die Kinder dabei häufig in Freizeitstress aus.

Freizeitstress schadet der Gesundheit

So gaben bei einer Studie des Schreibwarenherstellers Staedtler 78 Prozent der Eltern an, dass ihr Kind unter Zeitdruck stehe. Laut der Studie können die Kinder auch kaum noch Langeweile aushalten und sich in Ruhe zurückziehen, um wieder neue Energie zu tanken. Jede freie Minute wird von den Eltern ausgefüllt, um keine Zeit zu verschwenden bzw. dem Nachwuchs etwas zu bieten. So werden auch entspannende Hobbys eher als leistungsförderndes Training angesehen. Wenn der ganze Tag ausgefüllt ist, kann dies jedoch zu Überforderung und Stress schon im Kindesalter führen. Eine Forsa-Studie der Techniker Krankenkasse ergab, dass jedes fünfte Kind unter 18 Jahren unter körperlichen Beschwerden, die durch Schulstress verursacht werden, leidet. Dies können Kopf- und Bauchschmerzen, aber auch Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Gereiztheit sein.

Zuviel Freizeitstress schadet Kindern

Schon kleine Kinder sind oft durch zuviel Freizeitstress überfordert


Schul- und Freizeitstress kann Depressionen verursachen

Laut einer Studie der Leuphana-Universität Lüneburg leidet beinahe ein Drittel von 6000 befragten Schülern unter depressiven Stimmungen. Dabei sind mehr Haupt- und Realschüler als Gymnasiasten betroffen. Wenn Eltern die Alarmzeichen nicht erkennen, kann ständige Überforderung und Dauerstress schließlich in eine Depression führen. Helfen Gespräche mit dem Kind und ausreichende Ruhephasen nicht, sollte man mit dem Kind einen Arzt aufsuchen, der dann geeignete Maßnahmen einleiten kann.

Nicht nur bei den Erwachsenen gibt es immer mehr Betroffene von Burn-Out und anderen psychischen Erkrankungen. Auch Kinder sollten wieder öfter „Fünfe gerade sein“ lassen und einfach mal das Nichtstun genießen (dürfen)!

Bildquelle: Photobunnyuk/dreamstime.com

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